Donnerstag, 31. März 2011

Bruno Gmünder: "Unsere Verantwortung als schwule Männer... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt"


aus BUDDY 110 / 2008
Diese Doppelseite ist nachzuschlagen in MÄNNER 1/2005, auf den Seiten 80/81. Unter der schlüpfrigen Headline "Allerbeste Sahne" wird für die "Pornoschmiede aus Russland", Dolphin Entertainment, grosszügig Reklame gemacht: "Sichtbar zielstrebig haben sie die Qualität ihrer Pornodarbietungen vorangebracht. Wer sich einen Spitzenplatz unter den osteuropäischen Produzenten erobern will, muss schon mehr bieten, als ein paar nette archaische Burschen, die Ständer oder Loch hinhalten."

Und in der Tat bot Dolphin Entertainment mehr. Nämlich jede Menge Bareback-Gerammel. Zunächst indem man die fehlenden Kondome auf dem Video-Cover verschwieg. Auf Dolphin-Webseiten konnte - wer wollte - jedoch Reizworte wie awesome bareback oder condoms are absent in some scenes finden. Die Redaktion von MÄNNER, der Bruno Gmünder Verlag und die bruno's haben da lieber nicht so genau hingeschaut, in seinen Sexshops lagen noch 2008 haufenweis Dolphin-Pornos in den Regalen (vgl. BUDDY 110/2008), wie etwa "Young Cummers". Möglicherweise war das Pornolabel Dolphin auch im Bruno Gmünder EH-Vertrieb.


Irgendwann verlor dann auch Dolphin-Entertainment die diskrete Zurückhaltung, siehe "Bareback Bubblebutt". Und während sich Bruno Gmünder immerdar als einer der Aids-Hilfe-Gründer, als würdiger Vertreter auf Aids-Konferenzen, Verteiler von Gratis-Informationsmaterial und grosszügiger Spendenonkel für Aids-Projekte in Szene setzte.... vermarktete, verkaufte und vermietete er munter Bareback-Filme à la Dolphin-Entertainment.

Übrigens dürfte der Artikel "Allerbeste Sahne" nicht ganz uneigennützig in MÄNNER erschienen sein. Abgesehen von den kostenlosen Sahne-Bildern, bedankte sich Dolphin mit einigen 1/2-seitigen Anzeigen. Unter anderem in den Ausgaben 1/2005, Seite 105, 8/2005, Seite 37... Man darf nicht vergessen, dass der Bruno Gmünder Verlag ein kommerzielles Unternehmen ist, das KOMMERZ (hier: Umsatzsteigerung, Gewinnmaximierung, Expansion usw.) immer riesengross geschrieben hat, was in unseren nächsten Einträgen noch (leicht) zu beweisen ist...

Mehr über Brunos ausgeprägtes Bareback-Bewusstsein:
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/uber-das-geschaft-mit-schwulen-bareback.html
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/bareback-ist-die-propagierung-unsafen.html

Mittwoch, 30. März 2011

Bruno Gmünders rechte Hand: Michael Taubenheim. Ein Tausendsassa.


Mittlere Reife... Tischlerlehre... Beschäftigungstherapeut... Fotograf (Autodidakt)... selbständiger Werbefotograf... Lektor für den Bereich Fotografie im Bruno Gmünder Verlag... seit 1.3.2004 Mitgeschäftsführer und Prokurist im Bruno Gmünder Verlag... seit 2007 zusätzlich Geschäftsführer der Pornoproduktion Cazzo Film GmbH & Co KG... Decorative Gold Leaf Art Künstler...

1980-1984 OTZ, Berlin
1966 Taubenheim Fotografien, 1999 Taubenheim Postcardbook
MÄNNER aktuell 07/2001, Seiten 54/55
1. März 2004 Mitgeschäftsführer und Prokurist im Bruno Gmünder Verlag
seit 2007 u.a. auch Geschäftsführer der Pornofilmproduktion Cazzo

http://www.taubenheim.de/

Der Gold-Leaf-Künstler und Geschäftsführer zweier Firmen ist seit Heft 12/2010 auch noch der Herausgeber von M-MÄNNER.

Angeblich wurde Michael Taubenheim kürzlich (siehe http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/das-fuhrerhauptquartier-kleiststrasse.html ) eine Beteiligung an der Bruno Gmünder Verlag GmbH angeboten.

Montag, 28. März 2011

Seit ich die Schwulen kenne, liebe ich meine Kois.

Er mag keine Teppiche. Und er mag keinen Plüsch. Der sehr mächtige, aber sehr einsame Verleger, der exakt sechs Monate nach dem Tod seines langjährigen Lebens- und Geschäftspartners diese Pseudo-Kontaktanzeige in seinem Hausmagazin veröffentlicht. Das Ambiente ist perfekt arrangiert, die Lektüre mit Bedacht ausgewählt, und im Hintergrund brutzelt leise der Kamin, während der grosse einsame Mann sehr ernst, sehr bedeutsam, aber irgendwie auch erwartungsvoll in die Kamera blickt. Grandios eingefangen: Man spürt regelrecht noch ein wenig von der Spannung und dem Stress, denen er als Darsteller auf der Bühne seines Imperiums ausgesetzt ist.


??? Diesen Blog-Eintrag haben wir bereits vor einiger Zeit eingestellt. Aus unerfindlichen Gründen hat er sich kürzlich in Luft aufgelöst. Macht nichts. Im Bedarfsfall können wir ihn täglich neu einstellen.

Sonntag, 27. März 2011

Das Führerhauptquartier (Kleiststrasse 23-26) meldet:


Vor einer Woche bereits berichteten - unabhängig voneinander - zwei vertrauenswürdige Quellen (im Bruno Gmünder Verlag), dass Bruno Gmünder, Namensgeber und Mitbegründer, nach eigenem Bekunden Teile seines Verlages verkaufen möchte und sich aus seinem Verlag zurückziehen will.

Die Meldung ist noch nicht bestätigt.

In diesem Zusammenhang nicht unlustig: Kurt-Joachim Förster, Eigentümer des schwulen Verlages Foerster Media, Offenbach a.M. (ADAM, Spritzz, Homoh, Pornoproduktion usw.) verbreitet, ob man's hören will oder nicht - regelmässig und persönlich - seit mehr als 12 Jahren, dass er seine Verlagstätigkeit nun endlich und endgültig beenden wolle...

Spätere Ergänzung: http://brunoleaks.blogspot.com/2011/04/pfeifende-spatzen-sind-keine-gute.html

Samstag, 26. März 2011

Bruno Gmünder, weiss, 170 cm, schwul, Krebs, Jura-Studium, vergeben


Bruno Gmünder ist Mitglied bei Myspace, Kopie vom 12. Juli 2010
Warum Bruno Gmünder auf Myspace ist: um kostenlos Reklame zu machen.

Wieviele Semester Bruno Gmünder in München Jura studiert hat (3!) und ob er
einen Abschluss machte (nein, Studienabbrecher), verrät er öffentlich nicht. Tatsächlich
nutzt er Facebook zur "Vernetzung" - will sagen: zur kostenlosen Reklame.

Warum der Bruno Gmünder Verlag nicht auf Facebook ist:
"Gemeinschaftsseiten werden nicht unbedingt von den dazugehörigen
Personen oder Organisationen befürwortet oder unterstützt."

Bruno Gmünder (Mitte) mit Geschäftspartner Christian von Maltzahn (rechts) und
Chefredakteur Michael Föster (links) in der ersten Ausgabe von TORSO, Mai/Juni 1982

MÄNNER aktuell 4/1991, "10 Jahre Bruno Gmünder Verlag". Die beiden Verleger
im eigenen Verlagsobjekt über sich selbst: Wir, "die dynamischen Verleger..."

MÄNNER aktuell 1996. Ein Jahr später stirbt Christian von Maltzahn (links) an Aids.
"Herbert Engel", alias Niko, Pornomodell, seit 2001 Bruno Gmünders Lebenspartner,
in MÄNNER 11/2001 (oberer Teil, unten Filme in denen "Herbert" mitgewirkt hat)

Freitag, 25. März 2011

Schamlose Auflagen-Hochstapelei (auch) im Bruno Gmünder Verlag

Vorwort des Verlags-Mitinhabers Christian von Maltzahn im Magazin MÄNNER aktuell, 10/1989

Ununterbrochen - seit 1969 - betreiben schwule Verlage hemmungslose Hochstapelei. Über die Auflagen von Magazinen und Zeitschriften, Pornoheften und sonstigen Druckobjekten wurden und werden in der schwulen Szene die abenteuerlichsten Zahlen verbreitet. Wobei anzumerken wäre, dass schwule Verlage natürlich auch nie jemals mit den maßgeblichen Indizes - Druckauflage, verbreitete Auflage, verkaufte Auflage, abonnierte Auflage, Freistücke, Archivexemplare, Belegexemplare usw. - Transparenz hergestellt haben.

Im Herbst 1989 begrüsste Verleger Christian von Maltzahn  im Vorwort seines Magazins MÄNNER aktuell die Neuerscheinung von magnus ... und verbreitete - ebenso ungeniert wie verkaufsschädigend - angebliche Auflagenzahlen anderer schwuler Blätter ...... aufgrund seiner ganz "persönlichen Schätzung".

Gegendarstellung von Kurt-Joachim Förster in Männer aktuell 11/1989

Das konnte Verleger Kurt-Joachim Förster natürlich nicht auf sich sitzen lassen und verlangte obige Gegendarstellung. Obwohl oder weil dem Bruno Gmünder Verlag die in schwulen Verlagen gängige Hochstapelei-Praxis bekannt war, konterte er die Förster-Darstellung mit einer ebenso überheblichen, wie süffisanten Anmerkung.

MÄNNER aktuell - ab der Ausgabe 1/1996 nannte es sich "Deutschlands schwule Illustrierte Nr. 1" - entwickelte sich in der Tat zum auflagenstärksten deutschen Schwulen-Magazin, so dass es ab Ausgabe 6/2001 der Prüfgemeinschaft IVW (Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) beitreten konnte, die die schon im ersten Absatz genannten Auflagenzahlen von Presseerzeugnissen ermittelt, prüft und beglaubigt. Dadurch gewinnen Werbetreibende die Sicherheit, dass der Anzeigenpreis in (vernünftiger) Relation zu den Leserzahlen steht.

Das schwule Magazin MÄNNER in Wikipedia, aktueller Stand 25. März 2011,
inkl. Kevin Clarke, neuer Chefredakteur seit Heft März 2011

Laut aktuellstem Wikipedia-Stand lag "Die Auflage von MÄNNER Anfang 2007 bei 24.000 Exemplaren". Als (Beweis)Quelle wird auf eine Mediadaten-PDF-Datei verwiesen. Einmal abgesehen davon, dass bewusst verschwiegen wird, um welche Auflage es sich bei den 24.000 Exemplaren handelt, und dass diese PDF-Datei schon seit längerer Zeit nicht mehr abrufbar ist (!), wird dem Leser mit diesem Wikipedia-Eintrag eine objektiv abgesicherte Auflagenmenge (à la IVW-Prüfung) suggeriert.

Ab der Ausgabe 01/2004 unterlag das schwule Magazin MÄNNER nicht mehr der IVW-Kontrolle.

Tatsächlich jedoch hat MÄNNER aktuell / MÄNNER bereits zum Jahresende 2003 den (kostenträchtigen) IVW wieder verlassen (müssen), da die verkaufte Auflage nur noch knapp 8.000 Exemplare erreichte (letzter IVW-Stand).

Fazit: Knapp 8.000 verkaufte Auflage (2003) stehen 24.000 unbekannte Auflage (2007) gegenüber, die dem Wikipedia-Leser einen aktuellen Stand (2011) vorgaukelt. Schade, dass der Bruno Gmünder Verlag nicht geneigt ist, seine wirklichen Verkaufszahlen zu nennen...

Nachtrag:






Dass die Auflagenverschleierung im Bruno Gmünder Verlag Methode hat, zeigt diese Terminliste 2007 für die Anzeigenkunden: Bei allen drei Objekten stehen dubbiose, weil undurchsichtige Auflagenzahlen: Druckauflagen inklusive Makulatur? Fantasieauflagen? Oder wie oder was?

Samstag, 12. März 2011

Bruno Gmünder sucht Molkerei-Techniker


In welchen Branchen es Bruno Gmünder noch umtreibt [umtrieb]: Diese Anzeige erschien in männer aktuell, Dezember 1994, auf Seite 3 (!), direkt neben dem Vorwort und den Weihnachtswünschen des Chefredakteurs Frank Hermann.

Donnerstag, 10. März 2011

Grössenwahn?

Ein schwuler Verlag wird hochgejubelt:

männer aktuell 4/1991, 10 Jahre Bruno Gmünder Verlag: "Wer hätte Ende der 70er Jahre gedacht, dass ein in einer Kreuzberger Wohngemeinschaft erdachtes Projekt sich 1991 als der grösste schwule Verlag Deutschlands etablieren würde, der auch in Europa seinesgleichen sucht?"

männer aktuell 2006, Neugier auf das Unbekannte: "...gründeten Bruno Gmünder und sein Freund Christian von Maltzahn vor 25 Jahren den Bruno Gmünder Verlag. Ihr Konzept ging auf: Heute gehört das Unternehmen weltweit zu den Marktführern im schwulen Medienbereich."

M-Männer 3/2011, Bruno-Gmünder-Präsentation in >Die 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland<: "...Schlussendlich ist es die ständige Weiterentwicklung, die Bruno Gmünders  Einfluss auf die schwule Welt stetig wachsen liess..."

Bruno Gmünder Verlag in Wikipedia: "Der Bruno Gmünder Verlag ist ein Berliner Verlag, der Medien für schwule Männer produziert und zu den weltweiten Marktführern in diesem Bereich zählt..."

"Einfluss auf die schwule Welt" nimmt Bruno Gmünder u.a. als Jurymitglied des MrGay Switzerland 2010, was die MrGay-Veranstalter in eine so gewaltige Jubelstimmung versetzt, dass sie sein Unternehmen als "weltweit grösster Gay-Verlag" bezeichnen. Auf zweimalige Nachfrage, woher diese Erkenntnis stammt, haben sie obigen Eintrag korrigiert.

(Übrigens, die Liste massloser Übertreibung lässt sich locker fortsetzen.)

Mittwoch, 9. März 2011

Wie der schwule Verleger Bruno Gmünder seine Biographie "glättet" (1)


(1) Wikipedia-Eintrag, wie am 20.02.2011 ersichtlich, hatte 1981 Berthold Spangenberg, Inhaber des Heinrich Ellermann Verlags, die Reihen-Idee mit dem Titel ... von hinten.

(2) Und: Sie  [Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn] rufen, gemeinsam mit Michael Föster und Theo Dippe, ihr erstes schwules Magazin Torso ins Leben, das zwei Jahre später [mangels Käufern, Abonnenten und Anzeigenkunden] wieder eingestellt werden muss.
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Im März 2011 erscheint im Bruno Gmünder Verlag das schwule Magazin M-Männer, in dessen Titelstory der Verleger Bruno Gmünder sich selbst als einen der "10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" auslobt:

In dieser Selbstbeweihräucherung

(1) stellt sich Bruno Gmünder, der Visionär, als der alleinige Créateur (= Schöpfer) der Reiseführer-Buchreihe ... von hinten dar, unterschlägt den Ideengeber Berthold Spangenberg und überpinselt die Vergangenheit, indem er anstelledessen ausführlich über die Leiden eines Verlegeranfängers lamentiert: "Geld hatte er nicht. Also lieh er sich von einem Freund 5.000 DM und bastelte per Fotosatz die erste Ausgabe."

(2) Die Geschichte des Magazins Torso wird in dem M-Männer-Beitrag - offenbar trunken vom Rausch des eigenen Erfolgs - lieber gar nicht erst erwähnt. Das dürfte Gründe haben. Denn erstens war Gmünder auch in diesem Fall nicht "alleiniger Créateur" (siehe Michael Föster), zweitens erschien das Objekt nie im Bruno Gmünder Verlag, sondern in einem Ableger namens Quadro-Verlags-GmbH (Sitz im Verlagshaus Gmünder), drittens erschien schon die 7. Ausgabe im Torso-Verlag, Essen (ab 10/1983 Torso-Verlag Michael Föster KG, Essen), viertens hat Bruno Gmünder nie wieder etwas schwulenpolitisch derart Engagiertes je wieder verlegt und fünftens musste Torso nach nur 16 Ausgaben eingestellt werden. Der Visionär und Machertyp hatte sein erstes Magazin in den Sand gesetzt.

Siehe http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/warum-uber-den-verlags-flop-das-schwule.html

Dienstag, 8. März 2011

Warum über den Verlags-Flop (1) - das schwule Magazin TORSO - quasi nichts mehr zu finden ist.

Während über das deutsche schwule Magazin Torso kein Wikipedia-Eintrag existiert, und dortselbst - in der „Liste homosexueller Männermazine" - nur der US-amerikanische Torso-Titel erscheint
http://de.wikipedia.org/wikiListe_homosexueller_M%C3%A4nnermagazine#T

und das deutsche schwule Magazin Torso auch für Google quasi nicht existiert ...

... wird es in der Geschichte des Bruno Gmünder Verlag in Wikipedia (gemeint ist die sich selbst lobpreisende Verlags-Eigendarstellung), nur nebenbei erwähnt: „Ebenfalls 1982 rufen sie mit Michael Föster und Theo Düppe das Magazin Torso ins Leben, welches einen Mix aus Lifestyle und politisch-engagierten Journalismus bietet und zwei Jahre später wieder eingestellt wird."


„Sie", das sind Bruno Gmünder (Mitte) und Christian von Maltzahn (rechts), die sich in der Torso Erstnummer noch großartig 1/2-seitig präsentieren.


Dabei ist dieses Magazin niemals im Bruno Gmünder Verlag erschienen, sondern in einem "Ableger" namens Quadro-Verlags-GmbH und schon vier Nummern später - ab der Ausgabe 1/1983 - im Torso-Verlag, Essen.


Die Impressum-Geschichte erzählt Bände: Im Oktober 1983 - im Blatt wird längst über Leser-, Abonnenten- und Anzeigenmangel gejammert - übernimmt offensichtlich Michael Föster das darbende Objekt: Torso-Verlag Michael Föster KG, Essen. In der November-Ausgabe hat sich Vertriebsmann Christian von Maltzahn aus dem Impressum verabschiedet. Und aus der Letztnummer 12/1983 hat sich auch Bruno Gmünder davongemacht.

Weitere Einträge zu Torso und Bruno Gmünder folgen.

Montag, 7. März 2011

Es steht keinesfalls überall drauf, wo Bruno Gmünder überall drinsteckt.


Queer.de "das schwul-lesbische Magazin mit Nachrichten aus der Szene, aus Politik und Kultur für die Gay Community und ihre Freunde" dürfte mittlerweile das im deutschsprachigen Raum meistfrequentierte schwul-lesbische Portal sein. In den Mediadaten heisst es u.a. "Queer.de ist das große News- und Entertainment-Portal der gay community in Deutschland. Im Januar 2010 zählten wir 850.000 Besucher und 10,8 Millionen Seitenaufrufe".

Neben Nachrichten und Unterhaltung bietet der Queer.de shop Bücher, Kalender, Magazine, DVDs, Unterwäsche, Erektionshilfen und die ganze Palette schwuler Sextoys.


All das wäre in diesem Bruno-Gmünder-Archiv keine Erwähnung wert, wenn es sich bei dem angeblichen Queer-Web-Shop nicht zu 150% um 
bruno's.de "Your Gay Media Online Store" handeln würde.


Über die Verquickung der Kölner Queer Communications GmbH (Queer.de) und der Berliner
Bruno Gmünder Verlag GmbH (bruno's ist die schwule Ladenkette der Bruno Gmünder Mediengruppe) lässt sich trefflich spekulieren. Tatsache jedoch ist, dass Bruno Gmünder auf das schwule Nachrichtenportal Einfluss ausübt: Die Buchvorstellungen ("Kritiken") und jede Produkt-Neuigkeit aus dem Hause Gmünder erscheint in den reaktionellen (!) Artikeln von queer.de als eine an Peinlichkeit nicht zu überbietende Lobhudelei.
Juristen nennen sowas Schleichwerbung: Nach § 4 (3) des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)  ist Schleichwerbung unzulässig, weil jede Werbemaßnahme so beschaffen sein muss, dass ihr werbender Charakter von den Angesprochenen erkannt werden kann.

MÄNNER 10/2007 - Happy Birthday, Männer - Verteilung deutscher Homojournalisten
Im obigen Beitrag - zum 20. Männer-Jubiläum - stehen die beiden Queer-Macher, Christian Scheuss und Michael Schulze [mit mindestens 8 Publikationen sozusagen Haus-Autoren im Bruno Gmünder Verlag, mit so erektionellen Titeln wie - das Orgasmusbuch, das Arschbuch, das Schwanzbuch, Dreier Gangbang Orgien, Fremdgehen... ], auch in gefälliger Verbindung zum Bruno Gmünder Verlag. Queer.de ist nämlich hier die einzige, dem Verlag erwähnenswert erscheinende, schwule Nachrichten-Webseite.

Die beiden schwulen Shop-Zwillinge entdeckte und veröffentlichte am 30.9.2010 erstmals der schwule Satire-Blog http://schwul-gay-satire.blogspot.com/2010/09/queerde-und-bruno-gmunder-eine-ganz.html#comments und dort meldete sich - als erster und noch am gleichen Tag - ein Bruno Gmünder mit folgendem "irre witzischen" Kommentar:

bruno gmünder hat gesagt… ey jungs, habt wohl nicht mitgekriegt, dass ich mich längst zu meinen knaben in thailand zurückgezogen hab und die queer-mogule micha und krischa alle fäden zieht. alles eine sosse kann aber nicht sein. Mein alter ego chi chi larue ist da ganz anderer meinung. kämpft übrigends mal endlich für die erhöhung des hartz-69 satzes. der reicht mir hier wirklich nur zum nötigsten. und bildungsgutscheine wollen die (noch) nicht nehmen. 8:32 PM, September 30, 2010

Sonntag, 6. März 2011

"Bareback ist die Propagierung unsafen Verhaltens"... und wurde bis 2008 in bruno's Sortiment angeboten.

6. August 2008

Lieber Jens Reimer,

Vielen Dank für Deine Mail mit dem Foto Deines Heuchelei-Artikels. Seit 1982, also fast von Beginn meiner verlegerischen Tätigkeit begleitet mich die Seuche Aids und jeder, sowohl Du, Deine Leser und alle anderen schwulen Männer mussten ihre Antwort auf Aids finden. Meine Antwort war  u.a. die Mitbegründung der Deutschen Aids-Hilfe, ab 85 die Propagierung des Vernünftigen: Safer Sex – wissend, dass es Lebenssituationen gibt, in denen sich das individuell nicht immer umsetzen lässt -  und in allen unseren eigenen Produkten das Bestreben, schwulen Jungs & Männern ein Handwerkszeug in die Hand zu geben, die Krise zu meistern.
Das Aufkommen von Bareback Ende der 90er ist sicherlich auch damit zu erklären, dass einige darauf setzen, dass es schwule Männer gibt, die des Gummis überdrüssig sind – zumindest etwas Unlimiertes sehen wollen. Und sicherlich hängt es auch damit zusammen, dass die Überlebensmöglichkeiten seit 1997 drastisch gestiegen sind. Bareback ist nicht Sex ohne Gummi, Bareback ist die Propagierung  unsafen Verhaltens. Wenn Dich diese meine persönliche Meinung an “Pfaffen” oder gar “Heilige” erinnert, mag das Deinem religiösen Hintergrund geschuldet sein. Ich bin nicht religiös. Ein Heiliger gewiss sowieso nicht. Jeder hat das Recht, das auch anders zu beurteilen und anders zu handeln. Ich versuche meinen, wenn auch geringen, Einfluss in der weise geltend zu machen,  dass Gefahrenszenarien reduziert sind. Sicher im Sinne von SAFE ist das nicht, aber das ist zumindest das, was wir pragmatisch beim täglichen Sex machen können, um uns zu schützen.

Gerne lasse ich überprüfen, ob die auf den Fotos abgebildeten Titel nicht unseren Regeln für die Sortimentsaufnahme entsprechen. Bei zur Zeit 9.331 DVDs in unserer Filiale am Nollendorfplatz ist es sicherlich für meine Mitarbeiter nicht ganz einfach, jeden einzelnen Titel genau zu prüfen.

Hinsichtlich BUDDY hat sich unsere Einkaufspolitik letzten Herbst geändert. Wir hatten den Eindruck, dass da nur noch Bareback propagiert wird und haben es deshalb abbestellt.

Wie Du und mit welcher Konsequenz Du auf Aids und Bareback reagierst, wird mir aus dem Artikel nicht ersichtlich. Das würde mich allerdings interessieren. Als Zeitschriftenmacher stehst Du weit länger in der Verantwortung als ich. Vielleicht kann ich da was von Dir lernen.  Aber vielleicht habe ich einfach nicht nur meinen Lebenspartner, sondern insgesamt zuviel schwule Männer wegen Aids verloren, um die Unbefangenheit von BUDDY nachvollziehen zu können.

Beste Grüsse

Bruno 

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11. August 2008

Guten Tag, Herr Gmünder:

Ihre Mail rührt ans Herz. Sie liest sich so einsichtsvoll und selbstlos, fast möchte man sagen huldreich - irgendwie edel. Ganz so, wie Ihr Image - oder sollte ich sagen, Ihre vielfältigen schillernden Images - in der Community.

Es erstaunt mich schon seit Zeiten, wieviel Lob man allüberall über Sie lesen muss, und wo immer man hintappt diese noble Aidshilfemitbegründer-Arie... ein bedeutender Verleger, ein Idealist, ein guter Mensch. Wo man in Schwulenkreisen doch so ganz anders über Sie spricht. (Kennen wir ja, diese elende Neid-Bagage, gell?) Stimmt es, dass reihenweis alle vor dem berühmten Bruno Gmünder einknicken? Macht Ihr umsatzstarkes Imperium sprachlos? Ist es wahr, dass Sie es verhindern konnten, dass all die von Ihnen Gefeuerten und Davongelaufenen einen Verein gründen? Geben Sie tatsächlich so viel Geld für Anwälte aus?

Ein 68seitiges Spasspornoheft, das (als Konzept) u.a. schwul-satirische Seiten beinhaltet, Permanentpropaganda gegen die katholische Kirche betreibt, schamlos durch die Medien schwuchtelnde „Homo-Promis" anprangert, aber auch immer Hinweise auf Kondome, Aids und die Folgen enthält... und in dem auf mal 6, mal 7 oder 9 Seiten (auch) Bareback-Filme vorgestellt werden (eindeutig als solche gekennzeichnet)... also ein solches Spasspornoheft als Bare-Titel zu bezeichnen und nun sogar - noch unverfrorener hinterhertretend - „nur noch Bareback propagiert" zu attestieren, ist gelinde gesagt bescheuert. Pardon, nein, das nehme ich zurück und formuliere brunomässig gefälliger.... Ist eine zwar elegante, aber doch ziemlich billige Ablenkung von Ihren Geschäftspraktiken.


Wie sahen diese denn bis dato aus? Während Sie (Ihre Leute?) einige Pornoproduzenten, die u.a. auch Bareback-Filme produzieren, rigoros aus dem Hause gefeuert haben (im wahrsten Sinne des Wortes), ist Ihr riesiger DVD-Verleih-Bestand (und das weissgott nicht nur am Nollendorfplatz) eine wahre Bareback-Fundgrube. Schöner noch, dort machen Sie ausgerechnet mit Titeln jener vorerwähnten gefeuerten Produktionen gute Geschäfte. Schliesslich haben Sie den Produzenten jeden dieser Titel nur einmal abgekauft.

Und Ihre hübsch dekorierten Berlin-Privat-Prick-Sonderverkaufstische? Was führen diese gummilos agierenden (zumeist) Pornodarsteller dem Zuschauer denn Ihrer Meinung nach vor? Propagierung von Verpartnerung? Wird dem Betrachter dieser Filme eine irgendwie andere Art von Kopulation vorgeführt, als in Filmen, in denen es Nicht-Lebenspartner miteinander treiben?

Mindestens 60 % Ihrer Ladenflächen quellen über von Hardcore. Also machen Sie damit ordentlich Geschäft. Trotzdem kennt sich keiner so richtig aus. Mangelt es an pornographischem Fachpersonal? Ein Heft, das auf + / - 10 % seines Inhalts „nur noch unsafes Verhalten propagiert" wird als gefährliches Propagandamaterial aus dem Sortiment gekippt, während - nicht etwa irgendwo versteckt - in zwei Bruno’s-Regalreihen ein Rentboy-Film neben dem anderen steht... auf den Covers rinnt den Modellen das Sperma nur so über’s Gesicht. Da blättern Sie mehr oder weniger regelmässig alle 68 BUDDY-Seiten (welche Ehre) von vorn bis hinten durch („hatten den Eindruck, dass da nur noch Bareback propagiert wird"), kneifen aber beim Rundgang durch Ihre DVD-Reiche die Augen zu? Einen Kommentar erspare ich Ihnen... und mir eine Klage wg. Beleidigung.

Apropos 9.331 DVDs: Eine ganze Bruno’s-Regalwand strotzt voll von Cadinot-Titeln. Ihr Lebtag sind Sie da noch nicht vorbeigekommen? Sie betätigen sich doch seit über 20 Jahren als Herausgeber von Schwulenmagazinen, und da Sie haben noch nie etwas von den jahrelangen Auseinandersetzungen über Cadinots gummilose Produktionen läuten hören? Als was bezeichnen Sie denn Ihr Cadinot-Angebot? Als historische Lehrfilme, wie man’s nicht mehr machen soll?
Angesichts Ihrer Einleitung verwundert es nicht, dass Sie versuchen - im Umkehrschluss - mit dem Finger auf mich zeigen. Zur Klarstellung: Mein Artikel befasst sich mit Ihnen, mit dem berühmten schwulen Verleger, Sexshopbetreiber, Pornovertreiber, Pornoproduktionsbeteiligten und Aidshilfemitbegründer Bruno Gmünder (samenhafte 111.000 Google-Seiten-Ergebnisse). Und nicht mit mir. Mit mir können sich andere beschäftigen.

Jens M. A. Reimer

PS. Ich bitte um Verständnis, aber es gibt einige Gründe, warum ich ganz und gar nicht Ihr „Lieber Jens Reimer" sein möchte. Insofern möge es denn auch mit dieser Mail sein Bewenden haben.
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5. August 2008

Lieber Jens Reimer,

haben Sie herzlichen Dank für die Zusendung Ihres Artikels" Bruno’s Big Bareback-Heuchelei".
Sie berichten in Ihrem Artikel über die Berlin Privat Serie unsere Labels Prick und über die Zusammenarbeit von Cazzo Film und dem Bruno Gmünder Verlag.
Seit Juli 2007 ist der Bruno Gmünder Verlag Mitgesellschafter bei Cazzo Film. Der Verlag hat in dieser Zusammenarbeit die Aufgabe des Vertriebs, des Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit übernommen.

Cazzo Film profitiert in einem schwierigen Marktumfeld von dieser engen Zusammenarbeit mit einem starken und zuverlässigen Partner.

Die „Berlin Privat Serie" haben wir mit der Veröffentlichung von „Berlin Privat 8", ein Film in dem übrigens geil mit Gummi gevögelt wird, eingestellt. Die Berlin Privat Filme sind als Pornos mit Männern, die in einer Paarbeziehung leben, entstanden, manche dieser Paare treiben es tatsächlich ohne Gummi, manche machen es nur mit Kondom.

Die Entscheidung in „Berlin Privat 8" auf Kondome beim Analverkehr auch bei Paaren zu bestehen, die in ihrem Privatleben ohne Kondom Sex haben, geht unteranderem auf eine intensive Diskussion mit unserem Vertriebspartner, dem Bruno Gmünder Verlag, zurück.

Sex in Cazzo Filmen ist seit über elf Jahren in der Regel Safer Sex. Mit vielen unserer Darsteller verbinden uns lange und intensive Arbeitsbeziehungen und Freundschaften. Wir wollen unseren Darstellern und Mitarbeitern eine sicher Arbeitsatmosphäre bieten. Für uns gehört ein Kondom auf den Schwanz eines Pornodarstellers wie der Schutzhelm auf den Kopf eines Bauarbeiters. Es ist ein simpler Arbeitsschutz in der Sexindustrie. Cazzo Film wird auch in den nächsten Produktionen nicht darauf verzichten.

Mit besten Grüßen / best regards
Lars Reimers
Cazzo Film GmbH & Co KG
Gneisenaustr. 94
10961 Berlin

GERMANY Persönlich haftender Gesellschafter: Cazzo Film Verwaltungs GmbH
Geschäftsführer: Jörg A. Polzer, Michael Taubenheim
Handelsregistereintrag Berlin Charlottenburg HRA 107835 B
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5. August 2008

Lieber Lars Reimer,

das ändert nichts an der Tatsache, dass kondomlose Berlin-Privat-Filme zuhauf - in Haufen - in Bruno’s Läden angeboten werden. Im übrigen richtet sich der Artikel nicht gegen Cazzo.

Mit Gruss
Jens M. A. Reimer
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7. August 2008

Lieber Jens

Immer noch aus der Ferne ... habe ich deine Mail gelesen. Hierzu nur noch als Ergänzung zu „Bruno’s Heuchelei": Schau dir mal die letzten beiden Titel von Kristen Björn an. Auch dort werden je eine Bareback Szene mit der Ausrede des „real-life couples" verkauft.

Wir haben BG darauf angesprochen, da diese ja unsere BB Filme meiden wie der Teufel das Weihwasser, aber die entsprechende Antwort kannst du dir ja vorstellen. Das sei was völlig anderes.

Na ja, all die Pharisäer, die gegen BB Filme wettern - Falcon, ChiChiLR, BelAmi etc. - produzieren mittlerweile Filme, wo locker in den Mund abgespritzt wird und verkaufen das dann in allem Ernst als Safe-Produktionen.......

Liebe Grüsse...
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

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6. August 2008

Hallo Herr Reimer,

Ich habe mit sehr großem Interesse Ihren Artikel über den Gmünder Verlag gelesen. Sie sprechen mir aus ganzem Herzen. Auch wir waren und sind Angriffspunkte für Herrn Gmünder. Das Geschrei aus diesem Haus kann sowie keiner mehr verstehen, da es heuchlerisch ist.

Mit besten Grüßen
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

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6. August 2008

hallo ....

ich sage nur: KULT! aber wirklich neues steht ja nicht unbedingt in dem artikel oder?
wie man aus der homo-history weiß, wird nicht viel passieren. madame wird zunächst auf unterlassung klagen (siehe den zitierten du&ich-vorfall), dann den autor nach guantamo verbringen lassen und die fotografen, veröffentlicher, die hersteller der kamera, die putzkräfte in allen brunos-läden, die waldarbeiter, die das holz für das papier geschlagen haben, auf dem buddys gedruckt wird, entlassen, verklagen (rufmord, beleidigung, geschäftsschädigung), bedrohen und beschimpfen. je nach schwere des deliktes.

und dazwischen immer wieder krächzen: „es werden köpfe rollen".

wir werden es ja sehen.

herzliche grüße
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

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Guten Tag Herr Reimer,
... Ich habe .... den Artikel laut vorgelesen und wir haben uns köstlich amüsiert.
Aber auch jenseits des Amüsements entsprechen die teils drastisch formulierten Aussagen m. E. den Tatsachen.
 Ganz empfindlich wird Herr G. auf den Namen von Maltzahn reagieren, der wie eine Ikone im Verlag verehrt wird. Das wird ihn persönlich treffen.
Ich weiß nicht, ob das riesengroße Portraits von Christian von Maltzahn noch im Eingangsbereich hängt, was ich immer als pietätslos empfand.
Ich kann gar nicht glauben, dass er all diese Label der Boutique führt, die ja eindeutig bareback sind. Gerade SEVP waren die allerersten, die sich mit bareback au den Markt getraut hatten ... 
Ich werde diese nächsten Tage auch einen Kontrollbesuch dort machen, um es mit eigenen Augen zu sehen.
   
.... 
Mit herzlichen Grüßen
(der Autor ist dem Archivar bekannt)
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5. August 2008

Vielen Dank, wir hatten den Artikel schon entdeckt.

Nach unseren Erfahrungen ist es nicht sehr aussichtsreich, Auseinandersetzungen mit Bruno zu führen, da er in aller Regel genau das tut, wozu er gerade Lust hat, egal, was andere dazu sagen ...

Schöne Grüße
(der Autor ist dem Archivar bekannt)
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6. August 2008

Lieber Herr Reimer,

also wenn heute keine Atombombe mehr fällt dann weiß ich auch nicht...

Werden die Krieger müde?

Wie Sie richtig bemerkten: Was für Heuchler!

Ihr
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

Samstag, 5. März 2011

Über das Geschäft mit schwulen Bareback-Pornos - und die Rolle Bruno Gmünders, Mitbegründer der Deutschen AIDS-Hilfe.


In dem schwulen Magazin DU & ICH EXTRA Nr. 21, Ausgabe August/September 2006, erschien auf den Seiten 38 bis 43 ein Beitrag über die hemmungslose Produktion und Vermarktung schwuler Bareback-Pornos in Prag.

Auf Seite 41 dieses Beitrags ("Welcome to Bareback City") stand u.a. auch dieser Satz:

"...Umschlagplatz für den Bareback-Markt ist Amsterdam. Firmen wie ... Bruno Gmünder ... kaufen das Material aus Osteuropa und vermarkten es."

Mit "Diese Behauptung ist falsch" beginnt eine 56-zeilige "Richtigstellung" der Herren Bruno Gmünder und Michael Taubenheim, Geschäftsführer der "Bruno Gmünder Media", die DU & ICH auf Seite 33 der Ausgabe 09/2006 abdruckte.


Darin heisst es u.a.: "Richtig ist, dass die Bruno Gmünder Media-Firmen (Verlag und Bruno's) solche Filme nicht einkaufen und ebenso keine Vermarktung von so genannten Bareback-Filmen betreiben... [das] widerspricht unserer Verantwortung als schwule Männer für uns selbst, unsere Partner und unsere Community... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt... Bareback ist Spaß ohne Rücksicht auf den Partner und Verluste, Bareback ist Lust ohne Zukunft,  Sex ohne Verantwortung..."

Die "Richtigstellung" endet im bekannten gmünderschen Drama-Tremolo: "Unser Verlagsmitbegründer Christian von Maltzahn starb 1997 infolge von AIDS. Wenn er die Wahl hatte, entschied er sich für Verantwortung statt Risiko. Und dennoch hat ihn die Todeswelle mitgerissen..."

Anschliessend entschuldigt sich DU & ICH Chefredakteur Dirk Ludigs. Diese Passage sei im Urtext gestrichen worden, aber während des Produktionsprozesses sei die falsche, ursprüngliche Textversion in Druck geraten.

Die DU & ICH Redaktion: "Der hierdurch erweckte Eindruck, die Gmünder Firmen handelten mit Bareback-Videos bzw. produzierten solche Filme, ist falsch. Die Gmünder-Firmen produzieren keine Bareback-Videos. Ebenso wenig vermarkten sie solche Filme."

Tatsächlich jedoch hatten die beschwörenden Bareback-Distanzierungen der Herren Bruno Gmünder und Michael Taubenheim mit der Realität wenig zu tun, wie Recherchen des schwulen Magazins BUDDY im Frühjahr 2008 in bruno's Sex-Shop-Kette ergaben:

Auf Seite 3 des Magazins BUDDY Nr. 110 widerlegt Chefredakteur Jens M.A. Reimer anhand aktueller Fotos von bruno's Pornoregalen am Berliner Nollendorfplatz das ganze Geschwafel von Empörung, Unschuld und Sorge um die Community der beiden Safer-Sex-Heiligen. Weiteres Fotomaterial läge aus bruno's-Filialien Hamburg und München vor.

Über einen weiteren Bareback-Beitrag der Herren Gmünder und Taubenheim heisst es: "In besonders bizarrem Licht erscheint die Moral des Herrn Gmünder (Mitbegründer der Deutschen AIDS Hilfe e.V. !!!), seit er sich 2007 in die Porno-Produktion CAZZO eingekauft hat, in deren Serie "Berlin Privat" zum Gotterbarmen bareback gevögelt wird. Im Haus Gmünder heissen diese unsafen Fickvorführungen Soft-Bareback (= privat fickende Paare). Welch schamlose Sprachverwirrung..."

Stellungnahmen zu der BUDDY-Enthüllung und Fortsetzung dieses Eintrags am Mittwoch 6. März 2011, hier > "Bareback ist die Propagierung unsafen Verhaltens"... und wurde bis 2008 in bruno's Sortiment angeboten.



Freitag, 4. März 2011

Warum kommt der Name des weltbekannten schwulen Verlegers Bruno Gmünder in der History des (Prinz) Eisenherz Buchladens nicht vor?

Im Wikipedia-Eintrag zu Bruno Gmünder Verlag heisst es (2011) u.a.

... wurde im November 1978 in Berlin die Prinz Eisenherz Buchhandlung in der Bülowstraße eröffnet. Ab 1979 gehörte auch Bruno Gmünder (* 1956) zum Eisenherz-Team...


Unsere Anfrage an die "Prinz Eisenherz Buchhandlung" in Berlin (10.2.2011) lautete deshalb sinngemäss:
Wo finden wir spezielle/detaillierte Informationen über die Gründungsjahre von Prinz Eisenherz mit Peter Hedenström, Michael Keim, Lothar Lang, Christian von Maltzahn sowie speziell über die Rolle von Bruno Gmünder?

Wann immer man sich für Details über Bruno Gmünder und seine Aktivitäten zu interessieren beginnt, heisst es "Vorsicht! Rechtsanwälte!" In obiger Mail lautet die entspr. Formulierung "aus juristischen Gründen". 

Und so taucht der Name Bruno Gmünder in der Eisenherz-History (anklicken: Die Story) - folgerichtig - nicht ein einziges Mal auf.

Dabei war "einer der mächtigsten Schwulen in Deutschland", also dieser begnadete schwule Verleger doch seit 1979 im Eisenherz-Team?


Nach meiner persönlichen Erinnerung sind Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn im Streit aus dem Prinz Eisenherz Buchladen geschieden. Der Streit eskalierte - das war seinerzeit überall Gesprächsthema - u.a. wegen der Kundenkartei des Prinz Eisenherz Buchladens, die die beiden taffen Jungverleger (so der Vorwurf) "mitgehen" ließen ...

Nochmal: In Wikipedia heisst es "Unter der Beteiligung Christian von Maltzahns (1956–1997) wurde im November 1978 in Berlin die Prinz Eisenherz Buchhandlung in der Bülowstrasse eröffnet. Ab 1979 gehörte auch Bruno Gmünder (* 1956) zum Eisenherz-Team. Im Jahre 1981 gründeten die beiden damals 25jährigen Freunde den Verlag..."