Samstag, 30. April 2011

Pfeifende Spatzen sind keine gute Informationsquelle. Zur Bruno Gmünder Verlag GmbH gibt es aktuell keine neuen Handelsregistereintragungen.



Die Handelsregistereinsicht des Amtsgericht Berlin Charlottenburg befindet sich - neu - in der Hardenbergstrasse 31, Zimmer 121. Der letzte Eintrag (Stand 29. April 2011, 9:30h) zur Bruno Gmünder Verlag GmbH, HRB 56490, lautet:

Beschluss der Gesellschafterversammlung Bruno Gmünder Verlag GmbH, Berlin, vom 18. Februar 2004. Der alleinige Gesellschafter Bruno Gmünder beschliesst: Zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft wird bestellt Michael Taubenheim. Er ist alleinvertretungsberechtigt. Berlin 18. Februar 2004.

Das heisst, bis dato gibt es keine anderen/neuen/zusätzlichen Gesellschafter. Die Spekulationen vom 27. März und vom 13. April (Elmar Kraushaar in der taz) entbehren (bislang) jeder Grundlage.

Donnerstag, 28. April 2011

Die Verehrung für "Bruno den Grössten" ist extraordinär




2006 verlieh ein gewisser Master Patrick dem schwulen Verleger einen Porno-Star-Award, der "jährlich an einen Menschen vergeben [wird], der sich besonders für Dinge wie soziales Engagement und ähnliches einsetzt."

Nun ist zwar weniger bekannt, dass sich Hr. Bruno Gmünder je für Obdachlose, Folteropfer "oder ähnliches" eingesetzt hätte, aber der "weltweit grösste schwule Verleger" erhielt die Porno-Star-Ehrung ja auch dafür, dass er sich - "durch die enorme Firmengrösse ... massgeblich an der Verankerung schwuler Interessen in der Bevölkerung beteiligt" hat.

Wohl wahr: Bruno Gmünder hat erfolgreich eine 'superlative' Aura um sich und seine Unternehmungen verbreitet, die nicht nur in Deutschland, nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt - vgl. Blogeintrag vom 10.3.2011 Grössenwahn - Gmünder-Gläubige in Verzückung versetzt.

Montag, 25. April 2011

Das "System Bruno Gmünder": Unternehmensführung per Aktennotizen

Die roten Ergänzungen stammen vom Archivar.

"Unternehmensführung bezeichnet in der Betriebwirtschaft die direkte und indirekte Verhaltensbeeinflussung zur Realisierung von Zielen, die sich aus übergeordneten Zielen des Unternehmens ableiten... Die direkte Einflussnahme erfolgt durch die persönliche Beziehung von Führungspersonen und Geführten.... Ein Teil der Unternehmensführung ist die Personalführung."

Führungspersonen praktizieren ganz unterschiedliche Strategien der Unternehmensführung. Kleinunternehmer z.B. kennen die meisten ihrer Mitarbeiter und halten oft einen motivationsfördernden, persönlichen Kontakt zu ihnen. Andere schaffen ein hierarchisches System, das auf dem Prizip "Radfahrer" basiert. Wieder andere führen durch Gebrüll, Türenknallen und Abmahnungen.

Im Bruno Gmünder Verlag funktionierte die Unternehmensführung - ähnlich der in Grossunternehmen und riesigen Konzernen - mithilfe von Aktennotizen. D.h. die Führungsperson kommunizierte mit dem Geführten in Form schriftlicher Kurzmitteilungen, die zugleich in Kopie einem grösseren Geführtenkreis (als Warnsignale) übermittelt wurden.

Der Vorteil des Systems der Führungsperson Bruno Gmünder war, dass die Anzahl seiner selbst produzierten Aktennotizfehler sowohl dem Aktennotizempfänger, als auch allen Kopie-Empfängern, neben der Brisanz auch gleich noch den jeweiligen Grad der Erregung der Führungsperson signalisierte.

Donnerstag, 21. April 2011

Kleinunternehmer (à la Bruno Gmünder) mögen Betriebsräte überhaupt nicht


Rote Linien und Kreuz wurden vom Archivleiter hinzugefügt.
1997, als man den schwulen Verleger noch nicht zu "einem der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland" zählte, gab es im Bruno Gmünder Verlag einen Betriebsrat.

Kleinunternehmer, zumeist sind es Selfmade-Männer, die alle und alles dominierend ihre Firma beherrschen, mögen Betriebsräte ganz und gar nicht. Nicht nur, weil die (u.a.) gegenüber der Unternehmensleitung sachkundig die Mitarbeiterinteressen vertreten und verteidigen, sondern weil ein Betriebsrat praktisch unkündbar ist.

Üblicherweise versuchen Kleinunternehmer Wahlen und somit die Bildung eines Betriebsrates schon im Vorfeld - nicht selten mit allen nur denkbaren legalen und illegalen Tricks - zu verhindern. Wurde dennoch ein Betriebsrat gewählt und installiert, können Kleinunternehmer ungeahnte Kreativität entwickeln, um ihn wieder los zu werden. Wir kennen solche Fälle zuhauf in der Bundesrepublik.

Unangenehmerweise hatte sich bei den Herren Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn so ein Kuckucksei - pardon - so ein Betriebsrat - im Verlag eingenistet. Da war guter Rat teuer. Zu den kreativen Einfällen des Bruno Gmünder gehörte - wie hier dokumentiert - diese herrlich ausgeflippte Scientology-Kündigungs-Idee.

Leider floppte die Idee. Eine allerletzte - auch nicht so schlechte - Idee des Verlegers Bruno Gmünder, war die Versetzung des Betriebsrates aus der Buchhaltung in den anspruchsvolleren Tätigkeitsbereich des Packdienstes. Erfahrungsgemäss funktioniert sowas zu 99%.

Und tatsächlich: Der Betreffende kapitulíerte und verliess den Bruno Gmünder Verlag von sich aus.


Zur Vervollständigung unseres Archives suchen wir noch mehr zeitgeschichtlich interessante Dokumente.

Mittwoch, 13. April 2011

taz vom 12.04.2011: Doch jetzt soll Schluss sein mit der Verlegerkarriere.

Elmar Kraushaar in taz.de über den Verleger Bruno Gmünder und Brunos persönlichem Archivar und brunoleaks:

"Doch jetzt soll Schluss sein mit der Verlegerkarriere. Gmünder habe, so pfeifen es die Spatzen von den Dächern, verkauft an einen, der nicht aus der Branche kommt. Das Internet, das die Schwulen so lieben, hat zu dem Ende geführt, denn das Pornogeschäft - auch das schwule - ist am Boden, seitdem sich jeder seine ganz persönliche Wichsvorlage gratis runterladen kann. Und Brunos Archivar ist, kaum hat er seine Arbeit aufgenommen, bald wieder bloglos."

Kraushaars Schlusssatz/Vermutung möchten wir an dieser Stelle mit allem Nachdruck widersprechen.

http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/der-homosexuelle-mann-47/


Spätere Ergänzung: http://brunoleaks.blogspot.com/2011/04/pfeifende-spatzen-sind-keine-gute.html

Abb. oben rechts mit freundlicher Genehmigung aus http://schwul-gay-satire.blogspot.com/2010/10/bruno-gmunder-publikumsliebling-bei.html

Donnerstag, 7. April 2011

Prall gefüllt mit Sex, Service und Amüsement = schwules Selbstwusstsein


MÄNNER aktuell 1/1996 - Deutschlands schwule Illustrierte Nummer 1
MÄNNER 6/2004 - Deutschlands informativste Illustrierte für schwule Männer
MÄNNER 10/2007 - Die Nummer 1 der schwulen Kaufmagazine.
An schwulem Selbstbewusstsein hat es Bruno Gmünder nie gemangelt. Eher ist zu vermuten, dass er regelmässig davon irgendwie übermannt wird. 1996 prahlte das Blatt - mit Sex, Service und Amüsement - Deutschlands schwule Illustrierte # 1 zu sein. Ohne einen Beleg dafür. Einfach so.

Schliesslich konnte man erst fünf Jahre später, ab der Ausgabe 6/2001, mit Eintritt in die Auflagen-Prüfgemeinschaft IVW, die Spitzenstellung belegen.

In der Abo-Werbung des Juni 2004 gibt man sich eine Spur bescheidener (wahrscheinlich etwas vorsichtig geworden, schliesslich hatte man Ende 2003 den IVW wieder verlassen). Aber auch hier geht es nicht ohne Gmünderschen Superlativ ** ab. Von der Sex-Service-Amüsement-Illustrierten ist man zum informativsten Schwulenmagazin mutiert.

Aber schon im Oktober 2007 (Happy Birthday, Männer, zum 20. Blattjubiläum), protzt man sich erneut zur Nummer Eins der schwulen Kaufmagazine. Einfach so. (Sollen doch andere das Gegenteil beweisen.)

** Siehe Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): Alleinstellungsbehauptung

Mehr lesen:
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/schamlose-auflagen-hochstapelei-auch-im.html

Freitag, 1. April 2011

Wenn "Verkäufer" Bruno Gmünder, "einer der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland", über Schwule spricht...

Diesen Text des Verlegers in (na, wo wohl?) MÄNNER 06/2005, Seite 13, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

1) "Damals war das ein ziemlich egozentrischer Haufen von Politschwuchteln, die die Welt verbessern wollten..."

In dem Beitrag "Wir alle waren Tunix" der taz vom 25.1.2008 offenbart Bruno Gmünder, dass er ja ursprünglich selbst eine Politschwuchtel war, die die Welt verbessern wollte:  "Der Traum war zum Trauma geworden. Buchstäblich zerschossen, irgendwo zwischen Stammheim und Mogadischu hatten sich unsere Träume aufgelöst, und jetzt öffneten sich unsere Augen: Die ganze Richtung war falsch gewesen, wir brauchten eine Kurskorrektur. Wir brannten, und wir suchten eine neue Richtung für unsere Energie. Das war Tunix. Ein Nachdenken über das Neue. Das Ende des revolutionären Traums und der Beginn der eigenen Verantwortung. Ich war gerade 21, kam aus der Roten Hilfe in München, vom (linksradikalen) "Blatt" und war nur noch genervt, jeden Morgen die Polizei vor dem Haus stehen zu sehen..."
Vgl. brunoleaks Eintrag vom 2.3.2011

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2) "Die Gesellschaft? Begegnet mir recht selten, einzelne Personen hingegen sehr oft. Unter ihnen gibt es immer noch jede Menge Miesmacher. Die sind, bildlich gesprochen, mit einem zu kleinen Schwanz auf die Welt gekommen..."

(Schwule) Menschen, die andere Meinungen, andere Vor- und Einstellungen haben als der mächtige Schwule Bruno Gmünder, sind Miesmacher mit körperlichen Defiziten (kleinschwänzig) ...


Gmünders Äusserungen über ehemalige Angestellte - oder gar Konkurrenten - sind übrigens deutlich deftiger.