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Samstag, 29. November 2014

Bruno Gmünder kauft seinen Verlag zurück


Deutschlands schwulster Wirbelwind, einer der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland, wirbelt also mächtig weiter:

boersenblatt.net 26.11.2014: "Die Bruno Gmünder Group wird als Bruno Gmünder GmbH fortgeführt ... rückwirkend zum 1. November haben Frank Zahn und der Firmengründer Bruno Gmünder das Unternehmen gekauft. Neue Geschäftsführer sind Frank Zahn und Michael Taubenheim ... Mit einer neuen Gesellschafterstruktur will das Traditionsunternehmen nach Turbulenzen wieder durchstarten und "wichtigster Dienstleister für die schwule Community weltweit" bleiben ... "

Just eben hat man eine beschämende Insolvenz (= Zahlungsunfähigkeit) hingelegt und der Insolvenzverwalter eine 'Notoperation' vorgenommen, da plustert man sich protzend gleich wieder mit Superlativ und Alleinstellung auf.

Leser-Kommentare auf queer.de, thematisch sortiert:


Am 1.4.2012 kommentierte 'Anonym' auf brunoleaks: "Mitte Januar hat B.G. mit Mann Berlin verlassen ... Damit hat sich dieser Blog wohl erledigt."

Wir hingegen hatten schon kurz zuvor eine ähnliche Totsagung folgendermassen kommentiert: "Der Mann ist ja gerade einmal 55 Jahre jung. Ich rechne also fest damit: Da kommt noch was. Und wenn nicht, dann rechne ich fest damit, dass noch was rauskommt. Wie sagte schon Mutter zu uns Buben: "Früher oder später kommt alles raus." 

Zurück zu unserem "Titelbild": Das schwul-katholische Wunderkind, David Berger, hat also die Verkaufsauflage des Vorzeige-Flagschiffs des "wichtigsten Dienstleisters für die schwule Community weltweit" - MÄNNER - auf die Auflagenhöhe eines grösseren Gymnasium-Schülerblattes eingedampft.

Den ganzen Text und (aktuell) 67 Kommentare im aktuellen (26.11.) queer.de-Beitrag:




Freitag, 25. April 2014

An der Bruno Gmünder Legendenbildung wird ungeniert weitergestrickt. Jetzt strickt Wunderknabe David Berger.


Nein, Bruno Gmünder (58) wurde kein Wachstumshormon gespritzt. Der (körperlich) klein geratene Ex-Verleger steht hier, fototechnisch sauber arrangiert, auf einer Pornokiste. Links von ihm der weltberühmte schwulkatholische Wunderknabe David Berger (46), rechts "der neue schwule Medienfürst" und Bareback-Pornohändler Tino Henn (39).

Es geht um obigen Selbstbeweihräucherungstext, womöglich aus der Feder des begnadeten "Bestsellerautors" David Berger, dem "kampagnenerprobten, weit über die Grenzen der Szene bekannten Chef".

Entweder sind die ersten zwei Sätze journalistisch unsauber - oder ahnungslos hingehau'n - oder bewusst leserverdummend formuliert. Wir tippen auf letzteres, da die Legendenbildung Tradition hat im Bruno Gmünder Verlag.

1) Der Verfasser geniert sich nicht, folgende zwei Sätze in einem kurzen Absatz unterzubringen: "Die MÄNNER hat ihre Wurzeln ... mit einer Zeitschrift namens Torso ... " und "Das Resultat [der Wurzel Torso] war ein Periodikum ... wo jeweils zehn Männer mit ... sechs Aufnahmen vorgestellt wurden"

** Das 1987 erscheinende Buntebilderheft MÄNNER, ein mit Kontaktanzeigen aufgefülltes schwules Masturbationsmagazin, randvoll mit deutlich bis dick anschwellenden Geschlechtsteilen US-amerikanischer Pornomodelle - - - soll also seine "Wurzeln" - - - in der fünf Jahre zuvor erscheinenden journalistisch engagierten Schwulen-Zeitschrift TORSO gehabt haben. Diesen "geistigen" Zusammenhang zu konstruieren, dazu gehört schon allerlei Chuzpe ...

2) "Die Idee dazu [TORSO] hatte der junge Bruno Gmünder, der das Projekt, das es auf pralle 18 Ausgaben brachte ..." 

** Die Idee zu der Zeitschrift TORSO hatte Michael Föster, Beruf Journalist und 1982 bereits 18 Jahre als Redakteur tätig

** In Wikipedia formuliert es der Bruno Gmünder Verlag dann auch schön verschwiemelt: "Ebenfalls 1982 rufen sie [Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn] mit Michael Föster und Theo Düppe das Magazin Torso ins Leben, welches einen Mix aus Lifestyle und politisch-engagierten Journalismus bietet"



** Von TORSO erschienen nicht 18, sondern nur 16 Ausgaben.

** TORSO erschien zu keinem Zeitpunkt im Bruno Gmünder Verlag (siehe oben)

** Die angebliche Kreativkanone Bruno Gmünder hat bei TORSO nie etwa anderes getan, als sich um die Anzeigen zu kümmern (siehe oben und unten).




** Im Dezember 1982 bereits stellte Bruno Gmünder klar "Und Mitverleger von TORSO bin ich ebenfalls nicht mehr" (siehe oben)


** 1983 lassen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ganz die Finger von dem Objekt (siehe Impressum oben).


Zugegeben, dieser Post ist überflüssig wie ein Kropf. Denn tatsächlich erzählt (und belegt) der Blog brunoleaks in elf verschiedenen Posts die wahre Geschichte von TORSO.

Aber so oft Bruno-Gmünder-Märchen in immer neuen Variationen aufgetischt werden, so oft wird auch brunoleaks die Fakten wiederholen.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Schmeisst Bruno Gmünder jetzt das Bareback produzierende Pornolabel Bel Ami raus?


Das waren noch Umsatzzeiten, als der Bruno Gmünder Verlag 2005 das soundsovielte Bel Ami Nackeideibilderbuch mit dem Pornostar Lukas Rigestone veröffentlichte: "Lukas in Love widmet sich Lukas Ridgestone, Bel-Ami-Superstar der ersten Stunde, in wunderbaren Soloportraits und mit seinen Freunden. Seine verträumte Sinnlichkeit und natürliche Ausstrahlung verleihen den Fotografien ihren besonderen Reiz. Bel Amis verspielte Jungs sind erotischer und emotionaler als je zuvor, in zauberhaften Aufnahmen zeigen sie ihre atemberaubend schönen Körper, als hätten sie nie etwas anderes getan. Frische Erotik vom Feinsten!"



Inzwischen hat das bis 2009 sorgsam mit Kondomen produzierende Pornolabel Bel Ami einen Bareback-Bruder namens Lukas Ridgeston Bel Ami Bareback DVD bekommen. Unter dem Namen des Porno-Super-Stars werden schon emsig Bareback-DVDs herausgebracht, auch wenn das nicht auf jedem Cover draufsteht (der Handel ergänzt es liebevoll per Etikett).

Da wird neuerdings nicht nur gummilos gevögelt, sondern ungeniert zugegeben, dass die Belamibuben es auch schon zu "seriösen Produktionszeiten" ohne Kondome vor der Kamera getrieben haben: "Dirty Secrets... Nun gibt es die besten Bareback-Episoden aus den Archiven von BelAmi, die noch nie auf DVD zu sehen waren. Zwei BelAmi Erotiklegenden sind wieder zurück! Tommy Hansen und Tim Hamilton spüren sich Haut an Haut...." Und beide Labels werden ungeniert auf der gleichen Schiene vermarktet. Das ist mit der "ästhetisch-sinnlichen Unterhaltung für den Bauch" (Bruno) des "Mitbegründers der Deutschen Aids-Hilfe", der seinen "wenn auch geringen Einfluss in der Weise geltend zu machen [versucht], dass Gefahrenszenarien reduziert sind", eigentlich unvereinbar.


Dabei hat sich Bruno Gmünder für das umsatzknackige Porno-Label nicht nur über viele Jahre mit einem Schwall an Fotobüchern, Postcardbooks und Kalendern stark gemacht, sondern in seinem Magazin MÄNNER als Vertriebspartner des Pornoproduzenten demselben auch jede Menge Reklame zugeschustert (was so aussah, als würde Bel Ami dort für viel Kohle inserieren).

Jetzt also ist Rausverkauf. Sage und schreibe 84 DVDs von Bel Ami müht sich die Bruno Gmünder Distribution billig zu verscherbeln. Nur noch die aktuellsten 16 DVDs werden dem Handel zum Normalpreis angeboten.



Montag, 28. März 2011

Seit ich die Schwulen kenne, liebe ich meine Kois.

Er mag keine Teppiche. Und er mag keinen Plüsch. Der sehr mächtige, aber sehr einsame Verleger, der exakt sechs Monate nach dem Tod seines langjährigen Lebens- und Geschäftspartners diese Pseudo-Kontaktanzeige in seinem Hausmagazin veröffentlicht. Das Ambiente ist perfekt arrangiert, die Lektüre mit Bedacht ausgewählt, und im Hintergrund brutzelt leise der Kamin, während der grosse einsame Mann sehr ernst, sehr bedeutsam, aber irgendwie auch erwartungsvoll in die Kamera blickt. Grandios eingefangen: Man spürt regelrecht noch ein wenig von der Spannung und dem Stress, denen er als Darsteller auf der Bühne seines Imperiums ausgesetzt ist.


??? Diesen Blog-Eintrag haben wir bereits vor einiger Zeit eingestellt. Aus unerfindlichen Gründen hat er sich kürzlich in Luft aufgelöst. Macht nichts. Im Bedarfsfall können wir ihn täglich neu einstellen.

Samstag, 26. März 2011

Bruno Gmünder, weiss, 170 cm, schwul, Krebs, Jura-Studium, vergeben


Bruno Gmünder ist Mitglied bei Myspace, Kopie vom 12. Juli 2010
Warum Bruno Gmünder auf Myspace ist: um kostenlos Reklame zu machen.

Wieviele Semester Bruno Gmünder in München Jura studiert hat (3!) und ob er
einen Abschluss machte (nein, Studienabbrecher), verrät er öffentlich nicht. Tatsächlich
nutzt er Facebook zur "Vernetzung" - will sagen: zur kostenlosen Reklame.

Warum der Bruno Gmünder Verlag nicht auf Facebook ist:
"Gemeinschaftsseiten werden nicht unbedingt von den dazugehörigen
Personen oder Organisationen befürwortet oder unterstützt."

Bruno Gmünder (Mitte) mit Geschäftspartner Christian von Maltzahn (rechts) und
Chefredakteur Michael Föster (links) in der ersten Ausgabe von TORSO, Mai/Juni 1982

MÄNNER aktuell 4/1991, "10 Jahre Bruno Gmünder Verlag". Die beiden Verleger
im eigenen Verlagsobjekt über sich selbst: Wir, "die dynamischen Verleger..."

MÄNNER aktuell 1996. Ein Jahr später stirbt Christian von Maltzahn (links) an Aids.
"Herbert Engel", alias Niko, Pornomodell, seit 2001 Bruno Gmünders Lebenspartner,
in MÄNNER 11/2001 (oberer Teil, unten Filme in denen "Herbert" mitgewirkt hat)

Freitag, 25. März 2011

Schamlose Auflagen-Hochstapelei (auch) im Bruno Gmünder Verlag

Vorwort des Verlags-Mitinhabers Christian von Maltzahn im Magazin MÄNNER aktuell, 10/1989

Ununterbrochen - seit 1969 - betreiben schwule Verlage hemmungslose Hochstapelei. Über die Auflagen von Magazinen und Zeitschriften, Pornoheften und sonstigen Druckobjekten wurden und werden in der schwulen Szene die abenteuerlichsten Zahlen verbreitet. Wobei anzumerken wäre, dass schwule Verlage natürlich auch nie jemals mit den maßgeblichen Indizes - Druckauflage, verbreitete Auflage, verkaufte Auflage, abonnierte Auflage, Freistücke, Archivexemplare, Belegexemplare usw. - Transparenz hergestellt haben.

Im Herbst 1989 begrüsste Verleger Christian von Maltzahn  im Vorwort seines Magazins MÄNNER aktuell die Neuerscheinung von magnus ... und verbreitete - ebenso ungeniert wie verkaufsschädigend - angebliche Auflagenzahlen anderer schwuler Blätter ...... aufgrund seiner ganz "persönlichen Schätzung".

Gegendarstellung von Kurt-Joachim Förster in Männer aktuell 11/1989

Das konnte Verleger Kurt-Joachim Förster natürlich nicht auf sich sitzen lassen und verlangte obige Gegendarstellung. Obwohl oder weil dem Bruno Gmünder Verlag die in schwulen Verlagen gängige Hochstapelei-Praxis bekannt war, konterte er die Förster-Darstellung mit einer ebenso überheblichen, wie süffisanten Anmerkung.

MÄNNER aktuell - ab der Ausgabe 1/1996 nannte es sich "Deutschlands schwule Illustrierte Nr. 1" - entwickelte sich in der Tat zum auflagenstärksten deutschen Schwulen-Magazin, so dass es ab Ausgabe 6/2001 der Prüfgemeinschaft IVW (Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) beitreten konnte, die die schon im ersten Absatz genannten Auflagenzahlen von Presseerzeugnissen ermittelt, prüft und beglaubigt. Dadurch gewinnen Werbetreibende die Sicherheit, dass der Anzeigenpreis in (vernünftiger) Relation zu den Leserzahlen steht.

Das schwule Magazin MÄNNER in Wikipedia, aktueller Stand 25. März 2011,
inkl. Kevin Clarke, neuer Chefredakteur seit Heft März 2011

Laut aktuellstem Wikipedia-Stand lag "Die Auflage von MÄNNER Anfang 2007 bei 24.000 Exemplaren". Als (Beweis)Quelle wird auf eine Mediadaten-PDF-Datei verwiesen. Einmal abgesehen davon, dass bewusst verschwiegen wird, um welche Auflage es sich bei den 24.000 Exemplaren handelt, und dass diese PDF-Datei schon seit längerer Zeit nicht mehr abrufbar ist (!), wird dem Leser mit diesem Wikipedia-Eintrag eine objektiv abgesicherte Auflagenmenge (à la IVW-Prüfung) suggeriert.

Ab der Ausgabe 01/2004 unterlag das schwule Magazin MÄNNER nicht mehr der IVW-Kontrolle.

Tatsächlich jedoch hat MÄNNER aktuell / MÄNNER bereits zum Jahresende 2003 den (kostenträchtigen) IVW wieder verlassen (müssen), da die verkaufte Auflage nur noch knapp 8.000 Exemplare erreichte (letzter IVW-Stand).

Fazit: Knapp 8.000 verkaufte Auflage (2003) stehen 24.000 unbekannte Auflage (2007) gegenüber, die dem Wikipedia-Leser einen aktuellen Stand (2011) vorgaukelt. Schade, dass der Bruno Gmünder Verlag nicht geneigt ist, seine wirklichen Verkaufszahlen zu nennen...

Nachtrag:






Dass die Auflagenverschleierung im Bruno Gmünder Verlag Methode hat, zeigt diese Terminliste 2007 für die Anzeigenkunden: Bei allen drei Objekten stehen dubbiose, weil undurchsichtige Auflagenzahlen: Druckauflagen inklusive Makulatur? Fantasieauflagen? Oder wie oder was?

Samstag, 26. Februar 2011

Wie Bruno Gmünder von 1987-1991 das "schwule Selbstbewusstsein entfaltet"

Pardon, wenn wir in dieser Gmünder-Sammlung manch ein Zitat öfter wiederholen. Für die Einzelbetrachtung von Einträgen und für deren Verständnis ist dies unabdingbar.

Zitat 1, Bruno Gmünder Verlag in Wikipedia
"Der Bruno Gmünder Verlag ... hat sich zum Ziel gesetzt, für schwule Männer Bücher zu produzieren, die für die Entfaltung eines schwulen Selbstbewusstseins und eines eigenen Lebensstils gebraucht werden..."

Zitat 2, Michael Föster im Vorwort der 1. Torso Ausgabe, Mai/Juni 1982
"... Wir wollen, dass 2 bis 3 Millionen Schwule in diesem Land mehr über sich erfahren..."

Zitat 3, Männer aktuell 7/2006, Seite 35
"... Zur Philosophie des Unternehmens meint Bruno Gmünder... Wir haben immer gesagt, wir müssen die Medien machen, die uns fehlen..."

Zu diesen "Medien, die uns fehlen", zählt Männer mit der Erstnummer:

Ein Medium, in dem Schwule in diesem Land mehr über sich erfahren. Ein
Medium, das uns fehlt: Heisse Männer. Scharfe Fotos. Aktuelle Kontakte.

Mit erstaunlichen zwei (2!) Impressen:


Denn Liberation Publications [LPI Media was the parent company of Specialty Publications, an American publisher of adult gay erotic and pornography publications.] versorgte den Bruno Gmünder Verlag mit Fotomaterial. Schon in der ersten Männer Nummer sind das 64 bunte Seiten Nacktfotos der bekannten US-Porno-Modelle mit mehr oder weniger angedickten Schwänzen. Der Rest stammt vom Gmünder Verlag: 16 Schwarz-Weiss-Seiten, 10 davon Anzeigen und Kleinanzeigen.

Und so sah - gliedmässig - der oft beschworene Anspruch der Herren
Gmünder und Maltzahn, "schwules Selbstbewusstsein entfalten" 
von Ende 1987 bis 1991 aus:

Abb. Männer 11/12, 1988

Abb. Männer 1/1990

Das Magazin Männer, das sich u.a. durch eine horrormässige Druckqualität auszeichnete, schwoll Dank kommerzieller und Kleinanzeigen, manchmal auf 100 Seiten Umfang an. Wobei - um ein Beispiel zu nennen - in der Ausgabe 2/1990, Umfang 84 Seiten, 10% = 8 1/3 Seiten Eigenwerbung des Bruno Gmünder Verlag sind. Und die Nummer 12/1991 mit u.a. 26 Seiten Kontakt- und Kommerzanzeigen fast schon als Kontaktheftchen bezeichnet werden kann.

Apropos Bruno Gmünder Engagement in Sachen Aids

Zitat 4, Bruno Gmünder Mail an Jens Reimer (siehe Blog-Eintrag 15.2.2011)
„... Seit 1982, also fast von Beginn meiner verlegerischen Tätigkeit begleitet mich die Seuche Aids ... Meine Antwort war u.a. die Mitbegründung der Deutschen Aids-Hilfe, ab 85 die Propagierung des Vernünftigen: Safer Sex ... und in allen unseren eigenen Produkten das Bestreben Jungs und Männern ein Handwerkszeug in die Hand zu geben, die Krise zu meistern ..."
Tatsächlich jedoch erschien zwischen dem Artikel "Spekulationen über

2 tückische Krankheiten bei Schwulen: Kaposi-Sarkom und PC"
in Torso März 1983...

...und dem Artikel "Die Sache mit dem Safer Sex" in Männer 1/2 1989...

... in Gmünders Magazinen nahezu 6 (in Worten: sechs) Jahre lang kein Wort über Aids und Safer Sex.

Dienstag, 22. Februar 2011

Wie der schwule Verleger Bruno Gmünder seine Biographie "glättet" (2)

In Wikipedia heisst es über die Geschichte des Bruno Gmünder Verlag (vgl. Blog-Eintrag vom 20.02.2011):

"... Ebenfalls 1982 rufen sie ... das Magazin Torso ins Leben ... Im Magazin ist 1982 klarerweise auch über die ersten verfügbaren Informationen zum Thema Aids zu lesen und 1983 gründen Mediziner, Journalisten, Barbesitzer und Bruno Gmünder die Deutsche AIDS-Hilfe ..."

Der unterstrichene Satz ist falsch. In keiner Torso-Ausgabe des Jahres 1982 steht auch nur eine einzige Zeile über AIDS oder Verwandtes. Der erste Torso-Beitrag zum Thema - "Zwei tückische Krankheiten bei Schwulen: Kaposi-Sarkom und PC" von Claus Coester - erschien in der März-Ausgabe 1983.


Erwähnenswert: Bereits 1981 tritt in US-amerikanischen Städten eine Häufung einer seltenen Form der Lungenentzündung auf, ebenso mehren sich Kaposi-Sarkom-Fälle. Als wahrscheinliche Ursache wird eine Immunschwächeerkrankung in Betracht gezogen. Im Juni 1982 wird eine, anfänglich als Gay Related Immune Deficiency (GRID) oder Gay People's Immuno Defiency Syndrome (GIDS) bezeichnete, sexuell übertragene Krankheit vermutet. In schwulen Publikationen der USA erscheinen bereits 1982 zahlreiche Berichte, so brachte die Schwulenzeitschrift Sentinel (San Francisco) schon Anfang 1982 eine Artikelserie, in der Kranke über ihre Situation und ihre Erfahrungen berichteten. Am 31. Mai 1982 erscheint in Der Spiegel hierzulande der erste Bericht - "Schreck von drüben" - über das, was später Aids genannt werden wird.

Man mag einwenden, da sei dem Verfasser des Wikipedia-Eintrages versehentlich eine falsche Jahreszahl hineingerutscht. Das könnte sein... wenn Bruno Gmünder nicht gebetsmühlenartig auf seine Rolle als Mitbegründer der Deutschen AIDS-Hilfe hinweisen und sich so der Szene immer wieder als schwuler Aids-Hilfe-Engel und Gutmensch (Sponsor) in Erinnerung bringen würde ... um von seiner anderen Hauptrolle als Pornohändler und Pornoverleger abzulenken ... ist anzunehmen.

Ein paar Kostproben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Gm%C3%BCnder_Verlag

"... Ebenso 1983 begründete Bruno Gmünder mit anderen die Deutsche AIDS Hilfe e.V. ..." 

(Bruno Gmünder in einer Richtigstellung in DU & ICH 09/2006, vgl. Blog-Eintrag 14.2.2011)


1. 12. 2007: bruno's spendet 1.500 Euro für die 
Deutsche Aidshilfe: "...1983 begründete Bruno Gmünder
mit anderen die Deutsche AIDS-Hilfe..."
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"... Seit 1982 ... begleitet mich die Seuche Aids ... alle schwulen Männer ... mussten ihre Antwort auf Aids finden. Meine Antwort war  u.a. die Mitbegründung der Deutschen Aids-Hilfe, ab 85 die Propagierung des Vernünftigen: Safer Sex... " 

(aus einer Bruno-Gmünder-Mail an Jens M. A. Reimer vom 6. August 2008, nachdem Reimer dokumentatorisch nachgewiesen hatte, dass in bruno's Läden - selbst noch im Sommer 2008! - haufenweise Bareback-Filme angeboten wurden. Vgl. Blog-Eintrag vom 15.2.2011) 

Ergänzung im September 2015: Wir stellen soeben fest, dass sämtliche brunoleaks-Einträge - vor dem 22. Februar 2011 - aus diesem Blog "VERSCHWUNDEN" sind!
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" ... Seine tiefe Verwurzelung mit der schwulen Szene auch abseits unternehmerischer Aktivitäten Ende der 80er Jahre als Mitbegründer der Deutschen Aidshilfe ..." und headlinemässig herausgestellt "Er war in den Achtzigern Mitbegründer der Deutschen Aidshilfe" 

(M-Männer, 3/2011, "Die 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland") *

* Gründungstag der "Deutsche A.I.D.S.-Hilfe e.V." (DAH) war der 23. September 1983

In Torso 7/1983 wurde Aids im Vorwort und in einem namentlich nicht gekennzeichneten Artikel behandelt. Nr. 3/83 und 7/83 sind die einzigen Torso-Ausgaben, in denen das Thema behandelt wurde. Mit der Nr. 12/1983 wird Torso eingestellt.
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Erst 1987 - mit der Ausgabe 11/12 - erscheint mit Männer wieder ein schwules (Softporno-Kontaktanzeigen-)Magazin im Bruno Gmünder Verlag. In Männer 7/8 1988 steht zwar der Artikel "Safer Sex im Video?", aber im gesamten Jahrgang 1988 steht kein Wort zu/über Aids ...