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Montag, 24. Oktober 2011

Sogar OUT! - das Who's Who der lesbischen, schwulen und bisexuellen Welt - reduziert Bruno Gmünder auf den edlen Verleger


OUT!, das biografische Verzeichnis berühmter schwuler, lesbischer und bisexueller Menschen, von Axel Schock und Karen-Susan Fessel, erschien erstmals 1997 im Berliner Querverlag (mit 500 Namen). Bis zur 3. Auflage im Jahr 2000 ohne einen Eintrag über Bruno Gmünder (und ohne Christian von Maltzahn).

Erst in der 4. Auflage konnte sich der Querverlag überwinden "einen der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" (170cm gross) in das Verzeichnis aufzunehmen. Allerdings in einer ebenso fehlerhaften wie weissgewaschenen Version, wie in dem obigen Auszug nachzulesen ist. Ein edler Ritter der schwulen Welt. Ein Verleger ohne Fehl und Tadel. Ein schwuler Gutmensch.

Hier ein paar (unvollständige) Ergänzungen/Berichtigungen für die OUT!-Autoren:

1) Bruno Gmünder "absolvierte" kein Jurastudium, sondern brach das Studium nach 3 Semestern ab.

2) "Politisches Engagement, amnesty international, Gefangenenhilfe" ... Bruno Gmünder war bei der linken "Münchener Roten Hilfe", beim linken Münchener BLATT und engagierte sich vor allem für die Freilassung des als Pädophilen verurteilten Peter Schult.
Der Hinweis auf links ist bedeutsam, weil Bruno Gmünder als Ex-Verleger ebenso pauschal wie angewidert über alle Linken herzieht: "Die Linken missbrauchen dich immer. Als Köder, als Verräter, sehr gerne. Zu gegebener Zeit lassen sie dich dann hochgehen..."

3) "1978 zieht Gmünder nach Berlin ... Prinz Eisenherz" ... 1978 wurde die Prinz Eisenherz Buchhandlung eröffnet!!! Gmünder war erst ab 1979 (!) im Eisenherz-Team. In der Eisenherz-History taucht sein Name nicht auf. Auf die Frage nach dem Warum, sagt der schwule Buchladen "...dürfen aus juristischen Gründen ... "

4) Im Mai 1982 produzieren Bruno Gmünder, Christian von Maltzahn und Michael Föster in der Quadro-Verlags GmbH (Sitz im Gmünder-Verlag) das schwule Magazin TORSO (Mix aus Lifestyle und politisch-engagiertem Journalismus), das bereits im Oktober 1983 an den Torso-Verlag Michael Föster übergeht und Ende 1983 nach nur 16 Ausgaben eingestellt wird.


5) Im November 1987 erscheint MÄNNER (heisse Männer, scharfe Fotos, aktuelle Kontakte), ein Softporno-Pin-up-Magazin mit Aufnahmen von US-Porno-Modellen, mit Kontaktanzeigen und vollgestopft mit Eigenwerbung ... das 1990 erzwungenermassen eingestellt werden muss. ("jugendgefährdend")


6) Am 17.7.1988 eröffnen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ihren ersten Sex-Shop im Berliner Ku'damm-Eck: bruno's, genannt "Mediathek". In den Folgejahren eröffnen bundesweit 5 weitere bruno's Sex-Shops.

7) Im Internet bietet bruno's.de, Your Gay Media Online Store, Bücher, Magazine, Unterwäsche, Dildos, Masturbatoren, Slings, Analduschen, Porno-Comics, Porno-Lesestoff (Loverboys-Serie u.a.) usw.

8) Ab 2000 betreibt Bruno Gmünder einen Vertrieb für schwule Pornofilme.

9) Von 2005 - 2008 produziert Gmünder das Porno-Magazin Erexxion (zur Vorstellung neuer schwuler Pornofilme)

10) Der Bruno Gmünder Verlag produziert (bis heute) das Porno-Magazin porn up!

11) Auf Gmünders PornUp.tv "kannst du aus 30 Vorlieben, Amateure, Fetisch, Bondage... und über 20 Pornostudios" aktuelle Pornofilme abrufen.

12) 2007 kauft sich Bruno Gmünder in die Porno-Produktion CAZZO ein (in deren Serie "Berlin Privat" bareback gevögelt wird)

13) Im Frühjahr 2008 weist das schwule Magazin BUDDY nach, dass in den Sex-Shops des engagierten Bareback-Gegners Bruno Gmünder jede Menge schwule Bareback-Filme angeboten werden.

14) Im März 2011 erklärt das Gmünder-Magazin M - Männer den Verleger Bruno Gmünder zu einem der "10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland".

Mehr? Die bisher 60 Einträge in brunoleaks empfehlen sich als Fundgrube, die sich eines angeregten weltweiten Interesses erfreut (selbst wenn nicht permanent neue Eintragungen erfolgen).

Mittwoch, 9. März 2011

Wie der schwule Verleger Bruno Gmünder seine Biographie "glättet" (1)


(1) Wikipedia-Eintrag, wie am 20.02.2011 ersichtlich, hatte 1981 Berthold Spangenberg, Inhaber des Heinrich Ellermann Verlags, die Reihen-Idee mit dem Titel ... von hinten.

(2) Und: Sie  [Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn] rufen, gemeinsam mit Michael Föster und Theo Dippe, ihr erstes schwules Magazin Torso ins Leben, das zwei Jahre später [mangels Käufern, Abonnenten und Anzeigenkunden] wieder eingestellt werden muss.
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Im März 2011 erscheint im Bruno Gmünder Verlag das schwule Magazin M-Männer, in dessen Titelstory der Verleger Bruno Gmünder sich selbst als einen der "10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" auslobt:

In dieser Selbstbeweihräucherung

(1) stellt sich Bruno Gmünder, der Visionär, als der alleinige Créateur (= Schöpfer) der Reiseführer-Buchreihe ... von hinten dar, unterschlägt den Ideengeber Berthold Spangenberg und überpinselt die Vergangenheit, indem er anstelledessen ausführlich über die Leiden eines Verlegeranfängers lamentiert: "Geld hatte er nicht. Also lieh er sich von einem Freund 5.000 DM und bastelte per Fotosatz die erste Ausgabe."

(2) Die Geschichte des Magazins Torso wird in dem M-Männer-Beitrag - offenbar trunken vom Rausch des eigenen Erfolgs - lieber gar nicht erst erwähnt. Das dürfte Gründe haben. Denn erstens war Gmünder auch in diesem Fall nicht "alleiniger Créateur" (siehe Michael Föster), zweitens erschien das Objekt nie im Bruno Gmünder Verlag, sondern in einem Ableger namens Quadro-Verlags-GmbH (Sitz im Verlagshaus Gmünder), drittens erschien schon die 7. Ausgabe im Torso-Verlag, Essen (ab 10/1983 Torso-Verlag Michael Föster KG, Essen), viertens hat Bruno Gmünder nie wieder etwas schwulenpolitisch derart Engagiertes je wieder verlegt und fünftens musste Torso nach nur 16 Ausgaben eingestellt werden. Der Visionär und Machertyp hatte sein erstes Magazin in den Sand gesetzt.

Siehe http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/warum-uber-den-verlags-flop-das-schwule.html

Dienstag, 8. März 2011

Warum über den Verlags-Flop (1) - das schwule Magazin TORSO - quasi nichts mehr zu finden ist.

Während über das deutsche schwule Magazin Torso kein Wikipedia-Eintrag existiert, und dortselbst - in der „Liste homosexueller Männermazine" - nur der US-amerikanische Torso-Titel erscheint
http://de.wikipedia.org/wikiListe_homosexueller_M%C3%A4nnermagazine#T

und das deutsche schwule Magazin Torso auch für Google quasi nicht existiert ...

... wird es in der Geschichte des Bruno Gmünder Verlag in Wikipedia (gemeint ist die sich selbst lobpreisende Verlags-Eigendarstellung), nur nebenbei erwähnt: „Ebenfalls 1982 rufen sie mit Michael Föster und Theo Düppe das Magazin Torso ins Leben, welches einen Mix aus Lifestyle und politisch-engagierten Journalismus bietet und zwei Jahre später wieder eingestellt wird."


„Sie", das sind Bruno Gmünder (Mitte) und Christian von Maltzahn (rechts), die sich in der Torso Erstnummer noch großartig 1/2-seitig präsentieren.


Dabei ist dieses Magazin niemals im Bruno Gmünder Verlag erschienen, sondern in einem "Ableger" namens Quadro-Verlags-GmbH und schon vier Nummern später - ab der Ausgabe 1/1983 - im Torso-Verlag, Essen.


Die Impressum-Geschichte erzählt Bände: Im Oktober 1983 - im Blatt wird längst über Leser-, Abonnenten- und Anzeigenmangel gejammert - übernimmt offensichtlich Michael Föster das darbende Objekt: Torso-Verlag Michael Föster KG, Essen. In der November-Ausgabe hat sich Vertriebsmann Christian von Maltzahn aus dem Impressum verabschiedet. Und aus der Letztnummer 12/1983 hat sich auch Bruno Gmünder davongemacht.

Weitere Einträge zu Torso und Bruno Gmünder folgen.