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Montag, 18. Februar 2013

Die "geistigen" Erben des Bruno Gmünder. Ein Kommentar.


Der viel bewunderte schwule Verleger, AIDS-Hilfe-Mitbegründer, Pornohändler und entschiedene Bareback-Gegner Bruno Gmünder, der sich auch selbst ganz besonders bewunderte („einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland“), machte - natürlich völlig ahnungslos (!) - bis Mitte 2008 auch satt Umsatz mit schwuler Bareback-Pornografie.

Im Juni 2011 übergab er alle seine Unternehmungen an die Herren Tino Henn, Nikolaus Reis und Michael Taubenheim.

Noch keine drei Monate später, im September 2011, erklärte der Vorsitzende Geschäftsführer der Bruno Gmünder Mediengruppe und Verleger der Zeitschrift MÄNNER, Tino Henn ("der neue schwule Medienfürst", amtierender Bundesvorstand Deutsche AIDS-Hilfe, ehemals Vorstand AIDS-Hilfe Köln, u.a. tätig im GESUNDHEITSWESEN):  „Unsere Unternehmen werden daher zukünftig die Sortimente um Pornos erweitern, in denen Männer ohne Kondome Sex haben."
(„wieder“ hätte Henn sagen müssen)

Das alles ist fein säuberlich in diesem brunoleaks-Blog dokumentiert.

Noch im September 2011, anlässlich des Berlin-Besuchs von Gottes Stellvertreter, zog der Alt-Verleger Bruno Gmünder mit Scharen von Protestierenden gegen Papst Benedikt XVI. und die römisch-katholische Kirche zu Felde. Das war insofern "amüsant", als dieser schwule Verleger in den 30 Jahren seiner so wahnsinnig "schwul engagierten" Tätigkeit nicht ein einziges Buch herausgebracht hat, das die Religionen - Verursacher von Schwulenhass, Schwulenverfolgung und Schwulenmorden - hier speziell das Christentum und die Römisch Katholische Kirche - in irgend einer Form zum Thema hatte.

Damit kommen wir zu der dritten schillernd-schwulen Persönlichkeit: Dr. theol. David Berger, 45, ...

* Studium der Philosophie, Theologie und Germanistik
* katholischer Theologe und Philosoph
* lehrte an der theologischen Ausbildungsstätte der Kongregation der Diener Jesu und Mariens in Blindenmarkt (Niederösterreich) im Bistum St. Pölten
* Ernennung zum Socio Corrispondente (korrespondierender Professor) der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin
* arbeitete als katholischer Religionslehrer
* Vizepräsident der neu gegründeten Deutschen Thomas-Gesellschaft e.V.
* Mitherausgeber und Schriftleiter der katholischen Monatsschrift „Theologisches“, der in seinen Artikeln über Homosexualität die Worte "Unzuchtpartner" und "widernatürliche Unzucht" verwendete
* habilitierte mit dem Buch „Thomismus“, Große Leitmotive der thomistischen Synthese und ihre Aktualität für die Gegenwart im Fach Dogmatik an der Katholischen Universität Lublin in Polen
* Investitur zum Ritter des 1991 gegründeten polnischen Ritterordens der Gottesmutter von Jasna Góra
..... usw. usw.

 2010 veröffentlichte Berger sein „provokantes“ - speziell in Schwulenkreisen umjubeltes - Papst-und-Kirche-kritisches Buch „Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“, das sich für einen atheistischen und engagierten Schwulen wie eine banale Aufzählung seit Jahrzehnten bekannter römisch-katholischer Homophobie und Homoszene liest.

Themenwechsel:
Die rechtsextreme, katholisch-traditionalistische, antisemitische, homophobe, islamfeindliche und diffamierende Hetz-und-Horror-Webseite kreuz.net existierte seit 2004 ... ohne dass sich die Herren - Bruno Gmünder und Tino Henn - irgendwann oder irgendwo auch nur andeutungsweise öffentlich darüber aufgeregt hätte.

Erst die kreuz.net-dreckigen Bemerkungen über bzw. nach dem Tod (1. Oktober 2012) des dicken Homo-Clowns Dirk Bach, trieben - nach 9jährigem, ungenierten Treiben dieser Fäkalienschleuder - die ausserordentlich engagiert-emanzipatorischen Schwulen Tino Henn (samt Bruno Gmünder Verlag) und David Berger aus den Puschen, machten sie zu kreuz.net-Gegnern und initiierten die Kampagne „Stoppt kreuz.net“ (Kopfgeld-Prämie). Der ganze Dirk-Bach-Gedächtnis-Aktionismus-Zirkus war eine einzige, Image- und verkaufsfördernde PR-Kampagne für die Bruno-Gmünder-Produkte und -Sex-Shops, sowie für Tino Henn und David Berger.

Damit kommen wir zum Happy-End.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass das unselige „geistige“ Erbe des Bruno Gmünder in exakt den richtigen kommerzgeilen Händen gelandet ist: Im Februar 2013 machte der AIDS-Hilfe-Bundesvorstand und Bareback-Porno-Verkäufer Tino Henn den römisch-katholischen Gottesanbeter David Berger (ab Mai) zum Chefredakteur von MÄNNER, lt. Eigenwerbung „grösstes Lifestylemagazin für schwule Männer“ (oder wie es Insider gerne formulieren: die unverfrorendste Eigenwerbepostille für den ganzen Homo-Plunder der Bruno-Gmünder-Mediengruppe)

MÄNNER-Leser dürfen sich auf was gefasst machen!

Möge Gottesanbeter Berger - in Gottesnamen! - die Auflage in himmlische Homo-Höhen treiben.

Mittwoch, 25. April 2012

siegessäule, queernews.at, schwulissimo, queer.de, Männer, taz ... schwule Blogs ... über Bareback Gay Porn im Hause Bruno Gmünder


Tino Henn, Bundesvorstand Deutsche Aids-Hilfe, frischgebackener Bareback-Porno-Verkäufer

Die Community ist supi. Die Szene supi-supi. Beck, Kerkeling, Lagerfeld & Co. sind supi. Schwule Filme und Bücher sind supi. Bruno Gmünder Bücher sind grundsätzlich supi-supi. Homo-Ehe-Gegner sind mies. Homo-Paar-Adoptions-Gegner fies. KZ-Wiedergutmachungs-gegner fies-fies. Hasssänger, Homohetzer und all die kleinen und grossen Homophoben - alles Dreckskerle ...

In schwulen Medien, Blogs usw. ist die Welt fein säuberlich geteilt. In Weiss und Schwarz. Auf den schwulen Seiten herrscht - über Schwule und alles Schwule - eitel Sonnenschein. Auf der hetero-hinterfotzigen Seite gibts schaufelweis ähbäh, igitt, pfuideifi.

Nur drei Schwule fallen mir ein, die nicht alles Schwule ausnahmslos himmlisch finden: Elmar Kraushaar (hin und wieder), Ralf König (neuerdings), das Blog schwulundsatirisch (regelmässig).

Der Rest ist Freude, Vögeln, Eierkuchen.

http://schwulundsatirisch.blogspot.de/2012/04/hurra-die-kunden-des-bruno-gmunder.html

Am Donnerstag, den 19. April, bekamen wir jene Hausmitteilung "Thema Bareback-Pornos - Stellungnahme von Tino Henn, Vorsitzender Geschäftsführer der bruno Gmünder Mediengruppe und Verleger der Zeitschrift Männer" zugesteckt und veröffentlichten sie unter der Headline "Das Erbe des Bruno Gmünder ..."

Wir baten einen Freund um Mithilfe. Am 21. und 22. April schickte der den Link von "Das Erbe des Bruno Gmünder..." an rund 140 Mailboxen: Schwule Redaktionen, Aids-Hilfen, schwule Buchläden, Handelsfirmen, Vereine, ein paar bekannte schwule Namen ...

Hatten sich die Zugriffszahlen auf brunoleaks (da hier über lange Zeit wenig Neues eingestellt wurde) auf 40 bis 50 täglich eingependelt, schnellten sie zwischen dem 21.und 24. April sprunghaft auf 400 bis (Gipfel) 552 Zugriffe täglich hinauf.

Kommentare = 0
Reaktionen in schwulen Internetkreisen = 0

Dass es dem Pornohändler Bruno Gmünder Verlag die Sprache verschlägt, ist verständlich.

Dass sich das grösste schwule Nachrichten- und Bruno-Gmünder-Lobpreisungs-Portal Queer.de zu kritischen Dingen in Schwulenkreisen grundsätzlich wegduckt, gilt dort als journalistische Sorgfaltspflicht - oder so.

Googelt man heute, 5 Tage nach Bekanntmachung der Tino-Henn-Porno-Mitteilung, die Wortkombinationen "Tino Henn Bareback Porno" oder "Bruno Gmünder Bareback Porno" erscheinen ausschliesslich Ergebnisse von schwulundsatirisch und brunoleaks.

Donnerstag, 19. April 2012

Das Erbe des Bruno Gmünder: 25 Jahre Kampf gegen Bareback-Sex sind genug. Tino Henn will endlich bei Bareback-Pornos mit absahnen.


"Man muss erkennen, wie die Suppe langsam aus dem Mund und aus dem Arsch herausläuft. Dann ist es richtig geil und es gibt die Kohle. Die Leute lieben das!" Mit dieser Aussage eines "bedeutenden russischen Produzenten für Gay-Vollerotik" beginnt der Beitrag "Welcome to Bareback City" im  schwulen Magazin DU & ICH EXTRA Nr. 21, Ausgabe August/September 2006, Seiten 38 bis 43.

Ein Beitrag über den gewissenlosen Einsatz osteuropäischer Jungen für die Produktion schwuler Bareback-Pornos. Thema: Für Peanuts vögeln Jugendliche um ihr Leben.

U.a. steht in dem Artikel diese Zeile: "... Firmen wie ... Bruno Gmünder ... kaufen das Material aus Osteuropa und vermarkten es ... "

Auf einer ganzen Gegendarstellungs-Seite wehrt sich und widerspricht Verleger Bruno Gmünder: "... [das] widerspricht unserer Verantwortung als schwule Männer für uns selbst, unsere Partner und unsere Community... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt... Bareback ist Spaß ohne Rücksicht auf den Partner und Verluste, Bareback ist Lust ohne Zukunft,  Sex ohne Verantwortung..." 

Gmünder, dessen Lebenspartner 1997 nach schwerem Kampf an Aids verstarb, hatte sich seit 1983, als er die "Deutsche A.I.D.S.-Hilfe e.V." mit begründete, gegen kondomlosen Sex engagiert. Dieses Engagement war, wie mehrfach in diesem Blog nachgewiesen, zwiespältig.

U.a. feuerte er - in bekannt gmünderscher Gutsherrenart - Pornoproduzenten aus seinem Laden und liess Anlieferungen schwuler Magazine, in denen u.a. zwei/drei Bareback-Filme vorgestellt wurden - kommentarlos und ohne Vorwarnung auf Kosten der Lieferanten zurückgehen ... während gleichzeitig - sowohl im Handelsprogramm wie auch in seinen Läden - weiter Bareback-Pornos feilgeboten wurden.

Ich weiss nicht, wieviele Pornodarsteller und - darstellerinnen wegen Aids sehr früh ihr Leben liessen. Es waren viele. Sehr viele. Und immer noch infizieren sich Sexfilmdarsteller mit HIV. Denn das Bareback-Porno-Geschäft brummt. Nicht nur im schwulen Bereich werden weltweit Ahnungslose, zumeist mit lächerlichen Honoraren geködert, und zum Ficken ohne Kondome vor die Kameras gelockt.

Das Genre Bareback-Pornos ist eines der wenigen, das dem Sex-Handel noch handfeste Gewinne einfährt.

Meldung vom Januar 2012: Mit überwältigender Mehrheit hat der Stadtrat von Los Angeles die Verordnung "Sicherer Sex in der Erwachsenen-Film-Industrie" verabschiedet. Will sagen: Kondompflicht für Pornodarsteller.


In dieser Situation empfindet der Vorsitzende Geschäftsführer der Bruno Gmünder Mediengruppe, Tino Henn " .. die sog. Bareback-Debatte [als] völlig entglitten", stellt die dummfreche Frage "Was ist Bareback überhaupt?" Und beantwortet sie mit "Die Entscheidung, wer welchen Sex hat, liegt bei jedem selbst. Wir möchten unsere Kunden nicht entmündigen..."

Tino Henn: "Unsere Unternehmen werden daher zukünftig die Sortimente um Pornos erweitern, in denen Männer ohne Kondome Sex haben."

Schöner und wortreicher lässt sich kaum erklären, wie man seinen sinkenden Umsatz wieder zu steigern gedenkt.

25 Jahre lang haben die Unternehmen des Bruno Gmünder ihre Kundschaft entmündigt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Interessant immerhin, dass Tino Henn ausgerechnet mit dieser fantastischen Neuigkeit (Heute erkläre ich meine Kunden für volljährig) nicht vor die Presse gegangen ist. Wahrscheinlich stand der Regierende Berliner Bürgermeister Wowereit als nützlicher Nachrichtenüberbringer gerade nicht zur Verfügung. Auch im allwissenden schwulen Nachrichtendienst Queer.de kein Wort.

Es handelte sich nämlich um eine Mitarbeiterinformation "nur für interne Zwecke", sozusagen streng geheim.


Die schwulen Bareback-Porno-Produzenten können aufatmen.

Die dummen, geldgierigen Bareback-Darsteller brauchen sich über Rente und Alzheimer nicht mehr den Kopf zu zerbrechen.

Auch der unter sexuellem Volldampf stehende Jungschwule möge doch bitte hennsche Mündigkeit und Aufgeklärtheit an den Tag legen.


Wie sagen Unternehmer gerne, wenn sie sich verabschieden: "Wünsche gute Geschäfte, Herr Henn!"


Donnerstag, 1. Dezember 2011

Die aktuellen BAREBACK Angebote der Herren Bruno Gmünder (AIDS-Hilfe Mitbegründer) und Tino Henn (Vorstand Deutsche AIDS-Hilfe)


Bruno Gmünder im August 2006 (im Magazin DU & ICH):" ... Richtig ist, dass die Bruno Gmünder Media Firmen keine Vermarktung von sogenannten Bareback-Filmen betreiben ... von Pornofilmen, die bewusst darauf setzen, riskantes, unsafes Sexverhalten als erotisch stimulierend darzustellen, widerspricht unserer Verantwortung als schwule Männer ... Aus dieser grundsätzlichen Einschätzung haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt und sie nicht in unser Programm aufgenommen ..."

Bruno Gmünder, als nachgewiesen wurde, dass in bruno's Sex-Shops jede Menge Bareback-DVDs angeboten wurden, am 6. August 2008: "... Meine Antwort war  u.a. die Mitbegründung der Deutschen Aids-Hilfe, ab 85 die Propagierung des Vernünftigen: Safer Sex ... und in allen unseren eigenen Produkten das Bestreben, schwulen Jungs & Männern ein Handwerkszeug in die Hand zu geben, die Krise zu meistern ... Bareback ist nicht Sex ohne Gummi, Bareback ist die Propagierung unsafen Verhaltens ... Ich versuche meinen, wenn auch geringen, Einfluss in der weise geltend zu machen, dass Gefahrenszenarien reduziert werden ... Gerne lasse ich überprüfen, ob die Titel nicht unseren Regeln für die Sortimentsaufnahme entsprechen   ..."



Und hier nun ein paar Beispiele (Stand 1. Dezember 2011), wie die Bareback-Verkaufspolitik im Hause Bruno Gmünder (Bruno Gmünder Distribution) durch den Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe, Tino Henn, nahtlos fortgeführt wird.



Zur Erinnerung: Bruno Gmünder ist nach wie vor an den Gmünder-Firmen mit 10% beteiligt.


Ebenfalls ungeniert weiter im Angebot jede Menge alter Titel der CAZZO-DVD-Serie "Berlin Privat" mit bareback vögelnden "Freundespaaren", im Hause Gmünder als "Soft-Bareback" verharmlost.

Wir sollten einen Wettbewerb  ausschreiben: Wer findet in bruno's  Sex Shops
und in der Bruno Gmünder Distribution die meisten bareback-Titel?

Montag, 24. Oktober 2011

Sogar OUT! - das Who's Who der lesbischen, schwulen und bisexuellen Welt - reduziert Bruno Gmünder auf den edlen Verleger


OUT!, das biografische Verzeichnis berühmter schwuler, lesbischer und bisexueller Menschen, von Axel Schock und Karen-Susan Fessel, erschien erstmals 1997 im Berliner Querverlag (mit 500 Namen). Bis zur 3. Auflage im Jahr 2000 ohne einen Eintrag über Bruno Gmünder (und ohne Christian von Maltzahn).

Erst in der 4. Auflage konnte sich der Querverlag überwinden "einen der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" (170cm gross) in das Verzeichnis aufzunehmen. Allerdings in einer ebenso fehlerhaften wie weissgewaschenen Version, wie in dem obigen Auszug nachzulesen ist. Ein edler Ritter der schwulen Welt. Ein Verleger ohne Fehl und Tadel. Ein schwuler Gutmensch.

Hier ein paar (unvollständige) Ergänzungen/Berichtigungen für die OUT!-Autoren:

1) Bruno Gmünder "absolvierte" kein Jurastudium, sondern brach das Studium nach 3 Semestern ab.

2) "Politisches Engagement, amnesty international, Gefangenenhilfe" ... Bruno Gmünder war bei der linken "Münchener Roten Hilfe", beim linken Münchener BLATT und engagierte sich vor allem für die Freilassung des als Pädophilen verurteilten Peter Schult.
Der Hinweis auf links ist bedeutsam, weil Bruno Gmünder als Ex-Verleger ebenso pauschal wie angewidert über alle Linken herzieht: "Die Linken missbrauchen dich immer. Als Köder, als Verräter, sehr gerne. Zu gegebener Zeit lassen sie dich dann hochgehen..."

3) "1978 zieht Gmünder nach Berlin ... Prinz Eisenherz" ... 1978 wurde die Prinz Eisenherz Buchhandlung eröffnet!!! Gmünder war erst ab 1979 (!) im Eisenherz-Team. In der Eisenherz-History taucht sein Name nicht auf. Auf die Frage nach dem Warum, sagt der schwule Buchladen "...dürfen aus juristischen Gründen ... "

4) Im Mai 1982 produzieren Bruno Gmünder, Christian von Maltzahn und Michael Föster in der Quadro-Verlags GmbH (Sitz im Gmünder-Verlag) das schwule Magazin TORSO (Mix aus Lifestyle und politisch-engagiertem Journalismus), das bereits im Oktober 1983 an den Torso-Verlag Michael Föster übergeht und Ende 1983 nach nur 16 Ausgaben eingestellt wird.


5) Im November 1987 erscheint MÄNNER (heisse Männer, scharfe Fotos, aktuelle Kontakte), ein Softporno-Pin-up-Magazin mit Aufnahmen von US-Porno-Modellen, mit Kontaktanzeigen und vollgestopft mit Eigenwerbung ... das 1990 erzwungenermassen eingestellt werden muss. ("jugendgefährdend")


6) Am 17.7.1988 eröffnen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ihren ersten Sex-Shop im Berliner Ku'damm-Eck: bruno's, genannt "Mediathek". In den Folgejahren eröffnen bundesweit 5 weitere bruno's Sex-Shops.

7) Im Internet bietet bruno's.de, Your Gay Media Online Store, Bücher, Magazine, Unterwäsche, Dildos, Masturbatoren, Slings, Analduschen, Porno-Comics, Porno-Lesestoff (Loverboys-Serie u.a.) usw.

8) Ab 2000 betreibt Bruno Gmünder einen Vertrieb für schwule Pornofilme.

9) Von 2005 - 2008 produziert Gmünder das Porno-Magazin Erexxion (zur Vorstellung neuer schwuler Pornofilme)

10) Der Bruno Gmünder Verlag produziert (bis heute) das Porno-Magazin porn up!

11) Auf Gmünders PornUp.tv "kannst du aus 30 Vorlieben, Amateure, Fetisch, Bondage... und über 20 Pornostudios" aktuelle Pornofilme abrufen.

12) 2007 kauft sich Bruno Gmünder in die Porno-Produktion CAZZO ein (in deren Serie "Berlin Privat" bareback gevögelt wird)

13) Im Frühjahr 2008 weist das schwule Magazin BUDDY nach, dass in den Sex-Shops des engagierten Bareback-Gegners Bruno Gmünder jede Menge schwule Bareback-Filme angeboten werden.

14) Im März 2011 erklärt das Gmünder-Magazin M - Männer den Verleger Bruno Gmünder zu einem der "10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland".

Mehr? Die bisher 60 Einträge in brunoleaks empfehlen sich als Fundgrube, die sich eines angeregten weltweiten Interesses erfreut (selbst wenn nicht permanent neue Eintragungen erfolgen).

Montag, 20. Juni 2011

Noch so ein Gmünder-Märchen: Bruno und die Knabenliebe

Der mächtige Bruno mit dem beeindruckenden Brillengemächt

Das an sich trübe Wochenende dieses 18./19. Juni hat dem "persönlichen Archivar" viel Erhellendes gebracht. Nein, gemeint ist nicht das Gmünder-Interview in der taz, sondern eine Vielzahl an Reaktionen auf das unsägliche Gmünder-Geschwätz. Beispiel: Pädosexualität / Knabenliebe.

Dieses ist, mit sage und schreibe 74 taz-Zeilen, ein Schwerpunktthema im Interview. Wobei die Interviewer eher zufällig - über Ole von Beust und seinen jungen Freund - an das Thema tippten, während es der Interviewte fast schon begierig aufgriff und erstaunlich breit auswalzte. Hier ein paar seiner Auslassungen:

"... was das Thema Pädosexualität angeht, da werfe ich aber auch unseren Schwulenverbänden vor, dass wir zur Missbrauchsgeschichte wahnsinnig intensiv und lautstark geschwiegen haben ... Es ist wie ein Familienerbe, das man lieber verdrängen möchte ... dass wir das im Grossen und Ganzen damals als Linke akzeptiert haben ... Was wir jetzt ... lesen, ist in Teilen furcherregend und in Teilen wollte man es gar nicht so genau wissen ... Ich war da mittendrin. Wir hatten in unserer (!!! gmünderschen???) schwulen Buchhandlung Prinz Eisenherz eine Abteilung mit Knabenliebe. Haben damit kokettiert. Die Pädogruppen haben sich bei uns getroffen ... Wir fanden das okay, wollten denen helfen ... Diesen Aspekt [selbstbestimmte Sexualität auf Kosten von Kindern, die noch nicht selbstbestimmt sind] haben wir nie gesehen. Wir wollten ihn nicht sehen. Die Akteure, das waren die Älteren. Und die haben immer gesagt: Die Jungs wollen ja zu uns, die verführen uns. Die Welle, die jetzt losgetreten wurde von den Jungs, die missbraucht wurden, das hat mich erschüttert [Hallo, Herr Gmünder: Mädchen wurden/werden genauso missbraucht! Kleine Anmerkung des Archivars]. Da habe ich mich gefragt, warum ich da nie nachgefragt habe. Stattdessen haben wir über die Weltrevolution diskutiert ..." (aus sonntaz, 18.19. Juni 2011, Seite 30)

Das Problem des Bruno Gmünder, einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland ist seine Form von Gutmensch-Imagepflege, die von einem notorischer Hang zur Geschichtsklitterung, zum Verdrehen, Vernebeln und Verleugnen geprägt ist - Auslöser und Anlass zur Einrichtung dieses brunoleaks Blog.

Das gilt für das Thema schwule Pornographie, die und deren Macher er in den gmünderschen Verlagsanfängen lauthals öffentlich und persönlich verteufelte. Das gilt für seinen Aids-Hilfe-Heiligenschein, mit dem er sich bei jedweder Gelegenheit schmückt, während er - nachgewiesenermassen - bis zum Jahr 2008 mit Bareback-Videos Geschäfte machte. Und nun (u.a.) diese öffentliche Betroffenheits- und Erschütterungsorgie über die Missbrauchsfälle ...

Zur Erinnerung für Bruno Gmünders Gedächtnis: Bubenbilderheftchen 
aus dem pojkart Verlag Jugend in der Kunst Harry Turné, Lübeck
Ehemalige Verlagsmitarbeiter erinnern sich allerdings sehr gut daran, dass Bruno Gmünder auch nach der Prinz-Eisenherz-Zeit in Sachen Pädosexualität nicht mal im Traum "nachgefragt" hat. Bis in die Jahre 1986-87 noch hatte der Bruno Gmünder Verlag, u.a. mit den Nackedeiwerken des berüchtigten, der Knabenliebe fröhnenden pojkart Verlag Jugend in der Kunst Harry Turné (Lübeck), auch eine Form von Pädobefriedigung im Angebot.

Bruno Gmünder und John D. Stamford

Im Zuge des Ende 1986 aufkommenden Kinder-Porno-Handel-Skandals des in Holland lebenden Briten John D. Stamford (Spartacus Gay Guide - die ganze und die wahre Geschichte von der Übernahme des schwulen Reiseadressbuches durch Gmünder **) brach im Bruno Gmünder Verlag in Sachen Pädosexualität hektische Betriebsamkeit aus. Die beiden Chefs liessen die heisse Pojkart-Ware mal zur Seite schaffen, dann wieder hervorholen. Von Christian von Maltzahn ist der dazugehörige Spruch überliefert: "Naja, die [Pädos] freuen sich doch über jedes nackte Beinchen."

Eigentlich hätte Interview-Bruno den Interviewern von der taz folgendes sagen müssen:

     "Da habe ich mich gefragt, warum ich da nie nachgefragt habe. Stattdessen haben wir über Umsatzsteigerung diskutiert ..." 

      Damals nämlich war Gmünder a) Geschäftsmann b) schon weit weg von 'links', c) erwachsen (30) und wusste d) genau was er tat ...


** anklicken:







Donnerstag, 5. Mai 2011

Schmeisst Bruno Gmünder jetzt das Bareback produzierende Pornolabel Bel Ami raus?


Das waren noch Umsatzzeiten, als der Bruno Gmünder Verlag 2005 das soundsovielte Bel Ami Nackeideibilderbuch mit dem Pornostar Lukas Rigestone veröffentlichte: "Lukas in Love widmet sich Lukas Ridgestone, Bel-Ami-Superstar der ersten Stunde, in wunderbaren Soloportraits und mit seinen Freunden. Seine verträumte Sinnlichkeit und natürliche Ausstrahlung verleihen den Fotografien ihren besonderen Reiz. Bel Amis verspielte Jungs sind erotischer und emotionaler als je zuvor, in zauberhaften Aufnahmen zeigen sie ihre atemberaubend schönen Körper, als hätten sie nie etwas anderes getan. Frische Erotik vom Feinsten!"



Inzwischen hat das bis 2009 sorgsam mit Kondomen produzierende Pornolabel Bel Ami einen Bareback-Bruder namens Lukas Ridgeston Bel Ami Bareback DVD bekommen. Unter dem Namen des Porno-Super-Stars werden schon emsig Bareback-DVDs herausgebracht, auch wenn das nicht auf jedem Cover draufsteht (der Handel ergänzt es liebevoll per Etikett).

Da wird neuerdings nicht nur gummilos gevögelt, sondern ungeniert zugegeben, dass die Belamibuben es auch schon zu "seriösen Produktionszeiten" ohne Kondome vor der Kamera getrieben haben: "Dirty Secrets... Nun gibt es die besten Bareback-Episoden aus den Archiven von BelAmi, die noch nie auf DVD zu sehen waren. Zwei BelAmi Erotiklegenden sind wieder zurück! Tommy Hansen und Tim Hamilton spüren sich Haut an Haut...." Und beide Labels werden ungeniert auf der gleichen Schiene vermarktet. Das ist mit der "ästhetisch-sinnlichen Unterhaltung für den Bauch" (Bruno) des "Mitbegründers der Deutschen Aids-Hilfe", der seinen "wenn auch geringen Einfluss in der Weise geltend zu machen [versucht], dass Gefahrenszenarien reduziert sind", eigentlich unvereinbar.


Dabei hat sich Bruno Gmünder für das umsatzknackige Porno-Label nicht nur über viele Jahre mit einem Schwall an Fotobüchern, Postcardbooks und Kalendern stark gemacht, sondern in seinem Magazin MÄNNER als Vertriebspartner des Pornoproduzenten demselben auch jede Menge Reklame zugeschustert (was so aussah, als würde Bel Ami dort für viel Kohle inserieren).

Jetzt also ist Rausverkauf. Sage und schreibe 84 DVDs von Bel Ami müht sich die Bruno Gmünder Distribution billig zu verscherbeln. Nur noch die aktuellsten 16 DVDs werden dem Handel zum Normalpreis angeboten.



Donnerstag, 31. März 2011

Bruno Gmünder: "Unsere Verantwortung als schwule Männer... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt"


aus BUDDY 110 / 2008
Diese Doppelseite ist nachzuschlagen in MÄNNER 1/2005, auf den Seiten 80/81. Unter der schlüpfrigen Headline "Allerbeste Sahne" wird für die "Pornoschmiede aus Russland", Dolphin Entertainment, grosszügig Reklame gemacht: "Sichtbar zielstrebig haben sie die Qualität ihrer Pornodarbietungen vorangebracht. Wer sich einen Spitzenplatz unter den osteuropäischen Produzenten erobern will, muss schon mehr bieten, als ein paar nette archaische Burschen, die Ständer oder Loch hinhalten."

Und in der Tat bot Dolphin Entertainment mehr. Nämlich jede Menge Bareback-Gerammel. Zunächst indem man die fehlenden Kondome auf dem Video-Cover verschwieg. Auf Dolphin-Webseiten konnte - wer wollte - jedoch Reizworte wie awesome bareback oder condoms are absent in some scenes finden. Die Redaktion von MÄNNER, der Bruno Gmünder Verlag und die bruno's haben da lieber nicht so genau hingeschaut, in seinen Sexshops lagen noch 2008 haufenweis Dolphin-Pornos in den Regalen (vgl. BUDDY 110/2008), wie etwa "Young Cummers". Möglicherweise war das Pornolabel Dolphin auch im Bruno Gmünder EH-Vertrieb.


Irgendwann verlor dann auch Dolphin-Entertainment die diskrete Zurückhaltung, siehe "Bareback Bubblebutt". Und während sich Bruno Gmünder immerdar als einer der Aids-Hilfe-Gründer, als würdiger Vertreter auf Aids-Konferenzen, Verteiler von Gratis-Informationsmaterial und grosszügiger Spendenonkel für Aids-Projekte in Szene setzte.... vermarktete, verkaufte und vermietete er munter Bareback-Filme à la Dolphin-Entertainment.

Übrigens dürfte der Artikel "Allerbeste Sahne" nicht ganz uneigennützig in MÄNNER erschienen sein. Abgesehen von den kostenlosen Sahne-Bildern, bedankte sich Dolphin mit einigen 1/2-seitigen Anzeigen. Unter anderem in den Ausgaben 1/2005, Seite 105, 8/2005, Seite 37... Man darf nicht vergessen, dass der Bruno Gmünder Verlag ein kommerzielles Unternehmen ist, das KOMMERZ (hier: Umsatzsteigerung, Gewinnmaximierung, Expansion usw.) immer riesengross geschrieben hat, was in unseren nächsten Einträgen noch (leicht) zu beweisen ist...

Mehr über Brunos ausgeprägtes Bareback-Bewusstsein:
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/uber-das-geschaft-mit-schwulen-bareback.html
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/bareback-ist-die-propagierung-unsafen.html

Sonntag, 6. März 2011

"Bareback ist die Propagierung unsafen Verhaltens"... und wurde bis 2008 in bruno's Sortiment angeboten.

6. August 2008

Lieber Jens Reimer,

Vielen Dank für Deine Mail mit dem Foto Deines Heuchelei-Artikels. Seit 1982, also fast von Beginn meiner verlegerischen Tätigkeit begleitet mich die Seuche Aids und jeder, sowohl Du, Deine Leser und alle anderen schwulen Männer mussten ihre Antwort auf Aids finden. Meine Antwort war  u.a. die Mitbegründung der Deutschen Aids-Hilfe, ab 85 die Propagierung des Vernünftigen: Safer Sex – wissend, dass es Lebenssituationen gibt, in denen sich das individuell nicht immer umsetzen lässt -  und in allen unseren eigenen Produkten das Bestreben, schwulen Jungs & Männern ein Handwerkszeug in die Hand zu geben, die Krise zu meistern.
Das Aufkommen von Bareback Ende der 90er ist sicherlich auch damit zu erklären, dass einige darauf setzen, dass es schwule Männer gibt, die des Gummis überdrüssig sind – zumindest etwas Unlimiertes sehen wollen. Und sicherlich hängt es auch damit zusammen, dass die Überlebensmöglichkeiten seit 1997 drastisch gestiegen sind. Bareback ist nicht Sex ohne Gummi, Bareback ist die Propagierung  unsafen Verhaltens. Wenn Dich diese meine persönliche Meinung an “Pfaffen” oder gar “Heilige” erinnert, mag das Deinem religiösen Hintergrund geschuldet sein. Ich bin nicht religiös. Ein Heiliger gewiss sowieso nicht. Jeder hat das Recht, das auch anders zu beurteilen und anders zu handeln. Ich versuche meinen, wenn auch geringen, Einfluss in der weise geltend zu machen,  dass Gefahrenszenarien reduziert sind. Sicher im Sinne von SAFE ist das nicht, aber das ist zumindest das, was wir pragmatisch beim täglichen Sex machen können, um uns zu schützen.

Gerne lasse ich überprüfen, ob die auf den Fotos abgebildeten Titel nicht unseren Regeln für die Sortimentsaufnahme entsprechen. Bei zur Zeit 9.331 DVDs in unserer Filiale am Nollendorfplatz ist es sicherlich für meine Mitarbeiter nicht ganz einfach, jeden einzelnen Titel genau zu prüfen.

Hinsichtlich BUDDY hat sich unsere Einkaufspolitik letzten Herbst geändert. Wir hatten den Eindruck, dass da nur noch Bareback propagiert wird und haben es deshalb abbestellt.

Wie Du und mit welcher Konsequenz Du auf Aids und Bareback reagierst, wird mir aus dem Artikel nicht ersichtlich. Das würde mich allerdings interessieren. Als Zeitschriftenmacher stehst Du weit länger in der Verantwortung als ich. Vielleicht kann ich da was von Dir lernen.  Aber vielleicht habe ich einfach nicht nur meinen Lebenspartner, sondern insgesamt zuviel schwule Männer wegen Aids verloren, um die Unbefangenheit von BUDDY nachvollziehen zu können.

Beste Grüsse

Bruno 

_________________________________________________________


11. August 2008

Guten Tag, Herr Gmünder:

Ihre Mail rührt ans Herz. Sie liest sich so einsichtsvoll und selbstlos, fast möchte man sagen huldreich - irgendwie edel. Ganz so, wie Ihr Image - oder sollte ich sagen, Ihre vielfältigen schillernden Images - in der Community.

Es erstaunt mich schon seit Zeiten, wieviel Lob man allüberall über Sie lesen muss, und wo immer man hintappt diese noble Aidshilfemitbegründer-Arie... ein bedeutender Verleger, ein Idealist, ein guter Mensch. Wo man in Schwulenkreisen doch so ganz anders über Sie spricht. (Kennen wir ja, diese elende Neid-Bagage, gell?) Stimmt es, dass reihenweis alle vor dem berühmten Bruno Gmünder einknicken? Macht Ihr umsatzstarkes Imperium sprachlos? Ist es wahr, dass Sie es verhindern konnten, dass all die von Ihnen Gefeuerten und Davongelaufenen einen Verein gründen? Geben Sie tatsächlich so viel Geld für Anwälte aus?

Ein 68seitiges Spasspornoheft, das (als Konzept) u.a. schwul-satirische Seiten beinhaltet, Permanentpropaganda gegen die katholische Kirche betreibt, schamlos durch die Medien schwuchtelnde „Homo-Promis" anprangert, aber auch immer Hinweise auf Kondome, Aids und die Folgen enthält... und in dem auf mal 6, mal 7 oder 9 Seiten (auch) Bareback-Filme vorgestellt werden (eindeutig als solche gekennzeichnet)... also ein solches Spasspornoheft als Bare-Titel zu bezeichnen und nun sogar - noch unverfrorener hinterhertretend - „nur noch Bareback propagiert" zu attestieren, ist gelinde gesagt bescheuert. Pardon, nein, das nehme ich zurück und formuliere brunomässig gefälliger.... Ist eine zwar elegante, aber doch ziemlich billige Ablenkung von Ihren Geschäftspraktiken.


Wie sahen diese denn bis dato aus? Während Sie (Ihre Leute?) einige Pornoproduzenten, die u.a. auch Bareback-Filme produzieren, rigoros aus dem Hause gefeuert haben (im wahrsten Sinne des Wortes), ist Ihr riesiger DVD-Verleih-Bestand (und das weissgott nicht nur am Nollendorfplatz) eine wahre Bareback-Fundgrube. Schöner noch, dort machen Sie ausgerechnet mit Titeln jener vorerwähnten gefeuerten Produktionen gute Geschäfte. Schliesslich haben Sie den Produzenten jeden dieser Titel nur einmal abgekauft.

Und Ihre hübsch dekorierten Berlin-Privat-Prick-Sonderverkaufstische? Was führen diese gummilos agierenden (zumeist) Pornodarsteller dem Zuschauer denn Ihrer Meinung nach vor? Propagierung von Verpartnerung? Wird dem Betrachter dieser Filme eine irgendwie andere Art von Kopulation vorgeführt, als in Filmen, in denen es Nicht-Lebenspartner miteinander treiben?

Mindestens 60 % Ihrer Ladenflächen quellen über von Hardcore. Also machen Sie damit ordentlich Geschäft. Trotzdem kennt sich keiner so richtig aus. Mangelt es an pornographischem Fachpersonal? Ein Heft, das auf + / - 10 % seines Inhalts „nur noch unsafes Verhalten propagiert" wird als gefährliches Propagandamaterial aus dem Sortiment gekippt, während - nicht etwa irgendwo versteckt - in zwei Bruno’s-Regalreihen ein Rentboy-Film neben dem anderen steht... auf den Covers rinnt den Modellen das Sperma nur so über’s Gesicht. Da blättern Sie mehr oder weniger regelmässig alle 68 BUDDY-Seiten (welche Ehre) von vorn bis hinten durch („hatten den Eindruck, dass da nur noch Bareback propagiert wird"), kneifen aber beim Rundgang durch Ihre DVD-Reiche die Augen zu? Einen Kommentar erspare ich Ihnen... und mir eine Klage wg. Beleidigung.

Apropos 9.331 DVDs: Eine ganze Bruno’s-Regalwand strotzt voll von Cadinot-Titeln. Ihr Lebtag sind Sie da noch nicht vorbeigekommen? Sie betätigen sich doch seit über 20 Jahren als Herausgeber von Schwulenmagazinen, und da Sie haben noch nie etwas von den jahrelangen Auseinandersetzungen über Cadinots gummilose Produktionen läuten hören? Als was bezeichnen Sie denn Ihr Cadinot-Angebot? Als historische Lehrfilme, wie man’s nicht mehr machen soll?
Angesichts Ihrer Einleitung verwundert es nicht, dass Sie versuchen - im Umkehrschluss - mit dem Finger auf mich zeigen. Zur Klarstellung: Mein Artikel befasst sich mit Ihnen, mit dem berühmten schwulen Verleger, Sexshopbetreiber, Pornovertreiber, Pornoproduktionsbeteiligten und Aidshilfemitbegründer Bruno Gmünder (samenhafte 111.000 Google-Seiten-Ergebnisse). Und nicht mit mir. Mit mir können sich andere beschäftigen.

Jens M. A. Reimer

PS. Ich bitte um Verständnis, aber es gibt einige Gründe, warum ich ganz und gar nicht Ihr „Lieber Jens Reimer" sein möchte. Insofern möge es denn auch mit dieser Mail sein Bewenden haben.
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5. August 2008

Lieber Jens Reimer,

haben Sie herzlichen Dank für die Zusendung Ihres Artikels" Bruno’s Big Bareback-Heuchelei".
Sie berichten in Ihrem Artikel über die Berlin Privat Serie unsere Labels Prick und über die Zusammenarbeit von Cazzo Film und dem Bruno Gmünder Verlag.
Seit Juli 2007 ist der Bruno Gmünder Verlag Mitgesellschafter bei Cazzo Film. Der Verlag hat in dieser Zusammenarbeit die Aufgabe des Vertriebs, des Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit übernommen.

Cazzo Film profitiert in einem schwierigen Marktumfeld von dieser engen Zusammenarbeit mit einem starken und zuverlässigen Partner.

Die „Berlin Privat Serie" haben wir mit der Veröffentlichung von „Berlin Privat 8", ein Film in dem übrigens geil mit Gummi gevögelt wird, eingestellt. Die Berlin Privat Filme sind als Pornos mit Männern, die in einer Paarbeziehung leben, entstanden, manche dieser Paare treiben es tatsächlich ohne Gummi, manche machen es nur mit Kondom.

Die Entscheidung in „Berlin Privat 8" auf Kondome beim Analverkehr auch bei Paaren zu bestehen, die in ihrem Privatleben ohne Kondom Sex haben, geht unteranderem auf eine intensive Diskussion mit unserem Vertriebspartner, dem Bruno Gmünder Verlag, zurück.

Sex in Cazzo Filmen ist seit über elf Jahren in der Regel Safer Sex. Mit vielen unserer Darsteller verbinden uns lange und intensive Arbeitsbeziehungen und Freundschaften. Wir wollen unseren Darstellern und Mitarbeitern eine sicher Arbeitsatmosphäre bieten. Für uns gehört ein Kondom auf den Schwanz eines Pornodarstellers wie der Schutzhelm auf den Kopf eines Bauarbeiters. Es ist ein simpler Arbeitsschutz in der Sexindustrie. Cazzo Film wird auch in den nächsten Produktionen nicht darauf verzichten.

Mit besten Grüßen / best regards
Lars Reimers
Cazzo Film GmbH & Co KG
Gneisenaustr. 94
10961 Berlin

GERMANY Persönlich haftender Gesellschafter: Cazzo Film Verwaltungs GmbH
Geschäftsführer: Jörg A. Polzer, Michael Taubenheim
Handelsregistereintrag Berlin Charlottenburg HRA 107835 B
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5. August 2008

Lieber Lars Reimer,

das ändert nichts an der Tatsache, dass kondomlose Berlin-Privat-Filme zuhauf - in Haufen - in Bruno’s Läden angeboten werden. Im übrigen richtet sich der Artikel nicht gegen Cazzo.

Mit Gruss
Jens M. A. Reimer
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7. August 2008

Lieber Jens

Immer noch aus der Ferne ... habe ich deine Mail gelesen. Hierzu nur noch als Ergänzung zu „Bruno’s Heuchelei": Schau dir mal die letzten beiden Titel von Kristen Björn an. Auch dort werden je eine Bareback Szene mit der Ausrede des „real-life couples" verkauft.

Wir haben BG darauf angesprochen, da diese ja unsere BB Filme meiden wie der Teufel das Weihwasser, aber die entsprechende Antwort kannst du dir ja vorstellen. Das sei was völlig anderes.

Na ja, all die Pharisäer, die gegen BB Filme wettern - Falcon, ChiChiLR, BelAmi etc. - produzieren mittlerweile Filme, wo locker in den Mund abgespritzt wird und verkaufen das dann in allem Ernst als Safe-Produktionen.......

Liebe Grüsse...
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

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6. August 2008

Hallo Herr Reimer,

Ich habe mit sehr großem Interesse Ihren Artikel über den Gmünder Verlag gelesen. Sie sprechen mir aus ganzem Herzen. Auch wir waren und sind Angriffspunkte für Herrn Gmünder. Das Geschrei aus diesem Haus kann sowie keiner mehr verstehen, da es heuchlerisch ist.

Mit besten Grüßen
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

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6. August 2008

hallo ....

ich sage nur: KULT! aber wirklich neues steht ja nicht unbedingt in dem artikel oder?
wie man aus der homo-history weiß, wird nicht viel passieren. madame wird zunächst auf unterlassung klagen (siehe den zitierten du&ich-vorfall), dann den autor nach guantamo verbringen lassen und die fotografen, veröffentlicher, die hersteller der kamera, die putzkräfte in allen brunos-läden, die waldarbeiter, die das holz für das papier geschlagen haben, auf dem buddys gedruckt wird, entlassen, verklagen (rufmord, beleidigung, geschäftsschädigung), bedrohen und beschimpfen. je nach schwere des deliktes.

und dazwischen immer wieder krächzen: „es werden köpfe rollen".

wir werden es ja sehen.

herzliche grüße
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

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Guten Tag Herr Reimer,
... Ich habe .... den Artikel laut vorgelesen und wir haben uns köstlich amüsiert.
Aber auch jenseits des Amüsements entsprechen die teils drastisch formulierten Aussagen m. E. den Tatsachen.
 Ganz empfindlich wird Herr G. auf den Namen von Maltzahn reagieren, der wie eine Ikone im Verlag verehrt wird. Das wird ihn persönlich treffen.
Ich weiß nicht, ob das riesengroße Portraits von Christian von Maltzahn noch im Eingangsbereich hängt, was ich immer als pietätslos empfand.
Ich kann gar nicht glauben, dass er all diese Label der Boutique führt, die ja eindeutig bareback sind. Gerade SEVP waren die allerersten, die sich mit bareback au den Markt getraut hatten ... 
Ich werde diese nächsten Tage auch einen Kontrollbesuch dort machen, um es mit eigenen Augen zu sehen.
   
.... 
Mit herzlichen Grüßen
(der Autor ist dem Archivar bekannt)
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5. August 2008

Vielen Dank, wir hatten den Artikel schon entdeckt.

Nach unseren Erfahrungen ist es nicht sehr aussichtsreich, Auseinandersetzungen mit Bruno zu führen, da er in aller Regel genau das tut, wozu er gerade Lust hat, egal, was andere dazu sagen ...

Schöne Grüße
(der Autor ist dem Archivar bekannt)
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6. August 2008

Lieber Herr Reimer,

also wenn heute keine Atombombe mehr fällt dann weiß ich auch nicht...

Werden die Krieger müde?

Wie Sie richtig bemerkten: Was für Heuchler!

Ihr
(der Autor ist dem Archivar bekannt)

Samstag, 5. März 2011

Über das Geschäft mit schwulen Bareback-Pornos - und die Rolle Bruno Gmünders, Mitbegründer der Deutschen AIDS-Hilfe.


In dem schwulen Magazin DU & ICH EXTRA Nr. 21, Ausgabe August/September 2006, erschien auf den Seiten 38 bis 43 ein Beitrag über die hemmungslose Produktion und Vermarktung schwuler Bareback-Pornos in Prag.

Auf Seite 41 dieses Beitrags ("Welcome to Bareback City") stand u.a. auch dieser Satz:

"...Umschlagplatz für den Bareback-Markt ist Amsterdam. Firmen wie ... Bruno Gmünder ... kaufen das Material aus Osteuropa und vermarkten es."

Mit "Diese Behauptung ist falsch" beginnt eine 56-zeilige "Richtigstellung" der Herren Bruno Gmünder und Michael Taubenheim, Geschäftsführer der "Bruno Gmünder Media", die DU & ICH auf Seite 33 der Ausgabe 09/2006 abdruckte.


Darin heisst es u.a.: "Richtig ist, dass die Bruno Gmünder Media-Firmen (Verlag und Bruno's) solche Filme nicht einkaufen und ebenso keine Vermarktung von so genannten Bareback-Filmen betreiben... [das] widerspricht unserer Verantwortung als schwule Männer für uns selbst, unsere Partner und unsere Community... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt... Bareback ist Spaß ohne Rücksicht auf den Partner und Verluste, Bareback ist Lust ohne Zukunft,  Sex ohne Verantwortung..."

Die "Richtigstellung" endet im bekannten gmünderschen Drama-Tremolo: "Unser Verlagsmitbegründer Christian von Maltzahn starb 1997 infolge von AIDS. Wenn er die Wahl hatte, entschied er sich für Verantwortung statt Risiko. Und dennoch hat ihn die Todeswelle mitgerissen..."

Anschliessend entschuldigt sich DU & ICH Chefredakteur Dirk Ludigs. Diese Passage sei im Urtext gestrichen worden, aber während des Produktionsprozesses sei die falsche, ursprüngliche Textversion in Druck geraten.

Die DU & ICH Redaktion: "Der hierdurch erweckte Eindruck, die Gmünder Firmen handelten mit Bareback-Videos bzw. produzierten solche Filme, ist falsch. Die Gmünder-Firmen produzieren keine Bareback-Videos. Ebenso wenig vermarkten sie solche Filme."

Tatsächlich jedoch hatten die beschwörenden Bareback-Distanzierungen der Herren Bruno Gmünder und Michael Taubenheim mit der Realität wenig zu tun, wie Recherchen des schwulen Magazins BUDDY im Frühjahr 2008 in bruno's Sex-Shop-Kette ergaben:

Auf Seite 3 des Magazins BUDDY Nr. 110 widerlegt Chefredakteur Jens M.A. Reimer anhand aktueller Fotos von bruno's Pornoregalen am Berliner Nollendorfplatz das ganze Geschwafel von Empörung, Unschuld und Sorge um die Community der beiden Safer-Sex-Heiligen. Weiteres Fotomaterial läge aus bruno's-Filialien Hamburg und München vor.

Über einen weiteren Bareback-Beitrag der Herren Gmünder und Taubenheim heisst es: "In besonders bizarrem Licht erscheint die Moral des Herrn Gmünder (Mitbegründer der Deutschen AIDS Hilfe e.V. !!!), seit er sich 2007 in die Porno-Produktion CAZZO eingekauft hat, in deren Serie "Berlin Privat" zum Gotterbarmen bareback gevögelt wird. Im Haus Gmünder heissen diese unsafen Fickvorführungen Soft-Bareback (= privat fickende Paare). Welch schamlose Sprachverwirrung..."

Stellungnahmen zu der BUDDY-Enthüllung und Fortsetzung dieses Eintrags am Mittwoch 6. März 2011, hier > "Bareback ist die Propagierung unsafen Verhaltens"... und wurde bis 2008 in bruno's Sortiment angeboten.