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Freitag, 25. April 2014

An der Bruno Gmünder Legendenbildung wird ungeniert weitergestrickt. Jetzt strickt Wunderknabe David Berger.


Nein, Bruno Gmünder (58) wurde kein Wachstumshormon gespritzt. Der (körperlich) klein geratene Ex-Verleger steht hier, fototechnisch sauber arrangiert, auf einer Pornokiste. Links von ihm der weltberühmte schwulkatholische Wunderknabe David Berger (46), rechts "der neue schwule Medienfürst" und Bareback-Pornohändler Tino Henn (39).

Es geht um obigen Selbstbeweihräucherungstext, womöglich aus der Feder des begnadeten "Bestsellerautors" David Berger, dem "kampagnenerprobten, weit über die Grenzen der Szene bekannten Chef".

Entweder sind die ersten zwei Sätze journalistisch unsauber - oder ahnungslos hingehau'n - oder bewusst leserverdummend formuliert. Wir tippen auf letzteres, da die Legendenbildung Tradition hat im Bruno Gmünder Verlag.

1) Der Verfasser geniert sich nicht, folgende zwei Sätze in einem kurzen Absatz unterzubringen: "Die MÄNNER hat ihre Wurzeln ... mit einer Zeitschrift namens Torso ... " und "Das Resultat [der Wurzel Torso] war ein Periodikum ... wo jeweils zehn Männer mit ... sechs Aufnahmen vorgestellt wurden"

** Das 1987 erscheinende Buntebilderheft MÄNNER, ein mit Kontaktanzeigen aufgefülltes schwules Masturbationsmagazin, randvoll mit deutlich bis dick anschwellenden Geschlechtsteilen US-amerikanischer Pornomodelle - - - soll also seine "Wurzeln" - - - in der fünf Jahre zuvor erscheinenden journalistisch engagierten Schwulen-Zeitschrift TORSO gehabt haben. Diesen "geistigen" Zusammenhang zu konstruieren, dazu gehört schon allerlei Chuzpe ...

2) "Die Idee dazu [TORSO] hatte der junge Bruno Gmünder, der das Projekt, das es auf pralle 18 Ausgaben brachte ..." 

** Die Idee zu der Zeitschrift TORSO hatte Michael Föster, Beruf Journalist und 1982 bereits 18 Jahre als Redakteur tätig

** In Wikipedia formuliert es der Bruno Gmünder Verlag dann auch schön verschwiemelt: "Ebenfalls 1982 rufen sie [Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn] mit Michael Föster und Theo Düppe das Magazin Torso ins Leben, welches einen Mix aus Lifestyle und politisch-engagierten Journalismus bietet"



** Von TORSO erschienen nicht 18, sondern nur 16 Ausgaben.

** TORSO erschien zu keinem Zeitpunkt im Bruno Gmünder Verlag (siehe oben)

** Die angebliche Kreativkanone Bruno Gmünder hat bei TORSO nie etwa anderes getan, als sich um die Anzeigen zu kümmern (siehe oben und unten).




** Im Dezember 1982 bereits stellte Bruno Gmünder klar "Und Mitverleger von TORSO bin ich ebenfalls nicht mehr" (siehe oben)


** 1983 lassen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ganz die Finger von dem Objekt (siehe Impressum oben).


Zugegeben, dieser Post ist überflüssig wie ein Kropf. Denn tatsächlich erzählt (und belegt) der Blog brunoleaks in elf verschiedenen Posts die wahre Geschichte von TORSO.

Aber so oft Bruno-Gmünder-Märchen in immer neuen Variationen aufgetischt werden, so oft wird auch brunoleaks die Fakten wiederholen.

Montag, 24. Oktober 2011

Sogar OUT! - das Who's Who der lesbischen, schwulen und bisexuellen Welt - reduziert Bruno Gmünder auf den edlen Verleger


OUT!, das biografische Verzeichnis berühmter schwuler, lesbischer und bisexueller Menschen, von Axel Schock und Karen-Susan Fessel, erschien erstmals 1997 im Berliner Querverlag (mit 500 Namen). Bis zur 3. Auflage im Jahr 2000 ohne einen Eintrag über Bruno Gmünder (und ohne Christian von Maltzahn).

Erst in der 4. Auflage konnte sich der Querverlag überwinden "einen der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" (170cm gross) in das Verzeichnis aufzunehmen. Allerdings in einer ebenso fehlerhaften wie weissgewaschenen Version, wie in dem obigen Auszug nachzulesen ist. Ein edler Ritter der schwulen Welt. Ein Verleger ohne Fehl und Tadel. Ein schwuler Gutmensch.

Hier ein paar (unvollständige) Ergänzungen/Berichtigungen für die OUT!-Autoren:

1) Bruno Gmünder "absolvierte" kein Jurastudium, sondern brach das Studium nach 3 Semestern ab.

2) "Politisches Engagement, amnesty international, Gefangenenhilfe" ... Bruno Gmünder war bei der linken "Münchener Roten Hilfe", beim linken Münchener BLATT und engagierte sich vor allem für die Freilassung des als Pädophilen verurteilten Peter Schult.
Der Hinweis auf links ist bedeutsam, weil Bruno Gmünder als Ex-Verleger ebenso pauschal wie angewidert über alle Linken herzieht: "Die Linken missbrauchen dich immer. Als Köder, als Verräter, sehr gerne. Zu gegebener Zeit lassen sie dich dann hochgehen..."

3) "1978 zieht Gmünder nach Berlin ... Prinz Eisenherz" ... 1978 wurde die Prinz Eisenherz Buchhandlung eröffnet!!! Gmünder war erst ab 1979 (!) im Eisenherz-Team. In der Eisenherz-History taucht sein Name nicht auf. Auf die Frage nach dem Warum, sagt der schwule Buchladen "...dürfen aus juristischen Gründen ... "

4) Im Mai 1982 produzieren Bruno Gmünder, Christian von Maltzahn und Michael Föster in der Quadro-Verlags GmbH (Sitz im Gmünder-Verlag) das schwule Magazin TORSO (Mix aus Lifestyle und politisch-engagiertem Journalismus), das bereits im Oktober 1983 an den Torso-Verlag Michael Föster übergeht und Ende 1983 nach nur 16 Ausgaben eingestellt wird.


5) Im November 1987 erscheint MÄNNER (heisse Männer, scharfe Fotos, aktuelle Kontakte), ein Softporno-Pin-up-Magazin mit Aufnahmen von US-Porno-Modellen, mit Kontaktanzeigen und vollgestopft mit Eigenwerbung ... das 1990 erzwungenermassen eingestellt werden muss. ("jugendgefährdend")


6) Am 17.7.1988 eröffnen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ihren ersten Sex-Shop im Berliner Ku'damm-Eck: bruno's, genannt "Mediathek". In den Folgejahren eröffnen bundesweit 5 weitere bruno's Sex-Shops.

7) Im Internet bietet bruno's.de, Your Gay Media Online Store, Bücher, Magazine, Unterwäsche, Dildos, Masturbatoren, Slings, Analduschen, Porno-Comics, Porno-Lesestoff (Loverboys-Serie u.a.) usw.

8) Ab 2000 betreibt Bruno Gmünder einen Vertrieb für schwule Pornofilme.

9) Von 2005 - 2008 produziert Gmünder das Porno-Magazin Erexxion (zur Vorstellung neuer schwuler Pornofilme)

10) Der Bruno Gmünder Verlag produziert (bis heute) das Porno-Magazin porn up!

11) Auf Gmünders PornUp.tv "kannst du aus 30 Vorlieben, Amateure, Fetisch, Bondage... und über 20 Pornostudios" aktuelle Pornofilme abrufen.

12) 2007 kauft sich Bruno Gmünder in die Porno-Produktion CAZZO ein (in deren Serie "Berlin Privat" bareback gevögelt wird)

13) Im Frühjahr 2008 weist das schwule Magazin BUDDY nach, dass in den Sex-Shops des engagierten Bareback-Gegners Bruno Gmünder jede Menge schwule Bareback-Filme angeboten werden.

14) Im März 2011 erklärt das Gmünder-Magazin M - Männer den Verleger Bruno Gmünder zu einem der "10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland".

Mehr? Die bisher 60 Einträge in brunoleaks empfehlen sich als Fundgrube, die sich eines angeregten weltweiten Interesses erfreut (selbst wenn nicht permanent neue Eintragungen erfolgen).

Montag, 15. August 2011

1.Teil: Die GANZE Geschichte vom SPARTACUS International Gay Guide, von seinem Gründer John D. Stamford und wie Bruno Gmünder das Schnäppchen seines Lebens machte.


Das Bild zeigt Bruno Gmünder und John D. Stamford, irgendwann zwischen Ende November und Anfang Dezember 1986, bei der Vertragsunterzeichnung in Sachen „Übernahme des Spartacus“ durch den Bruno Gmünder Verlag. Ohne die Goldmine 'Spartacus', so ehemalige Verlagsmitarbeiter, hätte der Bruno Gmünder Verlag niemals jene Grösse und führende Position unter den schwulen Verlagen erlangt.

     Die Geschichte des 'Spartacus Gay Guide' wurde bisher nicht geschrieben. Das hat Gründe, die hier beschrieben und dokumentiert werden. Dabei ist sie (sogar nur von 1970-1987) spannend, turbulent und so umfangreich, dass sie einen einzelnen Blog-Eintrag sprengen würde. Deshalb veröffentlicht brunoleaks die Geschichte und die Hintergründe in mehreren hintereinander folgenden Teilen.
   Da schon während der Recherchen immer wieder neue und sogar gegenteilige Fakten auftauchten, aber auch nachträglich ergänzende Kenntnisse und Erkenntnisse von Insidern eingingen und sicherlich noch eingehen werden (z.B. von Lesern), sei an dieser Stelle daran erinnert, dass Einträge in diesem Blog grundsätzlich auch ergänzt, selbstverständlich richtig gestellt, korrigiert oder gekürzt werden können.
   Das hier auftauchende Dauer-Thema ‘Pädophilie’ dient nur einem Zweck, nämlich zur Erläuterung der ‘Spartacus’-Fakten und -Hintergründe.
   Im übrigen erhebt auch dieser Blog-Beitrag weder Anspruch auf Allwissenheit, noch auf Vollständigkeit.
   Interessenten stellen wir gerne Artikel-Kopien in hoher Auflösung zur Verfügung, z.B. wenn Textabbildungen hier nur ungenügend lesbar sind.

Jubiläumausgabe: Der 25. Spartacus International Guide 1996/97
Der folgende Artikel erschien im März 1996 in MÄNNER, "Deutschlands schwule Illustrierte Nr.1", vom Bruno Gmünder Verlag.


Ein erstaunlich konsequenter Artikel, denn der Verfasser hat die ‘Spartacus’-Vergangenheit konsequent ausgeblendet:

1. den "Erfinder" und Erst-Herausgeber des Reiseführers
2. dass der Erstverleger 15 Folgen produziert hatte, während
3. im Bruno Gmünder Verlag erst 10 der 25 Ausgaben erschienen waren und vor allem
4. die dramatische Geschichte, die zur Übernahme des ‘Spartacus’ durch Bruno Gmünder führte.

Es handelte sich also um einen Jubiläumsartikel, bar aller Fakten über den Jubilar. Warum? Auch dieser Frage wird brunoleaks in den folgenden Eintragungen nachgehen.

Wer war John D. Stamford? Eine unvollkommene Einführung in ein schillerndes Leben.

1968  soll der 29-jährige, schon damals offen schwul lebende Brite John D. Stamford, begonnen haben Daten für ein schwules Reiseführerprojekt zu sammeln (nach ‘Wikipedia’).Ob seine sexuelle Orientierung mit "schwul" richtig angegeben ist darf bezweifelt werden. Stamford wird von Kennern, wie auch in schwulen und nicht-schwulen Veröffentlichungen immer wieder als Päderast bzw. Pädophiler bezeichnet. Auch Teenager und Twens hat John nicht verachtet - hauptsächlich frisch und jung. Jedenfalls durchzieht das Thema Pädophilie seinen ganzen (soweit bekannten) Lebensweg.

Vor Herausgabe seines ersten 'Spartacus Gay Guide' ist über den 1939 in Lancashire geborenen Zwilling (bislang) bekannt ... dass sein „Arbeitsweg“ als katholischer Priester in Brighton begann ... dass er als Lehrer an einer katholischen Sonntagsschule in Lancashire unterrichtet hat ... im (schwulen) Brighton ein Gästehaus betrieb und sich u.a. damit brüstete, die ersten schwulen Pornohefte in Grossbritannien produziert zu haben. 1967, 28jährig, begann er mit der Herausgabe des 'Spartacus Magazine'. Vor seiner ‘Flucht’ aus England nach Amsterdam fuhr Stamford (nach eigenen Aussagen) bereits einen Rolls Royce.

Peter Thommen, ARCADOS Buchladen Basel, am 15.07.2011: "... Stamford ... hatte die Attitüde, sich jeglicher staatlichen Adminstration zu entziehen (Bußen, Steuern, etc.). ... Er lebte meist in seinem Wohnwagen und reiste damit - wie ein Fahrender - um die Welt. Einmal ist er in Süddeutschland an der Grenze angehalten worden, weil sein asiatischer Liebhaber kein Visum hatte. Auch wurde dieser als minderjährig eingestuft, weil er so jung aussah. Das löste sich aber wieder auf. Stamford beklagte sich ständig über Rassismus, er berücksichtigte wohl nicht die europäische Bürokratie mit den vielen Ein- und Ausreiseregeln. Erst spät hat er sich in Amsterdam richtig etabliert. Wenn Stamford jährlich auftauchte, um das Geld für die Inserate der nächsten Ausgaben in bar mitzunehmen, hatte man immer das Gefühl, man hätte eigentlich einen roten Teppich ausrollen sollen! Ich habe für ihn mal den ganzen Abschnitt über die Schweiz bearbeitet, weil es darin viele Fehler in der cruising Szene gegeben hatte. U.A. fanden sich viele Telefonnummern von Telefonkabinen, die aber oft unkorrekt waren und zu bürgerlichen Leuten gehörten, die sich dadurch nächtlich belästigt fühlten. Stamford war ein echter Urwaldforscher, was das Gayleben in der Welt betraf! ..."
(weitere Ausführungen von Peter Thommen später)

Der Verfasser folgender Zeilen ist brunoleaks bekannt, am 18.07.2011: " ... Mit Stamford musste ich mal Essen gehen. Ein zynischer Zeitgenosse mit bösem englischem Humor.  Der konnte nicht mit Geld umgehen und  die beiden [Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn] haben ihm für einen Appel und ein Ei aus der Patsche geholfen. Wäre der Spartacus nicht gewesen, wäre der [Bruno Gmünder] Verlag eine Klitsche geblieben --- am Jahresende 1983 war ja die Pleite mit TORSO. Glück dem Tüchtigen... " 
Ergänzung des Archivars: Dank der ersten sprudelnden Einnahmen aus dem 1987er ‘Spartacus’, konnte der Bruno Gmünder Verlag das am Jahresende 1987 erscheinende (damals) Softporno-Magazin MÄNNER finanzieren.

John D. Stamford schreibt über John D. Stamford, im 'Spartacus' 1975, Seite 12:
John D. Stamford wurde wenige Monate vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unter dem ‘Gemini’-Zeichen (Zwilling) geboren. Er stammt aus Lancashire und hat viel durchgemacht, bevor er 1968 den 'Spartacus' begründen konnte. Er spielte eine Rolle in der Kampagne für die Gesetzesänderung in Grossbritannien (1967). Zuvor musste er aber sämtliche Stufen eines ‘Bekenntnis in der Öffentlichkeit’ mitmachen. 1968 fasste er den Entschluss zum ‘Spartacus’ und gründete eine kleine Firma in Brighton, England, die zunächst eine monatliche Zeitschrift ‘Spartacus’ und kurz danach den ersten internationalen Gay Guide herausgab. Die Firma konnte sich unbehindert ausbreiten, bis Ende 1971, als sie aus verschiedenen, unkontrollierbaren Gründen aufgelöst werden musste. Ein neues Büro ist in Amsterdam eröffnet worden, wo sich die Homosexuellen freier bewegen können als in England, wo sie immer noch gesetzlicher Verfolgung und Strafmassnahmen ausgesetzt sind. Im Laufe seiner Arbeit an den jährlichen Neuausgaben des Guide, sowie an anderen Publikationen, hat John fast die ganze Welt bereist.
Neben seiner Tätigkeit innerhalb ‘Spartacus’ und der homophilen Gemeinschaft, hat er sich eine tiefe persönliche Philosophie und Geistigkeit ausgearbeitet, die im erheblichen Mass für den Erfolg des ‘Spartacus’ und des ‘Gay Guide’ verantwortlich ist. Sein Leben ist ausschliesslich seiner Arbeit gewidmet und jetzt, da der ‘Spartacus’  wieder festen Fuss gefasst hat, ist er seinen Verpflichtungen, für die anderen zu sorgen, völlig zugetan. Seine Pläne für die Zukunft, in seinen eigenen Worten: ‘Lieben, immer mehr lieben, und damit zur Begründung einer besseren Welt, besonders für Homosexuelle, beizutragen.’ (Die holprige deutsche Übersetzung im ‘Spartacus’ haben wir etwas ‘geglättet’.)

Dazu ein paar Randbemerkungen: # Der ansonsten viel plappernde und schreibende Stamford hat sich später über seine ersten 29 Lebensjahre komplett ausgeschwiegen. # Zeitschrift: Noch das 27. 'Spartacus Magazine' (1972) war nur ein knapp DIN A5 grosses Heftchen. # Die „verschiedenen unkontrollierbaren Gründe“ sind ebenso delikat wie bekannt. Etwa ab 1975 hat Stamford auch darüber Schweigen ausgebreitet. # Bei den „anderen“, hier nicht genannten Publikationen, handelte es sich neben dem 'Spartacus Magazine' um Pornohefte und Lesestoff für Knabenliebhaber. # Die Aussage „seinen Verpflichtungen für andere zu sorgen“ gehört zu jenen zahlreichen Floskeln, mit denen sich Stamford permanent als engagierter Kämpfer für die Emanzipation und die Rechte Homosexueller produzierte.

1967  begann John D. Stamford mit der Herausgabe des schwulen Magazins) SPARTACUS Britains leading gay monthly magazine (!!!) - JDS Publications, 46 Preston Street, Brighton (JDS = John D. Stamford) - ein dünnes, schwarz-weiss gedrucktes


Heftchen im Format von knapp DIN A5. Noch im Jahr 1972, hier die Titelseite der Nr. 27, erschien der Name Stamford nicht im Heft. Der Nr. 27 lag dieser Bestellschein für den neuen 'Spartacus Gay Guide' bei. Die 3. Ausgabe kostete £ 1.75 [das entsprach damals 14,- DM]


Fortsetzung (anklicken) 2. Teil 1970-1983

Samstag, 14. Mai 2011

Der gute Mensch aus Kremmen.


Je mehr man nach „einem der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland", seinem Verlag und seinen sonstigen Aktivitäten forscht, desto mehr Positives... helle Begeisterung... ja Verzückung schlägt einem entgegen - nie jedoch auch nur eine einzige fragende, skeptische, geschweige denn kritische Stimme.

Beispielhaft dafür stehen die Buchvorstellungen / Buchbesprechungen im schwulen News-Portal Queer.de (fast alle verfasst von Gmünder-Anbeter Carsten Weidemann ). Ich habe in drei Queer-Buch-Rubriken - Biographie, Erotik und Fotobände - 50 (fünfzig!) Gmünder-Buch-Vorstellungen (notgedrungen) durchgearbeitet. Dann hatte ich die Schnauze voll... Alle schwappen über vor Begeisterung. Und ich wette, ich könnte 1000 weitere lesen... Da findet sich nicht eine einzige kritische Silbe. Carsten Weidemanns Buchbesprechungs-Sprachschatz umfasst ausschliesslich Positivismen. Für ihn sind Gmünders Publikationen eine einzige rosarote Buchwunderwelt.

Natürlich hat die schamlose Schönfärberei Gründe, schliesslich verkauft der Onlineshop von Queer.de alle Gmünder-Werke. Da will man Umsatz machen. Und wer noch etwas genauer hinschaut weiss, dass der Queer.de-Shop mit bruno’s Onlineshop 150% identisch ist.

Allerdings sind die schwule Lobhudelei und das wundersame Bild von Gutmensch Bruno Gmünder allgegenwärtig:

Bei Google die Stichworte „Bruno Gmünder" eingegeben, erbrachte am 10.5.2011 „ungefähr 73.100 Ergebnisse" und am 13.5.2011 bereits „ungefähr 76.300 Ergebnisse". Tatsächlich jedoch zeigt Google von diesen Unsummen nur (schwankend) zwischen 500 und 550 „treffende Ergebnisse" an, da alle anderen „den angezeigten Treffern sehr ähnlich sind".

 Analysiert man die angezeigten Ergebnisse, so erstaunt, dass selbst unter diesen

1.) haufenweis Doppel- und Mehrfachergebnisse sowie Ähnlichkeiten auftauchen und

2.) etwa 16% der Einträge nullkommanichts mit Bruno Gmünder zu tun haben bzw. als „Google-Müll" aussortiert gehören

Folgend eine Aufschlüsselung, die keinen Anspruch auf Perfektheit erhebt:

ca. 43% der Einträge befassen sich mit Buchtiteln (= Schwerpunkt) aus dem Bruno Gmünder Verlag, Buchangeboten, Autoren sowie (unter ferner liefen) Comics, Kalendern, Zeitschriften und Videos.

ca. 21% der Treffer beinhalten Einträge zur Firma, sprich zum Bruno Gmünder Verlag (= Schwerpunkt), den bruno's Porno-Shops, dem bruno's Onlineshop, dem Vertrieb, dem Verlagsprogramm sowie (unter ferner liefen) Stellenangeboten, Referenzen und Sponsoring

ca. 16% der Einträge haben - auch im weitesten Sinn - nichts mit Bruno Gmünder zu tun oder sind generell sinnlos (siehe 2.)

ca. 10% der Einträge beziehen sich auf Suchportale und Preisvergleiche, auch Amazon und Ebay

und nur ca. 6% der Einträge verweisen aus Artikel über den Verleger, den Verlag, Sponsering und Aktualitäten.
     Allerdings machen z.Zt. die beiden Themen "Gmünders Freispruch von Pornographie" (Februar 2008)  und "Gmünders Sponsering für die Aktionen zum Papstbesuch" rund 80% aller gegoogelten  Artikel aus. Das heisst: Geschrieben wird über den Verlag und seinen Verleger - in der Presse allgemein, in der schwulen Presse sowie in Online-Medien - so gut wie nichts.
     Übrigens taucht in Google kein einziger Artikel oder Artikelhinweis aus 2 Jahren TORSO und nahezu 25 Jahren MÄNNER auf...

2,5% der Einträge führen direkt zu brunoleaks oder zu brunoleaks über den Umweg "Paperblog"

Der Rest sind Pressemeldungen, Bruno-Fan-Seiten und Unerheblichkeiten.

Liest man sich nun durch die erstgenannten 43% und die unten genannten 6% der Einträge, also all jene mit Besprechungen und Vorstellungen von Gmünder-Publikationen, mit dort auftauchenden Gmünder-Autoren und mit bewussten Artikeln, zeichnet sich exakt der gleiche Begeisterungstaumel wie bei Queer.de ab:

... Der Bruno Gmünder Verlag beglückt den Liebhaber des männlichen Körpers mit einem weiteren hochwertigen Bildband... (Eurogay)

... um das Herz des geneigten Boy-Freundes zu erhellen... (blu)

... eine schlichte Aufforderung, sich fallen zu lassen und zu geniessen, was zwischen den Buchdeckeln geboten wird... (GayMaxx)

... eine Anthologie, die unter die Haut geht. Hand drauf! ... (Gaypeople)

... Jeff Palmers * Bilder sind intime, berührende, erotische und ästhetische Meisterwerke... (toys4you)
     * Anmerkung: Jeff Palmers ist der berüchtigste exzessivste Bareback-Porno-Darsteller, den die schwule Welt gesehen hat.

... ein wirklich aussergewöhnliches, bemerkenswertes Buch und wegen seiner Ehrlichkeit, Radikalität und Wahrhaftigkeit ein echter Lichtblick... (ganymed.blogspot)

Dass die anbetungswürdigen Presse-Verkoofe-Texte des Bruno Gmünder Verlag der Einfachheit halber vielfach kommentarlos übernommen werden, liegt auf der Hand.

 Bald schon drehte sich mir schier der Kopf - von all dem Gmünder-Hosianna und dem klebrigem Gmünder-Sirup.
In über 500 Google-Einträgen habe ich einen einzigen Autor gefunden, der auch kritische Worte über ein Gmünder-Werk zu publizieren wagt: Axel Schock über „Porn from Andy Warhol To X-Tube" im Blog der Aids-Hilfe. 

Donnerstag, 7. April 2011

Prall gefüllt mit Sex, Service und Amüsement = schwules Selbstwusstsein


MÄNNER aktuell 1/1996 - Deutschlands schwule Illustrierte Nummer 1
MÄNNER 6/2004 - Deutschlands informativste Illustrierte für schwule Männer
MÄNNER 10/2007 - Die Nummer 1 der schwulen Kaufmagazine.
An schwulem Selbstbewusstsein hat es Bruno Gmünder nie gemangelt. Eher ist zu vermuten, dass er regelmässig davon irgendwie übermannt wird. 1996 prahlte das Blatt - mit Sex, Service und Amüsement - Deutschlands schwule Illustrierte # 1 zu sein. Ohne einen Beleg dafür. Einfach so.

Schliesslich konnte man erst fünf Jahre später, ab der Ausgabe 6/2001, mit Eintritt in die Auflagen-Prüfgemeinschaft IVW, die Spitzenstellung belegen.

In der Abo-Werbung des Juni 2004 gibt man sich eine Spur bescheidener (wahrscheinlich etwas vorsichtig geworden, schliesslich hatte man Ende 2003 den IVW wieder verlassen). Aber auch hier geht es nicht ohne Gmünderschen Superlativ ** ab. Von der Sex-Service-Amüsement-Illustrierten ist man zum informativsten Schwulenmagazin mutiert.

Aber schon im Oktober 2007 (Happy Birthday, Männer, zum 20. Blattjubiläum), protzt man sich erneut zur Nummer Eins der schwulen Kaufmagazine. Einfach so. (Sollen doch andere das Gegenteil beweisen.)

** Siehe Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): Alleinstellungsbehauptung

Mehr lesen:
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/schamlose-auflagen-hochstapelei-auch-im.html

Freitag, 1. April 2011

Wenn "Verkäufer" Bruno Gmünder, "einer der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland", über Schwule spricht...

Diesen Text des Verlegers in (na, wo wohl?) MÄNNER 06/2005, Seite 13, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

1) "Damals war das ein ziemlich egozentrischer Haufen von Politschwuchteln, die die Welt verbessern wollten..."

In dem Beitrag "Wir alle waren Tunix" der taz vom 25.1.2008 offenbart Bruno Gmünder, dass er ja ursprünglich selbst eine Politschwuchtel war, die die Welt verbessern wollte:  "Der Traum war zum Trauma geworden. Buchstäblich zerschossen, irgendwo zwischen Stammheim und Mogadischu hatten sich unsere Träume aufgelöst, und jetzt öffneten sich unsere Augen: Die ganze Richtung war falsch gewesen, wir brauchten eine Kurskorrektur. Wir brannten, und wir suchten eine neue Richtung für unsere Energie. Das war Tunix. Ein Nachdenken über das Neue. Das Ende des revolutionären Traums und der Beginn der eigenen Verantwortung. Ich war gerade 21, kam aus der Roten Hilfe in München, vom (linksradikalen) "Blatt" und war nur noch genervt, jeden Morgen die Polizei vor dem Haus stehen zu sehen..."
Vgl. brunoleaks Eintrag vom 2.3.2011

*******

2) "Die Gesellschaft? Begegnet mir recht selten, einzelne Personen hingegen sehr oft. Unter ihnen gibt es immer noch jede Menge Miesmacher. Die sind, bildlich gesprochen, mit einem zu kleinen Schwanz auf die Welt gekommen..."

(Schwule) Menschen, die andere Meinungen, andere Vor- und Einstellungen haben als der mächtige Schwule Bruno Gmünder, sind Miesmacher mit körperlichen Defiziten (kleinschwänzig) ...


Gmünders Äusserungen über ehemalige Angestellte - oder gar Konkurrenten - sind übrigens deutlich deftiger.

Donnerstag, 31. März 2011

Bruno Gmünder: "Unsere Verantwortung als schwule Männer... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt"


aus BUDDY 110 / 2008
Diese Doppelseite ist nachzuschlagen in MÄNNER 1/2005, auf den Seiten 80/81. Unter der schlüpfrigen Headline "Allerbeste Sahne" wird für die "Pornoschmiede aus Russland", Dolphin Entertainment, grosszügig Reklame gemacht: "Sichtbar zielstrebig haben sie die Qualität ihrer Pornodarbietungen vorangebracht. Wer sich einen Spitzenplatz unter den osteuropäischen Produzenten erobern will, muss schon mehr bieten, als ein paar nette archaische Burschen, die Ständer oder Loch hinhalten."

Und in der Tat bot Dolphin Entertainment mehr. Nämlich jede Menge Bareback-Gerammel. Zunächst indem man die fehlenden Kondome auf dem Video-Cover verschwieg. Auf Dolphin-Webseiten konnte - wer wollte - jedoch Reizworte wie awesome bareback oder condoms are absent in some scenes finden. Die Redaktion von MÄNNER, der Bruno Gmünder Verlag und die bruno's haben da lieber nicht so genau hingeschaut, in seinen Sexshops lagen noch 2008 haufenweis Dolphin-Pornos in den Regalen (vgl. BUDDY 110/2008), wie etwa "Young Cummers". Möglicherweise war das Pornolabel Dolphin auch im Bruno Gmünder EH-Vertrieb.


Irgendwann verlor dann auch Dolphin-Entertainment die diskrete Zurückhaltung, siehe "Bareback Bubblebutt". Und während sich Bruno Gmünder immerdar als einer der Aids-Hilfe-Gründer, als würdiger Vertreter auf Aids-Konferenzen, Verteiler von Gratis-Informationsmaterial und grosszügiger Spendenonkel für Aids-Projekte in Szene setzte.... vermarktete, verkaufte und vermietete er munter Bareback-Filme à la Dolphin-Entertainment.

Übrigens dürfte der Artikel "Allerbeste Sahne" nicht ganz uneigennützig in MÄNNER erschienen sein. Abgesehen von den kostenlosen Sahne-Bildern, bedankte sich Dolphin mit einigen 1/2-seitigen Anzeigen. Unter anderem in den Ausgaben 1/2005, Seite 105, 8/2005, Seite 37... Man darf nicht vergessen, dass der Bruno Gmünder Verlag ein kommerzielles Unternehmen ist, das KOMMERZ (hier: Umsatzsteigerung, Gewinnmaximierung, Expansion usw.) immer riesengross geschrieben hat, was in unseren nächsten Einträgen noch (leicht) zu beweisen ist...

Mehr über Brunos ausgeprägtes Bareback-Bewusstsein:
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/uber-das-geschaft-mit-schwulen-bareback.html
http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/bareback-ist-die-propagierung-unsafen.html

Mittwoch, 30. März 2011

Bruno Gmünders rechte Hand: Michael Taubenheim. Ein Tausendsassa.


Mittlere Reife... Tischlerlehre... Beschäftigungstherapeut... Fotograf (Autodidakt)... selbständiger Werbefotograf... Lektor für den Bereich Fotografie im Bruno Gmünder Verlag... seit 1.3.2004 Mitgeschäftsführer und Prokurist im Bruno Gmünder Verlag... seit 2007 zusätzlich Geschäftsführer der Pornoproduktion Cazzo Film GmbH & Co KG... Decorative Gold Leaf Art Künstler...

1980-1984 OTZ, Berlin
1966 Taubenheim Fotografien, 1999 Taubenheim Postcardbook
MÄNNER aktuell 07/2001, Seiten 54/55
1. März 2004 Mitgeschäftsführer und Prokurist im Bruno Gmünder Verlag
seit 2007 u.a. auch Geschäftsführer der Pornofilmproduktion Cazzo

http://www.taubenheim.de/

Der Gold-Leaf-Künstler und Geschäftsführer zweier Firmen ist seit Heft 12/2010 auch noch der Herausgeber von M-MÄNNER.

Angeblich wurde Michael Taubenheim kürzlich (siehe http://brunoleaks.blogspot.com/2011/03/das-fuhrerhauptquartier-kleiststrasse.html ) eine Beteiligung an der Bruno Gmünder Verlag GmbH angeboten.

Samstag, 26. März 2011

Bruno Gmünder, weiss, 170 cm, schwul, Krebs, Jura-Studium, vergeben


Bruno Gmünder ist Mitglied bei Myspace, Kopie vom 12. Juli 2010
Warum Bruno Gmünder auf Myspace ist: um kostenlos Reklame zu machen.

Wieviele Semester Bruno Gmünder in München Jura studiert hat (3!) und ob er
einen Abschluss machte (nein, Studienabbrecher), verrät er öffentlich nicht. Tatsächlich
nutzt er Facebook zur "Vernetzung" - will sagen: zur kostenlosen Reklame.

Warum der Bruno Gmünder Verlag nicht auf Facebook ist:
"Gemeinschaftsseiten werden nicht unbedingt von den dazugehörigen
Personen oder Organisationen befürwortet oder unterstützt."

Bruno Gmünder (Mitte) mit Geschäftspartner Christian von Maltzahn (rechts) und
Chefredakteur Michael Föster (links) in der ersten Ausgabe von TORSO, Mai/Juni 1982

MÄNNER aktuell 4/1991, "10 Jahre Bruno Gmünder Verlag". Die beiden Verleger
im eigenen Verlagsobjekt über sich selbst: Wir, "die dynamischen Verleger..."

MÄNNER aktuell 1996. Ein Jahr später stirbt Christian von Maltzahn (links) an Aids.
"Herbert Engel", alias Niko, Pornomodell, seit 2001 Bruno Gmünders Lebenspartner,
in MÄNNER 11/2001 (oberer Teil, unten Filme in denen "Herbert" mitgewirkt hat)

Freitag, 25. März 2011

Schamlose Auflagen-Hochstapelei (auch) im Bruno Gmünder Verlag

Vorwort des Verlags-Mitinhabers Christian von Maltzahn im Magazin MÄNNER aktuell, 10/1989

Ununterbrochen - seit 1969 - betreiben schwule Verlage hemmungslose Hochstapelei. Über die Auflagen von Magazinen und Zeitschriften, Pornoheften und sonstigen Druckobjekten wurden und werden in der schwulen Szene die abenteuerlichsten Zahlen verbreitet. Wobei anzumerken wäre, dass schwule Verlage natürlich auch nie jemals mit den maßgeblichen Indizes - Druckauflage, verbreitete Auflage, verkaufte Auflage, abonnierte Auflage, Freistücke, Archivexemplare, Belegexemplare usw. - Transparenz hergestellt haben.

Im Herbst 1989 begrüsste Verleger Christian von Maltzahn  im Vorwort seines Magazins MÄNNER aktuell die Neuerscheinung von magnus ... und verbreitete - ebenso ungeniert wie verkaufsschädigend - angebliche Auflagenzahlen anderer schwuler Blätter ...... aufgrund seiner ganz "persönlichen Schätzung".

Gegendarstellung von Kurt-Joachim Förster in Männer aktuell 11/1989

Das konnte Verleger Kurt-Joachim Förster natürlich nicht auf sich sitzen lassen und verlangte obige Gegendarstellung. Obwohl oder weil dem Bruno Gmünder Verlag die in schwulen Verlagen gängige Hochstapelei-Praxis bekannt war, konterte er die Förster-Darstellung mit einer ebenso überheblichen, wie süffisanten Anmerkung.

MÄNNER aktuell - ab der Ausgabe 1/1996 nannte es sich "Deutschlands schwule Illustrierte Nr. 1" - entwickelte sich in der Tat zum auflagenstärksten deutschen Schwulen-Magazin, so dass es ab Ausgabe 6/2001 der Prüfgemeinschaft IVW (Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) beitreten konnte, die die schon im ersten Absatz genannten Auflagenzahlen von Presseerzeugnissen ermittelt, prüft und beglaubigt. Dadurch gewinnen Werbetreibende die Sicherheit, dass der Anzeigenpreis in (vernünftiger) Relation zu den Leserzahlen steht.

Das schwule Magazin MÄNNER in Wikipedia, aktueller Stand 25. März 2011,
inkl. Kevin Clarke, neuer Chefredakteur seit Heft März 2011

Laut aktuellstem Wikipedia-Stand lag "Die Auflage von MÄNNER Anfang 2007 bei 24.000 Exemplaren". Als (Beweis)Quelle wird auf eine Mediadaten-PDF-Datei verwiesen. Einmal abgesehen davon, dass bewusst verschwiegen wird, um welche Auflage es sich bei den 24.000 Exemplaren handelt, und dass diese PDF-Datei schon seit längerer Zeit nicht mehr abrufbar ist (!), wird dem Leser mit diesem Wikipedia-Eintrag eine objektiv abgesicherte Auflagenmenge (à la IVW-Prüfung) suggeriert.

Ab der Ausgabe 01/2004 unterlag das schwule Magazin MÄNNER nicht mehr der IVW-Kontrolle.

Tatsächlich jedoch hat MÄNNER aktuell / MÄNNER bereits zum Jahresende 2003 den (kostenträchtigen) IVW wieder verlassen (müssen), da die verkaufte Auflage nur noch knapp 8.000 Exemplare erreichte (letzter IVW-Stand).

Fazit: Knapp 8.000 verkaufte Auflage (2003) stehen 24.000 unbekannte Auflage (2007) gegenüber, die dem Wikipedia-Leser einen aktuellen Stand (2011) vorgaukelt. Schade, dass der Bruno Gmünder Verlag nicht geneigt ist, seine wirklichen Verkaufszahlen zu nennen...

Nachtrag:






Dass die Auflagenverschleierung im Bruno Gmünder Verlag Methode hat, zeigt diese Terminliste 2007 für die Anzeigenkunden: Bei allen drei Objekten stehen dubbiose, weil undurchsichtige Auflagenzahlen: Druckauflagen inklusive Makulatur? Fantasieauflagen? Oder wie oder was?

Samstag, 12. März 2011

Bruno Gmünder sucht Molkerei-Techniker


In welchen Branchen es Bruno Gmünder noch umtreibt [umtrieb]: Diese Anzeige erschien in männer aktuell, Dezember 1994, auf Seite 3 (!), direkt neben dem Vorwort und den Weihnachtswünschen des Chefredakteurs Frank Hermann.