Posts mit dem Label Christian von Maltzahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Christian von Maltzahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 29. Juni 2016

60 Jahre Bruno Gmünder: "Einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland" hat sich klammheimlich vom Acker gemacht.


Glückwunsch zu 60 Lebensjahren.

Die hier versammelten 78 Blogeinträge vergällen jedoch vielen die Feierfreude.

1956 - 2016, Eloge

Am 29. Juni 1956 bringt eine Frau Gmünder in Spaichingen am Dreifaltigkeitsberg "einen der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland" zur Welt!

Jugendjahre: "...Ich war ja bis 1987, bis ich 22 war, nicht schwul. Ich war links. Ich hatte auf dem Internat Lenin, Stalin und Marx an der Wand hängen, sass in Stammheim in den Verhandlungen..." (B.G. in taz 18.6.2011) 

Dem folgen 30 Jahre als machtbesessener Chef einer streng kapitalistisch ausgerichteten Porno-Toys-Unterwäsche-Magazine-Bücher-Sexshops-usw-Geldquelle, die er 2011 abstößt. 

Seither, d.h. fünf stürmische Jahre lang, schlingerte sein Lebenswerk (und das seines Freundes Christian von Maltzahn, 1956-1997 * ), dieses übermächtige Medienschiff, durch die Strudel absaufender Schwulenkäufermärkte.

* Anmerkung: Während sich der Ex-Linke allüberall in Wort und Bild als der machtvolle Bruno Gmünder prostituierte, wurde der Mit-Begründer, sein Lebenspartner, mit dem er immerhin zwei Jahrzehnte zusammenlebte, ganz schnell und immer tiefer unter den Teppich (samt Foto) gekehrt. Was bleibt, ist ein knapper Wikipedia-Eintrag.

Fast hätte Deutschlands allmächtiges schwules "Verleger"-Genie, den Exitus des Millionen-Porno-Marktes verschlafen, aber auf den allerletzten Drücker hat er dann doch noch den narzistischen Superdudelsack Tino gefunden, der sich diesen "vor Gewinnen geradezu  übersprudelnden" Laden für fett Kohle andrehen ließ.


Schon zehn Jahre zuvor hatte unser goldiges Geburtstagskind einen ähnlichen Möchtegerneganzgroß (John D. Stamford) an der Angel, der ihm auch zu mächtig viel Reibach verhalf. 


Und 2011, wie gesagt, hat er diesen eingebildeten Genialissimus (Tino Henn, "der neue Medienfürst") beschwatzt. Der ideale Ruinator, um sein Lebenswerk vollends gegen die Wand zu fahren.

Was dieser in nur 3 Jahren dann auch sauber hinbekommen hat.
Das lautlose Finale des Medien-Imperium-Dramas. 

Nach diesen fünf Gmünder-Chaos-Jahren, inkl. der Wahl eines dritten Großkotz - des schwulen Gottesanbeters David Berger - hatte er die Schnauze gestrichen voll und machte, samt jugendlichem Ehemann Herbert Engel *, endgültig die Fliege. 

* Will sagen, nach dem linksintellektuellen Schwulen-
aktivist von Maltzahn legte sich Seine Mächtigkeit einen großkalibrigen Ex-Porno-Darsteller zu. 

Als vor einem halben Jahr er dann endlich auch das letzte Verlagsanteilchen abgestoßen hatte, verschwand er von der Bildfläche - ein Gmünder-Abgang so ganz ohne das übliche dröhnende Tamtam und Trara ... 

Immerhin hinterließ Bruno Gmünder - der Schwule der Superlative - seinen hin- und hergerissenen Fans dann doch noch einen entzückenden, wahrlich zauberhaften Wikipedia-Eintrag (und die Möglichkeit schweinegeile Bareback-Pornos zu kaufen).

Die letzten Zuckungen:

Nachtrag 1: Ende 2016 schließt bruno's Mega-Sex-Supermarkt am Berliner Nollendorfplatz.

Nachtrag 2: Im März 2017 wird die Eigenreklame-Illustrierte "Männer" (Printausgabe) eingestellt. 

Nachtrag 3: 16. März 2017. Zweite Pleite. Nur 3 Jahre nach dem letzten Konkurs ist die Bruno Gmünder GmbH mal wieder zahlungsunfähig.

Nachtrag 4: 01. Juni 2017 "Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung" des schwulen Medienhauses gerichtlich festgestellt

Das Finale: 6. November 2017. Das Werk von "einem der zehn mächtigsten Schwulen in Deutschland" wird zerlegt. Die 4 Bruno's Sexshops und den Onlinehandel übernehmen "Kai, Jan, Martin, Arian, Helmuth und Manfred", eine in München eingetragene GmbH. "Spartacus" hat bereits eine "blu Mediengruppe" übernommen. Im Artikel "Bruno's unter neuer Führung" wird kein Bruno Gmünder Verlag mehr erwähnt.

Das Finale vom Finale: 21.12.2017 Das war ein schweres langes Dahinsiechen. Nun ist die Leiche endgültig zerfleddert. Der Bruno-Gmünder-Verlag ist Homo-Geschichte. Der Firmengründer eine (traurige) Legende. Er wird wohl nur noch anonym in Berlin auftauchen. Wieviele Mitarbeiter dabei in den letzten Jahren auf der Strecke blieben ... erwähnt/erwähnte keine Homo-Postille. Mehr bei queer.de


Apropos Glückwünsche. 

Bruno Gmünder kann sich und uns gratulieren: 


Bis zum 29. Juni 2016, 0 Uhr 50, zählen wir 271.199 Seitenaufrufe (Klicks). 

Ca. 57 % stammen aus Deutschland. Folgend die USA; auch dort ist BRUNOLEAKS ungemein beliebt. 

Selbst im 6. Blog-Jahr noch zählen wir - rauf- und runterschwankend, je nach Aktualitätslage - zwischen 20 und 120 Interessenten, die sich hier Tag für Tag über die berühmte schwule Allmächtigkeit informieren.

Textauszüge von Joachim Bartholomae aus der sehr unvollständigen "Chronik des schwulen Buchhandels und der Verlage 1975 bis 1998", einer Beilage in "Zwischen Autonomie und Integration" von Andreas Pretzel und Volker Weiß (Hg.) der "edition Waldschlösschen", 2013 (?)
zu "Bruno Gmünder Verlag, Berlin"

1982/83 waren Gmünder und Maltzahn bereits am Zeitschriftenprojekt
«Torso» beteiligt gewesen; sie lernen aus den Erfahrungen und unternehmen
1987 einen zweiten Versuch: «Männer» ist nach amerikanischem
Muster als Mischung aus pornografischer Fotografie und leicht konsumierbaren
Texten gestrickt. Nach dreimaliger Indizierung durch die BPjS
ist der weitere Verkauf am Kiosk ab 1989 nur nach «Entschärfung» der
Fotostrecken und Änderung des Namens möglich («Männer aktuell», seit
2007 dann wieder «Männer»). Es gibt in der Folge mehrere Relaunches,
aber die Reichweite bleibt begrenzt und man geht vermehrt dazu über,
Berichterstattungen über Produkte von den Herstellern dieser Produkte
bezahlen zu lassen. Im zeitweise rasanten Wechsel der Chefredakteure
erlebt die Zeitschrift Höhen und Tiefen; einzige Konstante ist die raumgreifende
Werbung für Produkte des Gmünder-Konzerns.
Der Buchverlag setzt derweil immer wieder auf Bewährtes, sprich:
Nachdrucke vergriffener Bücher aus anderen Verlagen wie die Klassiker-
Anthologie «Calamus» (Rowohlt), die Kunstgeschichte «L’Amour Bleu»
(DuMont) oder Picanos Kultkrimi «Der Köder» (Knaur). Mitte der 1990er
Jahre gelingt ein Bestseller im Fotobuch mit einem Feature über den damals
gerade entdeckten Pornodarsteller Johan Paulik; viele weitere Bel
Ami – Fotobände folgen. Schließlich entscheidet sich Gmünder, die europäischen
Rechte an den Hardcore-Pornos des Pornolabels Bel Ami zu
kaufen, die einen Durchbruch in der Porno-Ästhetik verkörperten. In den
nächsten Jahren kauft Gmünder die europäischen Vertriebsrechte diverser
weiterer Pornolabels. Mit seinen günstigen Preisen bringt er die Ertragslage
der stationären Pornohändler in Gefahr, die sich mit dem Boykott
des «Spartacus» zu revanchieren versuchen, was jedoch misslingt.
Allerdings stellt sich heraus, dass der Einzelhandel nicht in der Lage ist,
die Flut an Pornofilmen aufzunehmen, die Gmünder nun produziert. Dadurch
wird die alte Idee wiederbelebt, eine Kette eigener Geschäfte zu
eröffnen, die das gesamte Pornosortiment anbieten.
Obwohl schon 1984 in einem Brief an die ehemaligen Kollegen von
Prinz Eisenherz angekündigt, kommt es erst 1988 zur Eröffnung eines
eigenen Ladengeschäfts: ein sehr kleiner Verkaufsraum im ersten Stock
des Europa-Centers am Kurfürstendamm, wo neben Eigenprodukten
einige amerikanische Print-Pornos (Romane und Comics) sowie die Titel
der schwulen Taschenbuchreihe des Knaur-Verlags («Christopher
Street») angeboten werden. Der Mietvertrag wird 1997 nicht verlängert;
im August des Jahres eröffnet deshalb der erste «richtige» bruno’s-Laden
in der Nürnberger Straße. Das Sortiment ist nun sehr viel umfangreicher,
allerdings wird auch hier kein «normaler» buchhändlerischer Service geboten,
sondern nur eine überschaubare Zahl gelisteter Titel abverkauft.
2002 muss der Laden abermals umziehen, dieses Mal auf eine 500-Quadratmeter-
Fläche am Nollendorfplatz. Zwei Jahre später wird ein zweiter
Berliner Laden im Prenzlauer Berg eröffnet, Köln (1998, ein zweiter Laden
2004) und München (2005) folgten. Die bisher letzte Ladeneröffnung
findet 2006 in der Langen Reihe in Hamburg statt, 300 Meter neben dem
Buchladen Männerschwarm (so wie schon der Kölner bruno‘s nur wenige
hundert Meter neben Ganymed eröffnet wurde).
Das Sortiment der bruno’s-Läden setzt sich anfangs aus zirka 30%
Buch und 70% (Porno-)Film zusammen. Anfang der 2000er Jahre tauchen
«Star-Dildos» in den Läden auf, die dem Penis berühmter Pornodarsteller
nachgebildet sind; bald folgt das restliche Sexshop-Sortiment. Gegen
2007 beginnt sich eine weitere Warengruppe im Sortiment auszubreiten:
Unterwäsche. So schreibt die Schweizer Schwulenzeitung «Display» im
November 2012 in einem Artikel über Hamburg, Bücher kaufe man im
Männerscharm, «DVDs, Unterwäsche und Toys findet der schwule Mann
bei bruno’s». Bücher sind dort längst nicht mehr der hauptsächliche Umsatzbringer.
2011 verkauft

Montag, 24. Oktober 2011

Sogar OUT! - das Who's Who der lesbischen, schwulen und bisexuellen Welt - reduziert Bruno Gmünder auf den edlen Verleger


OUT!, das biografische Verzeichnis berühmter schwuler, lesbischer und bisexueller Menschen, von Axel Schock und Karen-Susan Fessel, erschien erstmals 1997 im Berliner Querverlag (mit 500 Namen). Bis zur 3. Auflage im Jahr 2000 ohne einen Eintrag über Bruno Gmünder (und ohne Christian von Maltzahn).

Erst in der 4. Auflage konnte sich der Querverlag überwinden "einen der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" (170cm gross) in das Verzeichnis aufzunehmen. Allerdings in einer ebenso fehlerhaften wie weissgewaschenen Version, wie in dem obigen Auszug nachzulesen ist. Ein edler Ritter der schwulen Welt. Ein Verleger ohne Fehl und Tadel. Ein schwuler Gutmensch.

Hier ein paar (unvollständige) Ergänzungen/Berichtigungen für die OUT!-Autoren:

1) Bruno Gmünder "absolvierte" kein Jurastudium, sondern brach das Studium nach 3 Semestern ab.

2) "Politisches Engagement, amnesty international, Gefangenenhilfe" ... Bruno Gmünder war bei der linken "Münchener Roten Hilfe", beim linken Münchener BLATT und engagierte sich vor allem für die Freilassung des als Pädophilen verurteilten Peter Schult.
Der Hinweis auf links ist bedeutsam, weil Bruno Gmünder als Ex-Verleger ebenso pauschal wie angewidert über alle Linken herzieht: "Die Linken missbrauchen dich immer. Als Köder, als Verräter, sehr gerne. Zu gegebener Zeit lassen sie dich dann hochgehen..."

3) "1978 zieht Gmünder nach Berlin ... Prinz Eisenherz" ... 1978 wurde die Prinz Eisenherz Buchhandlung eröffnet!!! Gmünder war erst ab 1979 (!) im Eisenherz-Team. In der Eisenherz-History taucht sein Name nicht auf. Auf die Frage nach dem Warum, sagt der schwule Buchladen "...dürfen aus juristischen Gründen ... "

4) Im Mai 1982 produzieren Bruno Gmünder, Christian von Maltzahn und Michael Föster in der Quadro-Verlags GmbH (Sitz im Gmünder-Verlag) das schwule Magazin TORSO (Mix aus Lifestyle und politisch-engagiertem Journalismus), das bereits im Oktober 1983 an den Torso-Verlag Michael Föster übergeht und Ende 1983 nach nur 16 Ausgaben eingestellt wird.


5) Im November 1987 erscheint MÄNNER (heisse Männer, scharfe Fotos, aktuelle Kontakte), ein Softporno-Pin-up-Magazin mit Aufnahmen von US-Porno-Modellen, mit Kontaktanzeigen und vollgestopft mit Eigenwerbung ... das 1990 erzwungenermassen eingestellt werden muss. ("jugendgefährdend")


6) Am 17.7.1988 eröffnen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ihren ersten Sex-Shop im Berliner Ku'damm-Eck: bruno's, genannt "Mediathek". In den Folgejahren eröffnen bundesweit 5 weitere bruno's Sex-Shops.

7) Im Internet bietet bruno's.de, Your Gay Media Online Store, Bücher, Magazine, Unterwäsche, Dildos, Masturbatoren, Slings, Analduschen, Porno-Comics, Porno-Lesestoff (Loverboys-Serie u.a.) usw.

8) Ab 2000 betreibt Bruno Gmünder einen Vertrieb für schwule Pornofilme.

9) Von 2005 - 2008 produziert Gmünder das Porno-Magazin Erexxion (zur Vorstellung neuer schwuler Pornofilme)

10) Der Bruno Gmünder Verlag produziert (bis heute) das Porno-Magazin porn up!

11) Auf Gmünders PornUp.tv "kannst du aus 30 Vorlieben, Amateure, Fetisch, Bondage... und über 20 Pornostudios" aktuelle Pornofilme abrufen.

12) 2007 kauft sich Bruno Gmünder in die Porno-Produktion CAZZO ein (in deren Serie "Berlin Privat" bareback gevögelt wird)

13) Im Frühjahr 2008 weist das schwule Magazin BUDDY nach, dass in den Sex-Shops des engagierten Bareback-Gegners Bruno Gmünder jede Menge schwule Bareback-Filme angeboten werden.

14) Im März 2011 erklärt das Gmünder-Magazin M - Männer den Verleger Bruno Gmünder zu einem der "10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland".

Mehr? Die bisher 60 Einträge in brunoleaks empfehlen sich als Fundgrube, die sich eines angeregten weltweiten Interesses erfreut (selbst wenn nicht permanent neue Eintragungen erfolgen).

Montag, 20. Juni 2011

Noch so ein Gmünder-Märchen: Bruno und die Knabenliebe

Der mächtige Bruno mit dem beeindruckenden Brillengemächt

Das an sich trübe Wochenende dieses 18./19. Juni hat dem "persönlichen Archivar" viel Erhellendes gebracht. Nein, gemeint ist nicht das Gmünder-Interview in der taz, sondern eine Vielzahl an Reaktionen auf das unsägliche Gmünder-Geschwätz. Beispiel: Pädosexualität / Knabenliebe.

Dieses ist, mit sage und schreibe 74 taz-Zeilen, ein Schwerpunktthema im Interview. Wobei die Interviewer eher zufällig - über Ole von Beust und seinen jungen Freund - an das Thema tippten, während es der Interviewte fast schon begierig aufgriff und erstaunlich breit auswalzte. Hier ein paar seiner Auslassungen:

"... was das Thema Pädosexualität angeht, da werfe ich aber auch unseren Schwulenverbänden vor, dass wir zur Missbrauchsgeschichte wahnsinnig intensiv und lautstark geschwiegen haben ... Es ist wie ein Familienerbe, das man lieber verdrängen möchte ... dass wir das im Grossen und Ganzen damals als Linke akzeptiert haben ... Was wir jetzt ... lesen, ist in Teilen furcherregend und in Teilen wollte man es gar nicht so genau wissen ... Ich war da mittendrin. Wir hatten in unserer (!!! gmünderschen???) schwulen Buchhandlung Prinz Eisenherz eine Abteilung mit Knabenliebe. Haben damit kokettiert. Die Pädogruppen haben sich bei uns getroffen ... Wir fanden das okay, wollten denen helfen ... Diesen Aspekt [selbstbestimmte Sexualität auf Kosten von Kindern, die noch nicht selbstbestimmt sind] haben wir nie gesehen. Wir wollten ihn nicht sehen. Die Akteure, das waren die Älteren. Und die haben immer gesagt: Die Jungs wollen ja zu uns, die verführen uns. Die Welle, die jetzt losgetreten wurde von den Jungs, die missbraucht wurden, das hat mich erschüttert [Hallo, Herr Gmünder: Mädchen wurden/werden genauso missbraucht! Kleine Anmerkung des Archivars]. Da habe ich mich gefragt, warum ich da nie nachgefragt habe. Stattdessen haben wir über die Weltrevolution diskutiert ..." (aus sonntaz, 18.19. Juni 2011, Seite 30)

Das Problem des Bruno Gmünder, einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland ist seine Form von Gutmensch-Imagepflege, die von einem notorischer Hang zur Geschichtsklitterung, zum Verdrehen, Vernebeln und Verleugnen geprägt ist - Auslöser und Anlass zur Einrichtung dieses brunoleaks Blog.

Das gilt für das Thema schwule Pornographie, die und deren Macher er in den gmünderschen Verlagsanfängen lauthals öffentlich und persönlich verteufelte. Das gilt für seinen Aids-Hilfe-Heiligenschein, mit dem er sich bei jedweder Gelegenheit schmückt, während er - nachgewiesenermassen - bis zum Jahr 2008 mit Bareback-Videos Geschäfte machte. Und nun (u.a.) diese öffentliche Betroffenheits- und Erschütterungsorgie über die Missbrauchsfälle ...

Zur Erinnerung für Bruno Gmünders Gedächtnis: Bubenbilderheftchen 
aus dem pojkart Verlag Jugend in der Kunst Harry Turné, Lübeck
Ehemalige Verlagsmitarbeiter erinnern sich allerdings sehr gut daran, dass Bruno Gmünder auch nach der Prinz-Eisenherz-Zeit in Sachen Pädosexualität nicht mal im Traum "nachgefragt" hat. Bis in die Jahre 1986-87 noch hatte der Bruno Gmünder Verlag, u.a. mit den Nackedeiwerken des berüchtigten, der Knabenliebe fröhnenden pojkart Verlag Jugend in der Kunst Harry Turné (Lübeck), auch eine Form von Pädobefriedigung im Angebot.

Bruno Gmünder und John D. Stamford

Im Zuge des Ende 1986 aufkommenden Kinder-Porno-Handel-Skandals des in Holland lebenden Briten John D. Stamford (Spartacus Gay Guide - die ganze und die wahre Geschichte von der Übernahme des schwulen Reiseadressbuches durch Gmünder **) brach im Bruno Gmünder Verlag in Sachen Pädosexualität hektische Betriebsamkeit aus. Die beiden Chefs liessen die heisse Pojkart-Ware mal zur Seite schaffen, dann wieder hervorholen. Von Christian von Maltzahn ist der dazugehörige Spruch überliefert: "Naja, die [Pädos] freuen sich doch über jedes nackte Beinchen."

Eigentlich hätte Interview-Bruno den Interviewern von der taz folgendes sagen müssen:

     "Da habe ich mich gefragt, warum ich da nie nachgefragt habe. Stattdessen haben wir über Umsatzsteigerung diskutiert ..." 

      Damals nämlich war Gmünder a) Geschäftsmann b) schon weit weg von 'links', c) erwachsen (30) und wusste d) genau was er tat ...


** anklicken:







Freitag, 25. März 2011

Schamlose Auflagen-Hochstapelei (auch) im Bruno Gmünder Verlag

Vorwort des Verlags-Mitinhabers Christian von Maltzahn im Magazin MÄNNER aktuell, 10/1989

Ununterbrochen - seit 1969 - betreiben schwule Verlage hemmungslose Hochstapelei. Über die Auflagen von Magazinen und Zeitschriften, Pornoheften und sonstigen Druckobjekten wurden und werden in der schwulen Szene die abenteuerlichsten Zahlen verbreitet. Wobei anzumerken wäre, dass schwule Verlage natürlich auch nie jemals mit den maßgeblichen Indizes - Druckauflage, verbreitete Auflage, verkaufte Auflage, abonnierte Auflage, Freistücke, Archivexemplare, Belegexemplare usw. - Transparenz hergestellt haben.

Im Herbst 1989 begrüsste Verleger Christian von Maltzahn  im Vorwort seines Magazins MÄNNER aktuell die Neuerscheinung von magnus ... und verbreitete - ebenso ungeniert wie verkaufsschädigend - angebliche Auflagenzahlen anderer schwuler Blätter ...... aufgrund seiner ganz "persönlichen Schätzung".

Gegendarstellung von Kurt-Joachim Förster in Männer aktuell 11/1989

Das konnte Verleger Kurt-Joachim Förster natürlich nicht auf sich sitzen lassen und verlangte obige Gegendarstellung. Obwohl oder weil dem Bruno Gmünder Verlag die in schwulen Verlagen gängige Hochstapelei-Praxis bekannt war, konterte er die Förster-Darstellung mit einer ebenso überheblichen, wie süffisanten Anmerkung.

MÄNNER aktuell - ab der Ausgabe 1/1996 nannte es sich "Deutschlands schwule Illustrierte Nr. 1" - entwickelte sich in der Tat zum auflagenstärksten deutschen Schwulen-Magazin, so dass es ab Ausgabe 6/2001 der Prüfgemeinschaft IVW (Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) beitreten konnte, die die schon im ersten Absatz genannten Auflagenzahlen von Presseerzeugnissen ermittelt, prüft und beglaubigt. Dadurch gewinnen Werbetreibende die Sicherheit, dass der Anzeigenpreis in (vernünftiger) Relation zu den Leserzahlen steht.

Das schwule Magazin MÄNNER in Wikipedia, aktueller Stand 25. März 2011,
inkl. Kevin Clarke, neuer Chefredakteur seit Heft März 2011

Laut aktuellstem Wikipedia-Stand lag "Die Auflage von MÄNNER Anfang 2007 bei 24.000 Exemplaren". Als (Beweis)Quelle wird auf eine Mediadaten-PDF-Datei verwiesen. Einmal abgesehen davon, dass bewusst verschwiegen wird, um welche Auflage es sich bei den 24.000 Exemplaren handelt, und dass diese PDF-Datei schon seit längerer Zeit nicht mehr abrufbar ist (!), wird dem Leser mit diesem Wikipedia-Eintrag eine objektiv abgesicherte Auflagenmenge (à la IVW-Prüfung) suggeriert.

Ab der Ausgabe 01/2004 unterlag das schwule Magazin MÄNNER nicht mehr der IVW-Kontrolle.

Tatsächlich jedoch hat MÄNNER aktuell / MÄNNER bereits zum Jahresende 2003 den (kostenträchtigen) IVW wieder verlassen (müssen), da die verkaufte Auflage nur noch knapp 8.000 Exemplare erreichte (letzter IVW-Stand).

Fazit: Knapp 8.000 verkaufte Auflage (2003) stehen 24.000 unbekannte Auflage (2007) gegenüber, die dem Wikipedia-Leser einen aktuellen Stand (2011) vorgaukelt. Schade, dass der Bruno Gmünder Verlag nicht geneigt ist, seine wirklichen Verkaufszahlen zu nennen...

Nachtrag:






Dass die Auflagenverschleierung im Bruno Gmünder Verlag Methode hat, zeigt diese Terminliste 2007 für die Anzeigenkunden: Bei allen drei Objekten stehen dubbiose, weil undurchsichtige Auflagenzahlen: Druckauflagen inklusive Makulatur? Fantasieauflagen? Oder wie oder was?

Dienstag, 8. März 2011

Warum über den Verlags-Flop (1) - das schwule Magazin TORSO - quasi nichts mehr zu finden ist.

Während über das deutsche schwule Magazin Torso kein Wikipedia-Eintrag existiert, und dortselbst - in der „Liste homosexueller Männermazine" - nur der US-amerikanische Torso-Titel erscheint
http://de.wikipedia.org/wikiListe_homosexueller_M%C3%A4nnermagazine#T

und das deutsche schwule Magazin Torso auch für Google quasi nicht existiert ...

... wird es in der Geschichte des Bruno Gmünder Verlag in Wikipedia (gemeint ist die sich selbst lobpreisende Verlags-Eigendarstellung), nur nebenbei erwähnt: „Ebenfalls 1982 rufen sie mit Michael Föster und Theo Düppe das Magazin Torso ins Leben, welches einen Mix aus Lifestyle und politisch-engagierten Journalismus bietet und zwei Jahre später wieder eingestellt wird."


„Sie", das sind Bruno Gmünder (Mitte) und Christian von Maltzahn (rechts), die sich in der Torso Erstnummer noch großartig 1/2-seitig präsentieren.


Dabei ist dieses Magazin niemals im Bruno Gmünder Verlag erschienen, sondern in einem "Ableger" namens Quadro-Verlags-GmbH und schon vier Nummern später - ab der Ausgabe 1/1983 - im Torso-Verlag, Essen.


Die Impressum-Geschichte erzählt Bände: Im Oktober 1983 - im Blatt wird längst über Leser-, Abonnenten- und Anzeigenmangel gejammert - übernimmt offensichtlich Michael Föster das darbende Objekt: Torso-Verlag Michael Föster KG, Essen. In der November-Ausgabe hat sich Vertriebsmann Christian von Maltzahn aus dem Impressum verabschiedet. Und aus der Letztnummer 12/1983 hat sich auch Bruno Gmünder davongemacht.

Weitere Einträge zu Torso und Bruno Gmünder folgen.

Freitag, 4. März 2011

Warum kommt der Name des weltbekannten schwulen Verlegers Bruno Gmünder in der History des (Prinz) Eisenherz Buchladens nicht vor?

Im Wikipedia-Eintrag zu Bruno Gmünder Verlag heisst es (2011) u.a.

... wurde im November 1978 in Berlin die Prinz Eisenherz Buchhandlung in der Bülowstraße eröffnet. Ab 1979 gehörte auch Bruno Gmünder (* 1956) zum Eisenherz-Team...


Unsere Anfrage an die "Prinz Eisenherz Buchhandlung" in Berlin (10.2.2011) lautete deshalb sinngemäss:
Wo finden wir spezielle/detaillierte Informationen über die Gründungsjahre von Prinz Eisenherz mit Peter Hedenström, Michael Keim, Lothar Lang, Christian von Maltzahn sowie speziell über die Rolle von Bruno Gmünder?

Wann immer man sich für Details über Bruno Gmünder und seine Aktivitäten zu interessieren beginnt, heisst es "Vorsicht! Rechtsanwälte!" In obiger Mail lautet die entspr. Formulierung "aus juristischen Gründen". 

Und so taucht der Name Bruno Gmünder in der Eisenherz-History (anklicken: Die Story) - folgerichtig - nicht ein einziges Mal auf.

Dabei war "einer der mächtigsten Schwulen in Deutschland", also dieser begnadete schwule Verleger doch seit 1979 im Eisenherz-Team?


Nach meiner persönlichen Erinnerung sind Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn im Streit aus dem Prinz Eisenherz Buchladen geschieden. Der Streit eskalierte - das war seinerzeit überall Gesprächsthema - u.a. wegen der Kundenkartei des Prinz Eisenherz Buchladens, die die beiden taffen Jungverleger (so der Vorwurf) "mitgehen" ließen ...

Nochmal: In Wikipedia heisst es "Unter der Beteiligung Christian von Maltzahns (1956–1997) wurde im November 1978 in Berlin die Prinz Eisenherz Buchhandlung in der Bülowstrasse eröffnet. Ab 1979 gehörte auch Bruno Gmünder (* 1956) zum Eisenherz-Team. Im Jahre 1981 gründeten die beiden damals 25jährigen Freunde den Verlag..."

Donnerstag, 3. März 2011

Christian von Maltzahn ganz privat. Hingegen gibt es über Bruno Gmünder quasi null Privates im Web.

Google- Ergebnisse für
Bruno Gmünder 204.000
Bruno Gmünder Verlag 22.900
Bruno Gmünder Shop 13.600
bruno's gay 355.000
usw.

Aber nur ein einziger Artikel über die Person Bruno Gmünder
vgl. Blog-Eintrag hier vom 2.03.2011

Und während ein ausführlicher Wikipedia-Eintrag über die Person des Mitbe-gründers des Bruno Gmünder Verlag - Gerd-Christian Freiherr von Maltzahn - existiert...


... existiert über die Vita des Bruno Gmünder - trotz hundertausenden von Google-Ergebnissen - nichts Vergleichbares im gesamten www.